3-Königslauf in Schildorn

6. Jänner 2013. Genau 20 Tage vor meinem 1. Ultramarathon in Rodgau (50 km). Ich habe wieder einmal nicht „Nein“ sagen können und mich überreden lassen, am 3-Königslauf in Schildorn mitzumachen. 30 km und 700 Höhenmeter. Übrigens. Ich habe auch für Rodgau nicht nein sagen können.

Ich nehme es vorweg. Die 30 km habe ich samt Höhenmeter in 2 Stunden 26 Minuten und 44 Sekunden hinter mich gebracht. Das macht einen Schnitt von 12,2 km/h bzw. 4:54/km. Ich erwähne es am Rande, da ich mich schon längst von den Minutenzeiten verabschiedet habe. Lauf auch nicht mehr mit Pulsmesser oder so. Mir geht es darum Spass zu haben. Das ewige diskutieren über Sekunden, Minuten, Splits, Pulsfrequenzen … ein anderes Thema.

Es waren 30 harte, windige und nasse Kilometer. Am Ende wog ich möglicherweise an die 10 kg mehr. Ich hatte um kein Kleidungsstück zu wenig und zu viel an. Genau richtig. Gelaufen bin ich mit meinem erprobten ASICS DS Trainer. Den grünen. Ich weiß nicht der viewielte es ist. 18 vielleicht? Aufgrund der Nässe und der vielen Bergabpassagen habe ich mir die Hornhaut der kleinen Zehe (ja ich habe dort eine Hornhaut, welche ich normalerweise von der Pediküre entfernen lasse, aber im Winter nicht, denn im Winter trage ich selten Flip Flops und so müssen die Füße auch nicht zu 100% herzeigtauglich sein – sollten sie aber) zu sehr strapaziert – echt bescheuert, ähhhm gescheuert. Das tat höllisch weh. Von Kilometer – ziemlich von Anfang an. Ich habe dann immer mit dem rechten Fuß in den Boden gestampft und mit dem Fuß im Schuh weiter nach vorne zu rutschen. Kann sein, dass ich deshalb auch so langsam war 😉 Ich lerne daraus: Pediküre auch im Winter.

Am meisten habe ich bergab gelitten, da ich das Tempo meiner Mitläufer nicht halten konnte. Entweder bremse ich zu viel oder ich bremse zuviel. Auch deshalb, weil ich schon seit Jahren immer wieder am Schienbein innen Schmerzen habe. Shin Splints oder auch Schienbeinreizung. Einmal links, einmal rechts, heuer wieder links. Seite meinen Eskapaden in den Bergen (Lech/Zürs, Kleinwalsertal und Bad Kleinkirchheim – ich habe davon schon auf Facebook berichtet). Zu viel Berglauf und zu viel Bergablauf. Und der unruhige Untergrund (Schnee, Eis …) tun meinem alten Knochen nicht gut. Knochen, denn Waden hat mir der liebe Herrgot keine gegeben. Mal sehen wie lange es dieses Mal dauert, bis ich wieder schmerzfrei bin. Letztes  Jahr waren es ein paar Monate. 

Im Summe muss man sagen, dass Schildorn echt hart ist. Doch mit etwas Training ist das schon zu machen. Meines verlief bis dato recht gut. Habe ein paar lange Läufe – hauptsächlich rund um den Lainzer Tiergarten – gemacht. So viele wie schon … muss nachdenken … eigentlich eh noch nie. Ein paar 30iger, einen 40iger und viele Bergläufe. Ohne Plan und nach Motivation bzw. Challenge.

Jetzt ist dann Rodgau an der Reihe. Ich ich schwöre, dass ich dort sterben werde. 50 km sind kein Spaziergang.

Rock it. Cristian Gemmato aka @ketterechts.

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