woom bike. Kinderleicht Radfahren.

woom bikekinderleicht Radfahren

Meine Tochter ist fünf Jahre alt. Sie besucht den Kindergarten. Der tägliche Weg dorthin ist von zuhause weg nicht weit. Weit genug aber, um nicht selber dahin gehen zu wollen „Papa, trägst du mich?“ Gerne und ohne Rücksicht auf meine Bandscheiben, erfülle ich meiner Tochter diesen Wunsch. „Papas sind zum Tragen da. Und zum Kuscheln.“ Mit diesem Satz hatte sie mich. Und wird mich für immer haben. Zum Glück bin ich als Transportmittel nicht immer erste Wahl. Es gibt noch den orangfarbene Dreirad Tretroller und ihr geliebtes gelbes woom bike.

Der Porsche unter den Kinderrädern.

Mit passendem Helm und passendem Zubehör geht es mit dem woom bike in den Kindergarten. Dort wird das Kinderfahrrad dann vorschriftsmäßig durch den Kindergarten geschoben und im Hinterhof geparkt. Dabei grüßt hier täglich das Zweirad-Murmeltier. Perfekt geschlichtet und aneinandergereiht stehen sie da. Die verschiedenen woom bikes. woom 1, woom 2 und woom 3. Samt Zubehör. Denn wenn schon, denn schon. Jedem sein woom bike. Geschmäcker sind verschieden. Die Buben tragen meistens blau. Die Mädchen rot.

woom bike

Jedem sein woom bike

Irgendwie ein Phänomen, oder? Dieses Kinderrad hat anscheinend Wien erobert. Und Österreich sowie den Rest der Welt gleich mit. Warum? Die Frage hat mich beschäftigt

woom bike – Kinderräder mit hohem Intelligenzquotienten.

Überzeugt hat mich bei woom bike die Tatsache, dass sich nicht das Kind an das Rad anpassen muss, sondern dass sich das Rad an das Kind anpassen lässt. Schlau. Ein Kinderrad mit hohem Intelligenzquotienten. Ein woom bike ähnelt sehr einem Laufrad (woom 1). Der Umstieg ist also viel leichter und die lästigen Stützräder können gleich im Keller bleiben. Der Schwerpunkt liegt tiefer und das Kind kann viel leichter das Gleichgewicht halten. Meine Tochter hatte den Dreh schnell herausen.

Ein und dasselbe Rad von der Grundgeometrie her für jedes Alter. Nur der Körpergröße angepasst und mit technischen Finessen erweitert. Von 1 1/2 bis 11 Jahre. Vom Fuß- über Kettenatrieb von Fixschaltung über Gangschaltung. Von 12 bis 26 Zoll.

Es sind halt immer kleine und feine Details, welche den Unterschied machen. Und bei woom bike sieht man, dass „radlnarrische Väter“ dahinterstecken. Allein die farbige Markierung des vorderen und hinteren Bremshebels beim woom 3 ist so simple genial. Grün für hinten. Schwarz für vorne. Das kann sich jedes Kind leicht merken.

Kinderleicht Radfahren. Kinderleicht Rad (ver)kaufen.

In diversen Zeitungen und Magazinen überschlagen sich die Lobeshymnen für woom bikes. Zurecht. Denn es steckt viel Arbeit und Hirnschmalz dahinter. Das sage ich nicht nur als Vater, sondern auch als jemand, der sich seit Jahren mit Rädern beschäftigt. „Wir möchten so wenig Erwachsenenteile wie möglich verwenden.“ Diese Aussage aus einem Interview im Online Fahrradmagazin „drahtesel“ zeugt davon. Eine Kinderhand ist halt anders geformt wie eine Erwachsenenhand. Ergo, sollte ein Bremshebel diesen Unterschied berücksichtigen.  „Wo immer notwendig, sind die Komponenten der Woom-Räder Neuentwicklungen. Wenn möglich, sogar patentiert.“ Das macht Sinn.

Dass Qualität auch ihren Preis hat, ist logisch. Ein woom bike gibt es zwischen € 179,- (woom 1) und € 499,- (woom 6). Aber. Und jetzt kommt es. Die investierte Summe lässt sich aber durch den hohen Wiederverkaufswert und dem „upCYCLING“ rechtfertigen. upCYCLING bei woom bike heißt, dass man beim Kauf eines nächstgrößeren Rades, 40% vom Neupreis des alten zurück bekommt. Meine Tochter wird demnächst genau so von woom 3 auf woom 4 „upgraden“.

Von Klosterneuburg in die weite Welt.

Ich kann den Machern von woom bike nur für ihre Idee gratulieren. Für mich persönlich ist es eine große Freude, den Kinder zuzuschauen, wie sie ihre Lieblingstück durch die Gegend bewegen. Auch wenn ich als Papa zum Tragen dann nicht mehr gebraucht werde. Bleibt ja immer noch das Kuscheln.

ktrchts

 

 

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