Nassrasierer für die Beine im Test. Nivea Protect&Shave mit Schwinggelenk.

Der erste Rasierer mit Schwingelenk.

Die Diskussionen darum, ob und warum wir Rennradmänner unsere Beine rasieren sollten sind fast so alt wie der Radsport selber. Für viele ein Muss. Ein Drang. Für andere leider nicht. Neben der Ästhetik und der Eitelkeit sind die Gründe gut nachvollziehbar. Bessere Wundheilung und angenehmere Massagen.

Teilweise unerforscht ist aber die Frage, mit was die Beine rasiert werden.  Neben dem Trimmer für jene, die das Rasieren in den Wintermonaten abstellen, stehen uns Männern dafür viele Frauenprodukte zur Verfügung*. Sie versprechen viel. Ob sie das halten? Ich habe versucht es herauszufinden.

Eine echte Innovation verspricht der neue Rasierer von Nivea. Mit Schwinggelenk. „Protect&Shave„. Kaum habe ich die Werbung gesehen und mir das Versprechen einverleibt, hatte ich dieses vermeintliche Wunderding bereits in meiner Tasche. Natürlich nachdem ich es auch bezahlt hatte. Drei Einwegrasierer zum Preis von knapp € 9. Leistbar. Im Vergleich zu den männergerechten Machs von Gilette. Hier belastet eine (Ersatz)Klinge gleich mit bis zu € 10 das Familienbudget.

Der erste Test am feinen Bein verlief unspektakulär. Zwar hält das Produkt, was es verspricht – es passt sich sehr gut an die Beinkonturen an. Dafür hatte ich das Gefühl einen Gummistick in der Hand zu haben. Kein direktes Feedback. Ich habe kein einziges Haar gespürt, welches ich mit den 5 Klingen aus der natürlichen Umgebung herausreisen wollte.  Vor allem rund um das Knie. Hier ist das Schwingelenk nur von Nachteil. So steif konnte ich mein Knie nicht durchbiegen oder anwinkeln, dass ich freie Bahn hatte mit einem Zug die Haare zu entfernen. Immer wieder musste ich mit dem Schwingkopf kämpfen. Je mehr ich auf das Bein drückte, desto mehr drückte mich der Schwingkopf davon weg. Die Haare am Bein hatten dabei ihren Spass. Ich hörte ihre Schadenfreude. Sofort habe hab ich meinen BIC-Rasierer vermisst. Der Traktorpflug unter den Rasierklingen. Mit ihm wären die Haare beim Anblick gleich freiwillig aus ihrer Wurzel gesprungen. So dauerte eine glatte feine Rasur (Anmerkung der Werbeabteilung von Nivea) wie eine Ewigkeit. Kein Blut, kein Aua, kein Fluchen, kein Schnitt. Mein Gott. Wie langweilig und uneffektiv.

Ein anderes Kapitel ist der Venus Breeze von Gilette. Mein Favorit. Große Klinge und vor allem fixe Klinge. Mit diesem Gerät kann ich pflügen, ackern und wildern. Jedes einzelne Haar wird dabei vernichtet. Das Gel Kissen (gibt es mit verschiedensten Esoterik-Extrakten) hinterlässt dann ein sanftes kühlendes Gefühl. Gepaart mit den Blutspuren rinnt es verdickt das seidenfein rasierte Bein bis zur Duschtasse hinab, wo es dann im Duschwasser hitchkockgerecht inszeniert den Weg zum Abfluss findet. So wird Nassrasieren zum gruseligen hollywoodtauglichen Schockbuster.

Weitere Tests folgen.

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_dieketterechts
#faceyourpassion

*hoffe mich hier politisch korrekt ausgedrückt zu haben. Eine Verpackung mit den Beinen eines Rennradfahrers habe ich ja bis dato vergebens gesucht. Nur schöne lange weibliche Beine zieren diese Produkte.

1 Kommentare

  1. ich nehm einwegrasierer,die sind billig,scharf und man kommt überall dran^^ hab auch nie kleine stoppeln über!davon gibts ja auch für männer,wollt ich das nächste mal ausprobieren!

    also mich hab auch einen von venus,der rasiert nicht halb so gut,wie die billigen von balea!nehme auch keinen rasierschaum,sondern ganz normales duschgel!

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