Ich mache eine Rennradreise und packe ein.

Was kommt in den Koffer? © Fotolia

Was habe ich für ein Glück. Ich darf wieder auf Rennradreise gehen. Durch die Tauern bei der quaeldich.de Tauernrundfahrt. Dientner Sattel, Filzensattel, Gerlospass, Großglockner Hochalpenstrasse, Schönfeldsattel, Sölkpass, Postalm. Die wohl letzte Tauenrrundfahrt in dieser Form. Aber das ist eine andere Geschichte. In diesem Blogbeitrag geht es um das Thema Gepäck. Was packe ich ein? Was nehme ich mit? Was darf nicht fehlen? Auf was kann ich verzichten?

Fünf Tage am Rad sind nicht viel. Fünf Tage Material aber schon. Denn für die fünf Tage brauche ich nicht nur Gewand, sondern auch etliche Ersatzteile und Werkzeuge. Selbst ist der Rennradfahrer. Auch wenn bei den Reisen mit Roland W. von quaeldich ein Mechaniker dabei ist. Samt Ersatzteilen. Und Roli hat alles was ein Campagnolo Freak so braucht. Zum Ersatzmaterial dazu kommt noch jede Menge technisches Equipemeint für meine Video- und Fotoreportagen.

Also. Ich selber packe wie immer im letzten Augenblick. Etwas Erfahrung hilft mir vielleicht. Der Kick, etwas zu vergessen, ist immer dabei. Bevor das Packen aber beginnt, checke ich natürlich mein Rad. Für die 11.000 Höhenmeter benötige ich gut funktionierende Bremsen. Ja. Auch ich bremse. Selten. Und wenn, dann hauptsächlich bergab. Die Bremsbeläge sind also meine Achillesferse. So halbe Sachen mag ich nicht. Entweder tausche ich die Bremsbeläge gleich aus oder ich nehme mir neue mit. Für meine Alu-Laufräder sind das je nach Budget die original Campagnolo oder die Swisstop mit dabei. Auch dieses Mal. Beide funktionieren und sind leicht einzubauen. Mit leichten Vorteilen für die original Campagnolo. Die schnappen besser ein. Bremsbeläge verbrauche ich auch deshalb überdurchschnittlich, weil meine M.o.s.t. Laufräder eine Rille haben. Diese dienst zur Kontrolle, ob die Felge noch ok ist. In dieser Rille sammelt sich aber das Regenwasser und das wäscht mir dann die Bremsbeläge aus. Hat wohl keiner daran gedacht, als es das konzipiert hat. Für die Carbonlaufräder setzte ich auf die roten Campagnolo Bremsbeläge.

Je nach Profil wähle ich auch die richtige Übersetzung aus. Heuer werde ich eine 11-27 montieren. Reicht auf alle Fälle für die bevorstehenden Klettertouren. Für die Option Kitzbühler Horn packe ich ein 29er 3er Ritzelpaket ein (23, 26, 29 statt 23, 25 und 27) zusätzlich ein. Damit kann ich die 11, 12, 13, 14, 15, 17 , 19 und 21 jederzeit ergänzen. Vorne 50/34. Auch die Reifen kontrolliere ich und tausche diese aus, wenn ich merke, dass das Gummi spröde oder alt ist. Gerade eben habe ich hinten einen neuen Hutchinson Fusion Galactik montiert. 25mm. Bei den Carbonlaufrändern ist ein neuer Vittoria Corsa CX 23mm in Vorbereitung. Derzeit wird dieser ausgedehnt. Heute Nachmittag wird geklebt. Mit Magic Mastik ist er ja innerhalb von 12h fahrbereit. Einem Start am Mittwoch steht nichts im Wege. Die Entscheidung Carbon oder Alu wird kurzfristig getroffen. Mit Einbeziehung der 5-Tage Wetterprognose. Derzeit sieht es nach ganz passablem Wetter aus. Zunächst schwül und gewitteranfällig – im Laufe der Woche warm und trockener.

Damit wirklich nichts dem Zufall überlassen wird, schaue ich heute Nachmittag auch noch bei Radsport Grassinger vorbei. Kann sein, dass ich auch die Kette noch tausche. Sie hat schon eine hohe Anzahl an Kilometern am Glied. Kostet ja alles nichts. (Achtung: Ironie).

Zurück zum Packen. Heute fahre ich weg. Demnächst packe ich. Fünf Tage. Fünf ketterechts Garnituren nach dem Motto „look pro – go slow“. Also fünf Mal Radhose und und fünf Mal Radtrikot. Miteinander und zueinander passend. Dazu noch Windweste. In meinem Fall drei Sorten. Damit alles zusammenpasst. Ärmlinge, Beinlinge, Knielinge, Regenjacke, Regenhandschue, Regenüberschuhe, vier Unterhemden, zwei Radmützen, fünf Paar Radsocken, zwei Stirnbänder, zwei Buff-Mützen und eine Regenüberhose. Habe ich was vergessen? Hoffe nicht. Ja. Die Radschuhe. Vielleicht nehme ich zwei Paar mit. Und meinen Helm. Auch diesen möglicherweise doppelt. Und die Radbrillen. Auch in zweifacher Ausführung. Technische Geräte wie Garmin Edge1000 und Pulsmesser dürfen nicht fehlen. Zwei Mal GoPro und zwei Mal Garmin VIRB auch nicht. Dazu noch jede Menge Ladekabel und Stecker.

Medizinisch rüste ich mich mit einer Bepanthencreme auf. Dazu noch Aspirin für den Fall, dass mein Schädel brummt, Sonnencreme, Pantoloc für den Magen und falls die Verdauung nicht mitspielt auch etwas für die Darmreguliereung.

Der Rest ist für die Zeit zwischen dem Radfahren. Obligates und Optionales. Auch hier natürlich im ketterechts-Style.

Am Mittwoch gehts los. Und ihr könnt live dabei sein. Auf Twitter, Instagram und Snapchat (CristianGemmato).

Wir lesen uns.
#ketterechts #trf16 #styliseyourride 

1 Kommentare

  1. Danke für den erfrischenden Beitrag.
    Und natürlich für die Packtipps. Wenns so weit ist, weiß ich, wo ich nachschauen muss. 😉
    Ich behelfe mir immer mit einer Packliste, die aufgrund der langjährigen Reiseerfahrung schon recht ausgereift ist.

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