Rennradtraining in Istrien. Tag 3.

Ein Bericht von ketterechts - dem Rennradblog und Eventliveblogger.
Alle Wege führen nach Rovinj.

Alle Wege führen nach Rovinj. So wie alle Wege wieder nach Porec zurückführen. Warum ich das weiß? Ganz einfach, weil ich es selbst erlebt habe. Erlebt habe ich auch, dass man nicht immer einem Garmin trauen soll. Ja, denn Garmin ist ein sturer Bock, der immer alles besser wissen will.

So geschehen heute. Auf dem Programm eine Tour über das Landesinnere nach Rovinj und dann wieder retour. GPX Datei hochgeladen und weggefahren. Ich will zum Startpunkt der Tour geführt werden. Garmin führt mich. 20 Meter davor biege ich rechts ab. Ich bin auf der geplanten Strecke. Doch was macht der Garmin? Er zwingt mich ständig umzudrehen. Ich check nicht warum. Doch, jetzt check ich es. Die Funktion an den Startpunkt der Tour zu fahren lässt sich nicht automatisch aufheben, wenn man irgendwie doch früher auf die richtige Strecke kommt. Das wusste ich nicht. Ich wusste auch nicht wo ich bin. So habe ich dann doch nachgegeben und bin dem Garmin gefolgt. Leider. Die Tour stand von Anfang an unter keinem guten GPS-Stern. Erst als der Startpunkt erreicht war, ließ sich der Garmin erbarmen. Um uns denselben Weg zu ersparen, haben wir dann eine andere Variante gewählt. Mit einer old-school Karte. Ja. So wie früher.

Erfahrungen von ketterechts - dem Rennradblog und Eventliveblogger
Knapp daneben ist auch vorbei.

Irgendwann waren wir dann doch wieder auf der Originalstrecke und wir konnten die besten Teile dieser genießen. Ein paar schöne Abfahrten und Steigungen. Von Kringa nach Sveti Petar U Sumi. Von dort dann nach Zminj. Hier dann auch wieder totales Versagen. Streckenabweichung. Und dann aufgrund der verlorenen Zeit die Entscheidung nach Rovinj zu fahren. Vollgas. Immer zwischen 45 und 50 km/h. 24 km in weniger als 28 Minuten Fahrzeit. Rovinj. Umkehren und die selbe Strecke retour. Wir sind wieder dort, wo wir sein sollten. Noch knapp 49 km bis nach Porec. Wir haben Stress. Ein Mitstreiter hat um 1600 Uhr ein Telco. Das wird sich nicht ausgehen.

Ortsunkundig wie wir sind, nehmen wir eine kleine Abkürzung. Wir sparen uns 10 km und biegen Richtung limski zaljev rezervat. Ein traumhaft schöner „Fjord“. Die Straße erhebt sich jetzt entlang des Wassers. Während ich fotografiere überholen mich zwei ganz schnelle Jungs. Ich hänge mich an sie an. Mit Mühe und Not erreiche ich den Scheitelpunkt. Es kommt noch dicker. Eine ganze Truppe junger tschechischer Rennradler fährt an mir und meinem Kumpeln vorbei. Ich lasse mich nicht zwei Mal bitten und hänge mich in deren Windschatten. Wir werden akzeptiert. Das Begleitfahrzeug der Gruppe lässt sich hinter uns fallen. Das Tempo ist hoch. Die Jungs kreiseln. Wie lassen aus, wollen nicht stören. Nochmals zwischen 45 und 50 km/h. Es ist ein Tempospass. Einfach nur geil. Bei Funtana lassen die Jungs nach. Sie rollen aus und verabschieden sich dann Richtung Meer. „Thank you guys“. Wir werden gegrüßt und begeben uns auf die letzten drei Kilometer unserer heutigen Tour. In Summe 112 km und 1.400 Höhenmeter. Schnitt bei 29 km/h. Nicht schlecht trotz mehrerer ungeplanter Stopps. Details erspare ich. Es geht um ungewolltes Austreten in der Natur. Mehrmaliges. Telco ist sich doch ausgegangen.

Fazit: Lerne den Garmin zu bedienen, zu verstehen und nicht immer zu vertrauen. Oder lerne koratisch und frage nach dem Weg.

Morgen plane ich den Ucka. Mal sehen ob ich ihn finde bzw. ob ich wieder nach Hausse ins Hotel zurückfinde.

Cristian Gemmato aka @_ketterechts
#ketterechts #istria #croatia #valamarmoments #valamarlovesbike

PS: Istrien ist einfach genial. Ich habe noch lange nicht alles entdeckt. Und es gibt sehr vieles zu entdecken.

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