bike4dreams 2012 -1/3

Zuallerest die Eckpfeiler dieser längeren Radausfahrt: 305 km und an die 2.000 Höhenmeter. +/-, denn mein Garmin zeigte weit mehr an. Was wohl am Garmin liegt. Aber das wäre jetzt eine ganz andere Geschichte.

bike4dreams, das ist radeln für einen guten Zweck. Bedürftige Kinder und deren Familien. Ein Projekt des Vereins need4speed, welches bereits zum xten Mal durchgeführt wird. Eine einfache Idee, welche sehr viel bringt. Dieses Jahr waren es € 9.000,-.

Mit dem Rennrad nonstop von Wien nach Klagenfurt

Und ich war dabei. Gehört habe ich davon bei der Teilname an der Tauernrundfahrt im letzten Jahr. Angemeldet habe ich mich heuer dann sehr kurzfristig. Mit etwas Glück, denn die Plätze sind limitiert. 305 km radeln und dabei anderen helfen. Was will man mehr. Zudem bin ich die selbe Strecke im letzten Jahr ganz allein als Vorberietung auf den IM in Klagenfurt gefahrten. Und dieses „Erlebnis“ wollte ich wiederholen. 305 km stehen zwar auf keinem Trainingsplan, aber sie sind charakterbildend. Wer diese fahren kann, dem können 180 km dann nix oder wenig antun. Oder doch viel.

Pünktlich um 6.00 Uhr wurde in Wien (U6 Station Siebenhirten) gestartet. Tags zuvor gabe es noch ein Briefing der Kapitäne. Verhalten in der Gruppe, Anweisungen, Regeln, Motivationstipps … Und Nudeln. Pasta für 28 Personen. Normalsterbliche. Nicht solche, die am nächsten Tag an die 5.000 – 7.000 Kalorien verbrauchen sollten. Im Klartext: Viel zu weniig. Das Wetter war perfekt. Etwas frisch, aber angesagtes Badewetter war Motivation genug. Mit dabei auch 4 Damen. Und Begleitfahrzeuge. Ein Schlusswagen und ein Buffetwagen. Profitum der Extraklasse.

Locker, lässige ging es die B17 Richtung Wiener Neustadt. Immer schön in 2er Reihe. § 68 StVO lässt grüßen. Die Zeit und die Luft (jene in den Lungen) erlaubten das eine oder andere Plauscherl. Man will ja wissen, mit wem man da mitfährt. Außer den vielen Ampfeln und eine elend lange Gerade am Ende von Wiener Neustadt, war die erste von 10 Stunden am Rad, das was man eine Sonntagsausfahrt nennen würde.

Kaum war aber Gloggnitz Richtung Schottwien passiert, war Schluss mit lustig. Das Feld wurde nervös. Der Grund: Die bevorstehende „Bergwertung“ am Semmering. Neben der Bergwertung in Perchau am Sattel und dem Zielsprint in Klagenfurt ein zur Tradition gewordenes Highlight. Vorne formierten sich die Bergziegen. Sofort wurde klar, wer Ambitionen auf den Titel des Bergkönigs hatte. Der Rest vom Feld hielt sich vornehm zurück.

Kurz nach der Ortsausfahrt von Schottwien, dann das Zeichen. Die Strecke war freigegeben. Und es dauerte keine 3 Atemzüge, waren die „Favoriten“ bereits vorne weg. Mit höllischem Tempo. Dass die Pause oben länger sein würde, je schneller man oben ist, dürften sich da ein paar sehr ans Herz gelegt haben. Weitere 3 Atemzuge später, war das große Feld weit auseinandergerissen. Jetzt gab es keinen Windschatten mehr. Jeder war auf sich allein gestellt. Grüppchenbildung war angesagt. Gemeinsam hoch. bike4dreams ist kein Rennen, aber die Bergwertungen …

Alle schafften es und oben wartete schon ein köstliches Buffet. Und der Winter. Gefühlte Null Grad. Umziehen. Stärken. Diskutieren. Sinnieren. Bewundern. Zu mehr war nicht Zeit. Doch. Trinken. 90 von 305 km waren absolviert.

Die Abfahrt Richtung Spital am Semmering war dann ein Gruß an das Rheuma und an den Zahnarzt. Ich hatte Angst, mir die Plomben aus dem Gebiss zu zittern. So kalt war es.

… Fortsetzung folgt.

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