Offener Brief an die AutofahrerInnen in Österreich.

In anderen Ländern funktioniert das ganz gut.

Werte AutofahrerInnen,

ich weiß, dass sie es schwer haben. Vor allem in Österreich. Da muss man sich doch hier und dort mal ärgern und dem eigenen Frust und Groll ein Ventil geben. Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben. Das befreit. Immens. Hat fast schon therapeutische Wirkung. Schade, dass das nicht von der Krankenkasse unterstützt wird.

Die hohen Spritpreise sind es. Oder? Täglich schwankend und kurz vor Feiertagen und Urlaube besonders hoch. Diese bösen Mineralölfirmen. In einem Boot mit dem Staat. Der kassiert brav mit. Höhere Preise, höhere Umsatzsteuer. Von der Mineralölsteuer will ich hier aus Platzgründen gar nicht schreiben.

Oder ist es die erhöhte Nova? Schon auch. Plötzlich sind Autos viel teurer. Teurer im Vergleich zu anderen Ländern in Europa. Die Normverbrauchsabgabe. Eine Erfindung Österreichs, um Autofahrer zur Kasse zu bitten. Wie ärgerlich. Und dann noch CO2-Ausstoß abhängig. Will man protzen muss man jetzt mehr zahlen. Gemein. Da muss man sich doch hier und da mal ärgern und dem eigenen Frust und Groll ein Ventil geben. Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben. Das befreit.

Oder ist es doch der frustrierende Alltag. Die tägliche Arbeit. Der Chef. Die Kollegen. Das Essen in der Kantine. Das verregnete Wochenende. Die Niederlage des Lieblingsvereins. Der entgangene Lotto 6er. Der vergessene Geburtstag. Der verpasste Auftritt der Tochter beim Ballett oder des Sohnes bei der Schulaufführung. Die Warteschlange bei der Post. Das erneute Fettessen bei McDonalds. Die Schwiegermutter. Der gebrochene Nagel. Das ausgegangene Toilettenpapier. Der Buchsbaumzünsler. Der laute Nachbar. Das neue Auto des lauten Nachbar. Das neue Auto der Frau des lauten Nachbarn mit dem neuen Auto. Das neue Auto des Sohnes der Frau mit dem neuen Auto des lauten Nachbarn – auch mit dem neuen Auto. Die Steuerprüfung. Da muss man sich doch hier und da mal ärgern und dem eigenen Frust und Groll ein Ventil geben. Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben. Das befreit.

Liebe AutofahrerInnen. Ich kann das alles nachvollziehen und da und dort sogar Verständnis zeigen. Das eine oder andere trifft mich ja auch. Aber warum zum Teufel müsst ihr Autofahrer das an uns Rennradfahrer auslassen? Was können wir denn dafür? Echt jetzt! Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben, schneiden, abbremsen, nach außen drängeln, Mittelfinger zeigen, aussteigen, bedrohen, Recht haben, kaum einsichtig sein, den Starken spielen – von Alublech geschützt. Was können wir für eure Laune? Nichts. Gar nichts. Nichts im geringsten.

Wir haben das selbe Recht wie ihr auf der Straße zu fahren. Wir müssen nicht den meist desaströs gewarteten Radweg benutzen. Sofern es einen gibt. Auch wenn dieser parallel zur Straße verläuft. Wir können. Ja. Wir tun es auch. Wenn der Radweg für uns zumutbar ist. Oder wenn wir Schutz vor euch AutofahrerInnen suchen und brauchen – denn lieber ein Platten als ein Platz im Friedhof. Wir haben das Recht auf seitlichen Mindestabstand. Das schützt uns vor dem Fahrtwindwirbel, den ihr erzeugt, wenn ihr uns überholt. Meist zu schnell und zu knapp. Das schützt uns vor dem Sog, den ihr erzeugt, wenn ihr uns überholt. Je größer euer Auto und je höher die für das Überholen gefahrene Geschwindigkeit, desto größer ist dieser Sog. Ein seitlicher Abstand von 1,5 Meter schützt uns vor dem Seitenwind, der uns da und dort ungewollt in die Fahrbahn drückt. Wenn da einer von euch vorbeikommt, tut das weh.

