Rund um den Lainzer Tiergarten.

Laufen in Wien. Das ist nicht nur Großstadt. Das ist nicht nur Asphalt. Das ist nicht nur Stop-and-Go an Kreuzungen. Das ist auch Trail. Denn rund um die Stadt bieten sich viele Möglichkeiten. Da kennt sich peterslaufblog am besten aus. Einfach mal fragen. Oder mitlaufen.

Es ist der Wienerwald. Er fasziniert. Der nördliche und der westliche. Ich bezeichne das mal so. Nördlich die Weinberge. Westlich der Lainzer Tiergarten. Genau dieser ist mein Revier. Entweder innerhalb oder und vor allem außerhalb. Rundherum.

Rund um den Lainzer Tiergarten. Das ist sicher keine Erholung. Auch wenn die weitläufige Gegend als solche bekannt ist. Rund um den Lainzer Tiergarten ist vor allem ein auf und ab. Ein Trail so wie man ihn sich wünscht. Offiziell hat die Strecke von A zu A ca. 23,5 km und an die 1000 Höhenmeter. Mit der Möglichkeit mannigfaltige Optionen zu ziehen. Gestartet werden kann beliebig an den verschiedenen „Toren“. Je nachdem, wo man zu Hause ist und welchen Abschnitt der Strecke man am liebsten zum Schluss machen will. Empfehlenswert ist Start und Ziel am Nikolaitor zu wählen. So hat man auf den ersten 2 – 3 km eine flache Passage um sich gut einzulaufen.

Ich selber bin die Originalstrecke noch nie gelaufen. Der Grund. Ich mag nicht mit einem öffentlichen Verkehrsmittel oder mit einem Auto anreisen. Zuletzt habe ich die Strecke vom Wienerberg in Angriff genommen.

Entlang der Wienerberg Straße geht es Richtung Schönbrunnpark. Hier ist man dann als Trail-Läufer im Mittelpunkt. Vor allem der Trinkrucksack macht Wetter bei den hunderten Touristen. Einmal durch den Schlosspark Schönbrunn geht es dann entlang des Wiental Radweges Richtung Westen und zum Nikolaitor. Hier hatte mein Lauf bereits gute 9 Aufwärmkilometer. Beim Nikolaitor geht es dann entlang der Parkmauer Richtung Auhof. Wo auch gleich die ersten Steigungen beginnen. Zuerst geht es noch halbwegs gemütlich rauf und runter. Man überquert die A1 und sticht dann in den sumpfigsten Teil der Strecke (ein weiterer folgt dann noch später).

Zu emfpfehlen sind sicher Trail-Laufschuhe. Weil man eigentlich fast immer feuchten und nassen Untergrund findet. Da ich selber immer einen weiten Anlauf habe, verzichte ich auf Trailschuhe. Am Asphalt würden mir diese die Beine kaputt machen. Normale Laufschuhe haben dann halt den Nachteil im Gelände. Es gibt sehr viele steile Passagen. Da braucht man schon einen guten Tritt. Gelaufen bin ich mit meinem Winter Kilometerfresserschuh.

Nach ca. 17 km erreiche ich den höchsten Punkt der Strecke. Nach einem langen und sehr kräfteraubendem Anstieg. Hier treffen sich nicht nur Fuchs und Hase sondern oft auch Läufer und Mountainbiker. Die Läufer bergauf, die Mountainbiker bergab. Letztere wählen bei Rund um den Lainzer Tiergarten fast immer und ausschließlich die Varianten im Uhrzeigersinn. Weil diese Passage gegen den Urzeigersinn mit einem MTB fast nicht fahrbar wäre. Zumindest für mich. Man muss läuferisch schon ab und zu mal die Hände benutzen.

Nach dem höchtsten Pünkt geht es durch den Mischwald entlang bis zu einer Forstraße, welche von Laab im Walde heraufführt. Diese läuft man 2 km bergab. Die Abzweigung zum Laaber Tor ist dann nochmals steil und nach den bergab Kilometern auch recht schmerzhaft. Zum Glück ist diese nicht sehr lang.

Weiter geht es dann durch den Wald oberhalb bewohntem Gebiet. Man erreicht dann aus meiner Sicht aus gesehen den wohl spektakulärsten Teil der Strecke. Auch Planetenwanderweg genannt. Speziell jener Teil durch hohe Birkenwälder mti Blick auf eine alte Brücke/Eisenbahntrasse hat’s in sich. Dieser Teil der Strecke ist auch wieder sehr feucht und rutschig. Also aufpassen.

Man verlässt hier immer wieder die Tiergartenmauer. Einmal entlang, dann wieder mal etwas weiter weg. Vorbei geht es an einer großen Lichtung mit einem kleinen Forstweg. Wenig später erreicht man das Gütenbachertor. Von hier geht es zuerst einmal entlang der Anfahrtsstraße bevor man wieder links abbiegt, ein paar schmerzhafte Höhenmeter in Angriff nimmt, um dann entlang der Mauer an den äußersten bewohnbaren Teil der Stadt Wien (13. Bezirk – Anhöhe mit super Blick nach Osten und Süden) zu erreichen. Aufpassen. Denn hier ist Grund und Boden viel wert 😉 Zum Lainzer Tor sind es nur mehr wenige Asphaltmeter.

Wer jetzt die Originalstrecke weiterlaufen will, der nimmt das St. Veiter Tor im Angriff. Außen um, nicht leicht zu finden. Ist der Tiergarten geöffnet kann man auch innen laufen. Das ist einfacher und übersichtlicher. Außen um geht es offiziell zick-zack durch bewohntes Gebiet. Vom Lainzer Tor geht es dann mit vielen Höhenmetern Richtung Wienblick. Dann nochmals rauf und runter (das tut dann schon sehr weh) mit einer abschließenden laaaaangen Bergabpassage zum Nikolaitor.

Ich bin vom Lainzer Tor wieder zu meinem Ausgangspunkt dem Wienerberg gelaufen. Nicht spannend. Überhaupt nicht spektakulär. Im Summe waren es 34 km ind 3h15min. Nicht schlecht für Anfang Jänner.

Fazit:
Rund um den Lainzer Tierpark ist ein super Trail. Anspruchsvoll und auch charakterbildend.

Weitere Berichte über Trailläufe rund um Wien folgen.
stay tuned

Cristian Gemmato aka @_ketterechts

1 Kommentare

  1. Mir hat, zugegeben nicht ganz fit, der Teil Hermesstr. – Jenbachstr. – St. Veiter Tor – Adolfstor – Markwaldstiege fürs erste gereicht. Eine kompl. Runde muss heuer aber mal drin sein.

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