Vom Titanmann zum Ironmann. Die Suche nach Speed.

Noch 8x schlafen bis zum Tag X. Was trainiert ist, ist trainiert. Und was man nicht hat (Kraft, Ausdauer, Technik a.d.R), hat man nicht und wird man in 7 Tagen auch nicht mehr bekommen.

So muss ich mich halt anderswo austoben. Beispielswiese an der Diskussion ums Wetter. Die Hitzewelle ist vorbei, die Temperatur im/am Wörthersee über 25 Grad. Ein neuerliches Neoverbot wie 2012 also nicht unwahrscheinlich. Wenn nicht die nächsten Tage kühler werden. Und danach schauts aus. Egal wie es wird (es wird schön, a.d.R. bzw. Autosuggestion) – es wird. Daran kann ich nichts ändern.

So muss ich mich halt anderswo austoben. Beispielsweise am Fahrrad. Wie am  Foto ersichtlich, habe ich meine Sattelstütze um gut 1en Zentimeter nach oben gezogen. Warum? Weil ich doch gemerkt habe – glücklicherweise konnte ich die letzen Wochen doch ein paar Kilometer abspulen – dass mein Tritt in der Ebene zu sehr von einer „bergauf“ Position heraus immer unrunder wurde. Das heißt ich habe von oben nach vorne in die Pedale gedrückt. Das war bis dato nicht wirklich ein Problem – diese Position war quasi perfekt für mich in den Bergen.

Aber beim Triathlon ist das etwas anders. Da liegt ja der Schwerpunkt eigentlich vor dem Tretlager. Und der Triathlet tritt von oben mehr nach hinten in die Pedale. Aus der Hüfte heraus. Das entlastet die Beinmuskulatur. Das ist auch nur möglich, weil TT Räder einen steileren Sitzwinkel haben. Meist um die 78 Grad (herkömmliche Rennräder hingegen 73 bis 76 Grad). Der steilere Sitzwinkel hebt den Fahrer und legt in quasi auf den Aerolenker in eine komfortable Liegepositon. Das verringert den Luftwiderstand. Bei einem Test haben die Mitarbeiter des Rennradmagazin Tour (Ausg. 1/2007) immerhin 172 Watt Leistungunterschied bei gleicher Geschwindigkeit gemessen zwischen Oberlenkerhaltung Rennrad und optimaler Zeitfahrrad-Einstellung. Ich wiederhole: 172 Watt!

Ich bin also von der Geomerie etwas eingeschränkt. Noch mehr Spielraum wäre eine nach vorne geneigte Sattelsütze. Die habe ich nicht gefunden, weil mein Sattelrohr „aeroverseucht“ ist. Aerolenker? Fehlanzeige. Bei meinem Lenker passt keiner drauf.

Also Wurscht. Mein Fahrrad ist jetzt so eingestellt. Die Markierung zeigt mir wo ich vorher war. Ich kann also immer noch zum „Ursprung“ zurück. Werde noch etwas tüfteln – denn sonst ist die Zeit bis nächsten Sonntag zu fad.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: auf der Ebene habe ich mit der neuen Position gleich ein paar „Placebo“ km/h gefunden. Und Hüft- sowie Rückenschmerzen. Rock it.

2 Kommentare

  1. Hmm, derart massive Änderungen an der gewohnten Sitzposition so knapp vor einem Wettkampf, noch dazu vor einem Ironman, zu machen halte ich ehrlich gesagt für ein sehr großes Risiko! Hoffentlich bekommst keine Knieschmerzen …

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