Es gibt einen § 68 in der StVO. Und eine Begriffserläuterung dazu. Dieser Paragraph sollte uns schützen. Tut es aber nicht, denn kaum ein Autofahrer weiß, was da drinnen steht. Deshalb sind die 1,5 Meter seitlicher Abstand auch nur ein frommer Wunsch. Ein Blick in diese Paragraphen könnte unser Leben erleichtern. Danke im Voraus.

Wir dürfen sogar nebeneinander fahren. Ja. Wir dürfen. Doch dieses „Recht“ ist schwer gegen Alublech durchzusetzen. Da ziehen wir Rennradfahrer den kürzeren.

Also liebe AutofahrerInnen.
Nehmt das Leben etwas lockerer. Vor allem im Straßenverkehr. Und schaut darauf, dass wir heil und gesund wieder nach Hause kommen. Denn auch wir haben dort die selben Sorgen wie ihr. Wir sitzen also alle im selben Österreich.

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

18 Kommentare

  1. du meinst wirklich, als radfahrer würd ich mich an kreuzungen hinter 50 autos anstellen? haha! in welcher stvo steht das denn? klingt doch sehr nach frust: ich kann mir auto und benzin leisten, der radler ev nicht, und dann ist der auch noch schneller?

    ja, viel schneller! und ich wär noch schneller, würden mich nicht so breite, langsame, die Straßen blockierende, urbane Lebensqualität mindernde autos behindern.

    bin übrigens auch autofahrer und fußgänger. und froh über jeden, der rad statt auto benützt. drum bekommen bei mir als autofahrer radler und geher alle rechte und rücksicht.

  2. Ich hab einen sehr angenehmen Job, mein leben ist nicht eintönig und mein Spritverbrauch ist nicht so hoch das ich mir das nicht leisten könnte. Da ich nicht vor habe mir einen Neuwagen zu kaufen ärgert mich auch die Nova nicht.

    Was mich am Strassenverkehr am meisten Verärgert sind Leute die alles aufhalten.

    Das können einerseits Autofahrer sein, die bei Grün 15 Sekunden brauchen um loszufahren, das können Fussgänger sein die zwar bei Grün anfangen über die Strasse zu gehen, aber wegen dem Telefon am Ohr so langsam schlendern das schon seit ewigen Zeigen wieder Grün ist (und ich rede NICHT von 80jährigen)
    Aber um auf Radfahrer zurück zu kommen, gibt es hier einen ganz besonderen Grund.
    So wie Radfahrer dürfen auch Motorradfahrer "vordrängen" – sprich: sich ganz Vorne zur Haltelinie hinstellen.

    Der Unterschied. Einen Motorradfahrer hol ich mit dem Auto NIE ein. Er behindert niemanden.
    Ein Fahrradfahrer stellt sich natürlich vor das vorderste Auto und braucht dann ewig lang bis er endlich mal über die Kreuzung ist. Eine Ampelphase wo normalerweise 20 Autos drüber kommen, wird durch einen einzelnen Radfahrer so stark blockiert das auf einmal nurmehr 5 bis 10 Autos drüber kommen.
    Dann kommt noch ein Bus entgegen und wir können euch nichteinmal überholen. Wir tuckern dann Minutenlang mit 20 km/h hinter einem Radler her und sind… ? Genau! Genervt.

    Wenn ihr doch sowieso wisst das ihr langsamer als 50km/h seid, warum müsst ihr dann ständig versuchen alle zu überholen ?
    Warum fahrt ihr nicht am GEHWEG ? Ihr fahrt doch auch in der Fussgängerzone am Stephansplatz.

    Und warum ist es für euch so unverständlich das ein Autofahrer wegen diesem Verhalten ungehalten wird ?
    Man steht bei Rot, der Fahrradfahrer drängt sich vor, behindert einem dann das man die hälfte des Weges zur nächsten Ampel hinter euch herschleichen muss und steht dann genau deswegen bei der nächsten Ampel wieder. Aber nicht das man DANN wenigstens durchfahren kann und Grüne Welle hat, nein. Bei dieser Rotphase stellt ihr euch natürlich WIEDER ganz vorne hin und behindert die komplette Kollonne erneut.

