Vom Titanmann zum Ironmann. Woche 4. Mein Vienna City Marathon.

Ja ich bin ihn gelaufen. Den 30. Vienna City Marathon. Bei strahlendem Wetter und endlich hohen Temperaturen. Und ich bin ihn nicht einmal so übel gelaufen. Verhältnismäßig. Zwischen 6.1.13 und dem Tag X am Sonntag bin ich einen 32iger gelaufen. Sonst nur Crosstrainer und die letzten 14 Tage geschätzte 50 km.

So gesehen kann ich mit der gelaufenen Zeit recht zufrieden sein. Vielleicht wäre mehr drinnen gewesen – wurscht. Hauptsache ich war im Kopf stark. Der rechte ex kaputte und langsam wieder hergestellte Arm hat höllisch geschmerzt. Die letzten 10/15 km konnte ich ihn gar nicht mehr hängen lasse um ihn auszulockern. Der Winkel am Ellbogen wurde immer kleiner. Weit unter 45 Grad. Schutzpositon deluxe. Deshalb bin ich wohl auch nicht geschmeidig und rund gelaufen. Etwas eckig und linkslastig.

Next stop Linz. Ja. Denn am Sonntag starte ich beim Linz Marathon. So zum Spass. Ich habe mir eine pace von 5:40/km vorgenommen. Mal sehen. Mein Selbstexperiment von zwei Marathons innerhalb einer Woche ist eine große Herausforderung. Bei meinem jetzigen Trainingsstand und Muskelschwund.

Aber zurück zum Vienna City Marathon. Hier ein paar Gedanken rund um das Ereignis.

  • Stargebühr. Bis zu € 100, wenn man sich erst spät anmeldet. Gegenleistung dafür? Viele Prospekte im sog. Startersackerl. Samt Waschmittel. Eine Banane. Einen Apfel und ein Römerquelle Wasser.
  • Kaiserschmarrn Party (Friendship Party) mit freiem Eintritt. Aber für die Köstlichkeiten sind € 9 zu bezahlen. Na bumm. Ich habe diesmal verzichtet.
  • Anreise zum Start mit den öffentichen Verkehrsmitteln der Wiener Linien: waren extra zu bezahlen. Also 2 x 2 Euro mitschleppen und das Ticket irgendwo verstauen. Früher war das anders. Früher galt die Startnummer als Ticket.
  • Was für ein Gedränge in der UBahn. Mir wurde schlecht und schwindlig. Er roch nach Muskelöl und Druchfall.
  • Dixi Klos im Startgelände. Zu wenig und ungünstig aufgestellt. Um zu den LKW’s für die Kleidersäcke zu gelangen, musste ich mich durch gezählte 12 Einserreihen auf das Großgeschäft wartendende LäuferInnen drängen. Not amused.
     
  • Startblöcke. Ich hätte Startblock blau gehabt. Doch dieser war voll mit grünen und gelben Punkten.
  • Verpflegung und Labstellen. Alle rechts. Rechts ist auch mein kaputter Arm. Also musste ich rechts mit links zugreien. Hat mir etwas Dehnmut gekostet. Darüber hinaus gab es nur Chaos. Weil LäuferInnen von ganz links quer über die Straße herkamen, sich einen Becher Wasser schnappten um diesen dann im Stehen zu trinken. Was für ein Auflauf. Und Stau. Von mir aus bitte in Zukunft einen Marathon Führerschein, bei dem auch der richtigen Umgang bei Laben geprüft wird.
  • Rempler und Haxler von hinten. Massenweise. Verstehe nicht warum. Ich habe keinen vor mir gerempelt. Doch von hinten wurde ich ständig angegriffen. Wäre mein Arm gesund gewesen, hätte ich öfters davon Gebrauch gemacht. 
  • Ziellabe. Da gibt es oft bein einem Dorflauf mehr. Wasser. Erdinger Alkoholfrei in Dose (sorry Stiegl, aber deine Sport Weisse war leider nicht erhätlich). Und sonst nichts. Etwas Süßes, eine kalte Cola oder ein Eis (Calippo!). Wäre das schön gewesen.
  • LKW mit den Kleidern. Dieses Jahr viel günstiger und ohne neuerlichem Marathon erreichbar. Chapeau.
  • Starter. Insgesamt 41.326 Starter (offizielle Zahlen) und davon nur 6.850 Finisher beim Marathon (von den ca. 10.000 für die 42,195 km gemeldeten). Hatten doch einige die Hosen voll 😉

Summa summarum war der 30. Jubiläums Wien Marathon business as usual. Eigentlich hätte ich mir mehr erwartet. Nicht von meiner Leistung. Die war ganz in Ordnung.

Ein Kurzvideo hier.

Stay tuned. Cristian Gemamto aka @ketterechts.

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