5. quaeldich.de Tauernrundfahrt. Vorschau auf Tag 2.

Der heutige Tag war ein Traum in Schweiß. Bei 36 Grad + im Schatten war es eine Herausforderung die Etappe zu Ende zu fahren. Es war wie, wenn dir jemand 6 Stunden mit einem heißen Föhn ins Gesicht bläst. Wir haben es überstanden.

Morgen steht die Monsteretappe am Speiseplan. 130 km und knappe 3.000 Höhenmeter. Ein schöner Sonntagsausflug. Bei nochmals ein paar Grad mehr. In den Tälern. Sogar am Sölkpass, dem Highlight des Tages soll es 25 Grad haben.

Gleich in der Früh erwartet uns eine Talabfahrt. Es geht von Tauplitz hinunter ins Ennstal. Diszipliniert. Denn heute würden wir (Gruppe 1) ein paar Mal zu viel von unseren Guides zurechtgestutzt. Zur Recht. Sicherheit geht vor.

Unten im Ennstal werden wir dann in Richtung der ersten Asphaltblase rollen. Ein paar Kilometer zum warmfahren bis Stein im Ennstal. (Achtung Ironie). Die Anfahrt in den Sölkpass wird uns schnell vor das Vorderrad geworfen. Zuerst geht es einmal etwas heftig bergauf. Dann schmiert es nur mehr. Vor zwei Jahren sind wir dank Hannes hier mit 35 km/h + hineingebrettert, als gäbe es am Ende des Tales Freibier und Gratis Carbonteile. Das wird morgen sicher anders. Nachdem wir uns heute fast selbst abgeschlachtet haben, wollen wir es gemütlicher angehen. (Achtung Ironie).

Die Aufahrt zum Sölkpass ist landschaftlich sicher ein der schönsten. Allen voran die Niederen Tauern, welche nicht wirklich niedrig sind. Erhebt sich der Sölkpass bis knapp über 2.000 Meter. Die letzten Kehren über der Baumgrenze. Mit direkter Sonneneinstrahlung. Schutzfaktor 50+ empfehlenswert. Die Belohnung oben. Mittagessen.

Die Abfahrt hinunter Richtung Richtung Schöder wird hoffentlich für Abkühlung Sorgen. Was uns unten im Tal erwarten wird, wissen wir nicht. Ich denke, dass die Luft ziemlich stehen wird. Aber da müssen wir durch. Wir wollen ja den Prebersee erreichen. Bergauf. Dieser kühle See ist bereits Tauernrundfahrt erbrobt. Sprung ins Wasser inklusive. 2011 endete die Etappe im 10 km entfernten Tamsweg. Heuer müssen wir aber noch an die 40 km zurücklegen.

Über das Thomatal geht es entlang der Bundschuh Landesstraße auf den Schönfeldsattel. Leicht bis mäßig bergauf. Wird sich wohl wie eine Horse Kategorie anfühlen. Bestimmt. Wir hoffen auf etwas Schatten. Der Schönfeldsattel ist gleichzeitig die Grenze zwischen der Steiermark und Kärtnen. Das heißt, dass wir dann nach Salzburg, OÖ und eben der Steiermark im vierten Bundesland Station machen. Etappenziel ist Innerkrems. 3 km Abfahrt auf einer Straße, wo das anzeigen von Schlaglöchern keinen Sinn macht. Man hätte die gesamte Zeit keine Hand am Lenker.

Morgen wird sich zeigen, wer heute seine Kraft bereits verschossen hat. Ich vermute unter denen zu gehören.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.