    Was können wir für euren Geltungszwang ?
    Was können wir für euer Verlangen immer ganz vorne zu stehen, obwohl euch das praktisch gesehen überhaupt nichts bringt und nur alle Anderen behindert ?
    Was können wir dafür das ihr nicht Nachdenkt was ihr tut und für eure Rücksichtslosigkeit ?

    Natürlich ist es für euch viel leichter anzunehmen wir Autofahrer hätten einen Lebensfrust und würden euch deswegen beschimpfen. Aber in Wahrheit ist es euer Verhalten was den Ärger auf Fahrradfahrer schürt.
    Ihr fahrt bei Rot über Ampeln, ihr schaut nicht bevor ihr einen Spurwechsel macht, ihr Biegt ohne zu schauen ab oder fahrt aus Einfahrten heraus, ihr fahrt (erlaubter Weise!) gegen Einbahnen und kommt dann natürlich an Kreuzungen wo der Autofahrer sich nur auf die "Richtige" Seite der Einbahn konzentriert und nicht seht das ihr ihm gerade von Links (gegen die Einbahn) in die Fahrtrichtung rast. Natürlich ist dann der Autofahrer schuld, nicht der von Links gegen die Einbahn kommende Radfahrer.
    Wie oft bin ich schon bei einem Umzug mit einem Klein-LKW durch eine enge Einbahn-Gasse gefahren und konnte mich dann von einem Fahrradfahrer beschimpfen lassen das er nicht vorbei kommt ?

    Wer auf gegenseitige Rücksicht pocht, sollte diese ebenfalls an den Tag legen. Solang es Fahrradfahrer gibt, die sich an keine Gesetze (weil sie keine Nummerntafel haben und somit nicht Strafvollziehbar sind) und auch nicht an "Gute Sitten" halten, wird es Autofahrer geben die sich darüber aufregen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  3. Grundsätzlich hat kein Autofahrer das Recht einen Radfahrer/rennfahrer anzuhupen, etc. jedoch gibt es wie bei den Autofahrern auch bei den Radfahrern diese und diese und es gibt auch solche welche selbst die 1,5m von außen in Fahrbahn mitte rücken oder diese welche mit Kind auf der Straße fahren anstatt den auf der anderen Seite vorhandenen Radstreifen benutzen und da fällt es einem schwer noch zusätlich 1,5m Abstand zu halten ohne sich selbst zu gefährden. Aber grundsätzlich hast du nätürlich Recht der Abstand ist wichtig und sollte eingehalten werden jedoch sollten Autofahrer wie auch Radfahrer Rücksicht aufeinander nehmen.

  4. Anonym

    Vielleicht wollen Sie einfach Ihr Realitätsmodell adjustieren.
    Wenn Sie im Ernst glauben dass Radfahrer Sie beim Wegfahren an einer Kreuzung behindern oder aufhalten, ist Ihnen wirklich nicht zu helfen. Jedes Auto braucht beim Fahren 10-20x soviel Platz wie ein Fahrrad und hält so mindestens in diesem Verhältnis die anderen Verkehrsteilnehmer auf. Bei einer Engstelle (zb Linksabbieger) wird überhaupt die ganze Fahrspur komplett blockiert.
    Wenn Sie es schon selbst nicht schaffen, auf Ihren fahrbaren Untersatz zu verzichten und umzusteigen, seien Sie einfach dankbar für jeden der vom Auto aufs Rad umsteigt. Einfach aus Eigennutz. Weil er in einem für Sie offenbar überhaupt nicht nachvollziehbaren Ausmaß dafür sorgt, dass Sie nicht ständig im Stau stecken, der durch Sie selbst und die anderen Autofahrer verursacht wird.

    mfg
    Martin

  5. Anonym

    Lieber Roland,

    Du hast zwei Dinge nicht richtig verstanden …

    1) die Grundzüge der Rechtschreibung – man könnte Forenbeiträge etwas leichter / schneller lesen, wenn zumindest einfache Regeln eingehalten werden.

    2) die StVO

    Ein Auffrischungskurs für Deutsch als auch ein Fahrschulbesuch würden immens weiterhelfen. Bis dahin solltest Du dem Fussgängerdasein fröhnen – es wäre für alle beteiligten sicherer …

  6. Anonym

    Ja, als Fahrradfahrer hat man das Recht an der Schlange vorbei zu fahren und sich vorne anzustellen. Wer allerdings immer stur behauptet "Ich habe doch das Recht dazu" und keine Rücksicht nimmt, darf sich nicht wundern wenn er nicht auf Gegenliebe trifft.

    – ein sich an der Schlange hinten anstellender Radler

  7. Lieber Roland,
    ein paar Dinge muss man leider klarstellen, weil du eine etwas verzerrte sicht auf die Dinge hast:

    Das dich der Radfahrer bei der nächsten (roten) Ampel wieder eingeholt hat und sich dort wieder vor dich stellt liegt daran, dass du zu schnell für die Ampelschaltung fährst (meistens ist die auf 30-40 km/h ausgelegt)! Darum musst du bei jeder Ampel beschleunigen und bremsen, was nicht nur den Spritverbrauch in die Höhe treibt, sondern dich scheinbar auch noch nervt.

    Als Radfahrer bin ich (aus dem Stand) über jeder Kreuzung drüber bevor der erste Autofahrer in der Reihe überhaupt eingekuppelt hat, da das Rad beim Anfahren um einiges schneller reagiert! Anders ist es bei älteren Radfahrern, aber ein bisschen rücksicht für die darf man hoffentlich verlangen?

    Was es mir als Radfahrer bringt ganz vorne zu stehen? Das selbe wie es dem Autofahrer bringt: Man muss nicht 3 Ampelphasen in der Kolonne von 30 Autos warten, sondern fährt bei der ersten drüber.

    Am Gehsteig zu fahren ist wohl das schlimmste was man machen kann. Dort befinden sich die schwächsten Verkehrsteilnehmer: Die Fußgänger. Und die will man nun wirklich nicht gefährden, weswegen es auch verboten ist am Gehsteig zu fahren. Fußgängerzonen sind da eine Ausnahme weil genug Platz ist. Trotzdem darf dort nur im Schritttempo durchgefahren werden!

    Jetzt was ganz wichtiges! Die "richtige" Seite der Einbahn gibt es nicht! Es war immer schon so das aus einer Einbahn auch ein Einsatzfahrzeug kommen kann! Also bitte die STVO lernen und ab jetzt Einbahnen im Blick behalten!

    Deine restlichen Aufzählungen: Bei rot über die Ampel, kein schauen vor dem Spurwechsel, abbiegen ohne zu schauen (blinken) sind unabhängig vom Verkehrsmittel zu betrachten. Leider gibt es halt Autofahrer, Radfahrer und auch Fußgänger die scheinbar keine Augen im Kopf haben.

    lg

  8. auf dem gehweg hat man mit dem rad nichts zu suchen. in fußgängerzonen ist es teilweise – im schrittempo – erlaubt rad zu fahren. ihr seid, ihr tut, ihr macht, ihr macht nicht, ihr schaut nicht, ihr wollt… selber? gehts gut? liest sich nicht so.

  9. Anonym

    Du STECKST nicht im Stau, du BIST der Stau. Ich schließe mich den anderen an und sage du solltest irrsinnig froh über jeden einzelnen Radfahrer sein, der eben nicht 2×5=10(!) Quadratmeter Verkehrsfläche blockiert. Stell dir für jeden Radfahrer eine zusätzliche Blechkiste vor. Das funktioniert auch besonders gut wenn man auf Parkplatzsuche an einem Fahrradabstellbereich vorbei kommt und sich ärgert:"Hier könnte mein Parkplatz sein".

    Die quälend langsame innerstädtische rush-hour Durchschnittsgeschwindigkeit von vielleicht ein bisschen über 20 km/h ist auch garantiert nicht durch Radfahrer verschuldet.

    In den gelegentlichen Fällen wo ich selber Auto fahre, pass ich noch aus einem anderen Grund ganz besonders auf Radfahrer auf, nämlich wegen dem ungleichen Kräfteverhältnis der Verkehrsteilnehmer: Im Auto bist du für einen Radfahrer immer eine potentielle Lebensbedrohung. Mir wäre auch noch nicht aufgefallen, dass Nummerntafeln die Autofahrer zwangsläufig zu "besseren Sitten" veranlassen würden.

    All dem gegenüber gibt es aber einfach so viele andere Vorteile beim Radfahren. Also daher im Sinne des Artikels:
    Always look at the bright side of life.

  10. Danke für diese Worte.
    Das triffts genau auf den Punkt.
    Es sollte ein Miteinander sein, ist jedoch fast immer ein gegeneinander.
    Leider.

    Hoffe hier kommt asap Entspannung in das Thema. Denn wenn jeder Rücksicht nimmt, kommt man gemütlicher ans Ziel.
    🙂

  11. Immer wieder diese so bösen "Radfahrer". Die Jammerei der Autler ist ja nicht zu ertragen, es wird keiner zum Fahren.

  12. Grundsätzlich muss ich vielen dieser Antworten recht geben.
    Leider liest man aber auch sehr viel Ignoranz heraus, einfach aus dem Grund heraus Recht haben zu wollen.

    So wie auf der Straße, ist auch hier das Gedankengut "ich bin Radfahrer, ich habe einfach mal prinzipiell Recht" sehr stark vertreten.

    Eigentlich gibt es nur eine Sache die ich hierzu wirklich noch genauer Ansprechen möchte, einfach weil das aus meinem ursprünglichen Post scheinbar nicht wirklich herausgekommen ist.

    Die Rede war da natürlich von einer einspurigen Strasse mit Gegenverkehr in der 50er Zone.
    Wenn man von der Ampel wegfährt, zügig auf 50 beschleunigt und ungehindert durchfahren kann, hat man für die gesamte restliche Strasse (ca 10 Ampeln) grüne Welle. Das mit dem "zu schnell" ist klar, wenn man natürlich mit überhöhter Geschwindigkeit fährt (70 km/h) steht man bei der nächsten Ampel wieder, da ist hier aber nicht der Fall.

    Das Problem entsteht dadurch, dass man hinter einem Fahrradfahrer mit 20-30 km/h herfährt und dann genau bei Rot wieder zur nächsten Ampel kommt. Bei allen 10 Ampeln.

    Man kann die Radfahrer stellenweise nicht überholen weil einfach zuwenig Platz ist. Natürlich gibt es dann die Rücksichtslosen Autofahrer die 2cm neben dem Fahrrad mit Vollgas überholen (was eigentlich der Auslöser für diesen, doch berechtigten, offenen Brief ist. Nein, zu denen gehöre ich nicht. Ich bin derjenige der den Fahrradfahrer erst überholt wenn der Gegenverkehr es zulässt. Das bedeutet für mich aber auch das ich bei der nächsten Ampel wieder Rot habe und eigentlich sogar zu Fuß schneller wäre, müsste ich nicht unzähliges Equipment und Werkzeug mitschleppen.

    An vielen Stellen wäre es auch einfacher wenn die Radfahrer einfach auf der rechten Seite fahren würden und nicht in der Fahrstreifenmitte sodas man sie leichter rechts überholen könnte als links.

    Das Problem im Verkehr ist auch nicht der Platzverbrauch, sondern die Beschleunigungs- und Fortbewegungsgeschwindigkeit.

    Da gibt es eine sehr einfache mathematische Erklärung dafür und die Auswirkungen sieht man seit der 30km/h Umstellung auf den inneren Verbindungsstrassen sehr gut das sich Stau durch Geschwindigkeitseinschränkungen exponentiell erhöht bzw. entstehen dadurch überhaupt erst Stausituationen.

    Und was das "im Stau stecken/der Stau sein" betrifft: Mir ist klar das ich ein Teil vom Stau bin. Das ist jeder, auch der Radfahrer.
    Die Frage ist aber nicht wer der Stau "ist" sondern wer den Stau "verursacht". Würde niemand den Stau verursachen, dann wäre auch kein Stau.

    Und egal wie sehr ich für meine Meinung hier angefeindet werde, ich werde weiterhin Rücksicht auf alle Verkehrsteilnehmer nehmen, egal wie sie sich mir gegenüber verhalten.

  13. Ja, Radfahrer neven unheimlich!!! Vor allem wenn sie NICHT auf den EXTRA für sie errichteten Wegen fahren!! Die ja EXTRA für viel Steuergeld (wessen wohl, Radfahrer zahlen ja keine Strassenverkehrssteuer?) gebaut wurden und zu deren Sicherheit sein sollten. Nütz nur nix wenn sie dann niemand benutzt!!!

  14. Theoretisch müsste ich dann auch mit einen Formel1 Wagen zwecks Training auf der öffentlichen Straße fahren dürfen!

  15. Tut mir leid, als Systemtheoretiker muss ich die einfache mathematische Erklärung zurückweisen: die Welt in der wir leben ist nicht linear und voller kontraintuitiver Tatsachen. So kann man die Kapazität einer Straße nicht erhöhen, indem man höhere Geschwindigkeiten erlaubt. Der Verkehrsstrom geht von einem laminaren in einen turbulenten Zustand über, und bremst sich damit selber aus, mehr als es ein langsamer Radfahrer je könnte.

  16. Es wäre schön, wenn all die Anti-Radfahrer und so überzeugten Autofahrer zumindest in Grundzügen über die StVo Bescheid wüssten, bevor sie hier Kommentare abgeben. Einfach nur zu schimpfen löst erstens das Problem nicht (welch Wunder), schafft zweitens eine unnötig angespannte und aggressive Stimmung und hat drittens (und jetzt kommts) keinen Anspruch auf Richtigkeit, nur weil man ein paar frustrierte Schimpfwörter reinpackt. Was ich hier mitbekommen, sind die meisten Radfahrer ziemlich genau darüber informiert, was sie dürfen und was nicht und posten das auch entsprechend (sogar mit Paragraph-Verweisen!) und von den Radhassern kommt nur, nunja, Hass, aber keinerlei konstruktive Umgangsweise oder gar rechtliche Verweise, wieso etwas verboten ist oder sein sollte. Der Vogel wird aber mit dem Post abgeschossen, Radfahrer sollen den Gehweg benützen…

    Ich bin sowohl Rad- als auch Autofahrer und es gibt auf beiden Seiten Idioten. (Wobei die Autofahrer weitaus mehr davon zu bieten haben…). Was ich erschreckend und traurig finde, ist, dass eben jene, die ihr fast schon von Gott gegebene Recht Auto fahren zu dürfen, mit breiter Brust gegen alle anderen verteidigen und selbst aber anscheinend am wenigsten Ahnung von der tatsächlich rechtlichen Situation haben. Dies ist insofern bedenklich, als dass Autofahrer die von allen Verkehrsteilnehmern längste Schulung durchlaufen, nachher aber anscheinend genauso wenig wissen wie vorher. Radfahrer DÜRFEN einen Radweg benutzen, müssen aber nicht – siehe die StVo. Und ich kann jedem sich ärgernden Autofahrer nur raten, selbst einmal an einer stark befahrenen Straße (Renn)rad zu fahren – es ist ein oftmals unvergessliches Erlebnis. Ein Umdenken geschieht nämlich meist erst dann, wenn man persönlich auch davon betroffen ist und wer schon mal den Seitenspiegel am Handrücken gespürt hat, der wird sich künftig überlegen, ob er nicht vielleicht doch ein wenig mehr Abstand hält.

    In diesem Sinne!

  17. Sehr geeherter herr lions tambua!
    Du bist genau jener,der mit dem nicht klar kommt,wenn man als autofahrer von einem radfahrer überholt wird!!nur das ist der grund warum ihr/du so überreagiert!minderwertskomplex würde es sehr genau treffen!du glaubst doch nicht im ernst dass ich mich mit meinem rad bei stehendem verkehr an einer kreuzung hinten anstelle oder dass ich beim losfahren den ganzen verkehr behindere?in welcher traumwelt lebst du den eigentlich?das ist sehr bedenklich!und überhaupt ist es um den seitenabstand gegangen und nicht um einige belanglose dinge die du noch so in deiner euphorie angeführt hast um dich wichtig zu machen!den roman kannst du dir das nächste mal sparen!und wenn du mit dem auch nicht klar kommst dass dir ein radfahrer in der einbahn entgegen kommt,dann setz dich selber aufs rad,dann darfst du diese vorteile auch genießen!achja,hupen ist auch immer ganz toll wenn man den radfahrer überholt und zeigen will dass dem autofahrer die straße gehört-vielleicht könnte sich der radfahrer erschrecken und reflexartig auf "deine" spur wechseln währenddessen du überholst!!soweit denkt ihr alle nicht was ihr damit anrichten könntet!!der schein sollte euch sofort abgenommen werden da ihr das notwendige gefühl dafür nicht aufbringen könnt!!

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