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ARBÖ Radmarathon Bad Kleinkirchheim.

1,2, 3 … Start zum ARBÖ Radmarathon Bad Kleinkirchheim

Der ARBÖ Radmarathon Bad Kleinkirchheim. Das sind 106 km und 2.200 Höhenmeter. Über die Nockalmstrasse und entlang des Millstätter Sees. Mit Start und Ziel in Bad Kleinkirchheim. Diesmal war ich in doppelter Funktion vor Ort und dabei. Als Kärntentracker für die Kärnten Werbung und als Ketterechts Blogger natürlich aus. Drei Tage im wunderschönen Bad Kleinkirchheim. Ein Örtchen welches ich schon vom Winter her kenne. Ich sage nur Powder Alarm! Aber das wäre jetzt eine ganz andere Geschichte. Eine die nicht zum Radfahren passt. Viel zu kalt.

Drei Tage Kulinarik, Sport, Genuss und Side Events. Denn zu meinem Glück fand zeitgleich das Fischfest in Feld am See statt. Natürlich habe ich dieses besucht. Zusammen mit Christoph – mein Kärntentracker Kollege. Was sich rund um den Radmarathon so abgespielt hat, das können Sie hier nachlesen. Folgender Blogbeitrag widmet sich ausschließlich mit meinen Erlebnissen beim Rennen.

Vorweg: Die Organisation des Radmarathons ist perfekt. Die Startnummernausgabe funktioniert tadellos. In wenigen Minuten habe ich meinen Zeitnehmchip und jede Menge Gutscheine in der Hand. Pasta, Getränke, freier Eintritt ins Römerbad, Gratis-Massage und ein Radtrikot der Firma Sportful. Bleibt noch viel Zeit um sich in Bad Kleinkirchheim umzuschauen. Beim Krone Kids race zum Beispiel. Oder beim Promi Radrennen zu Gunsten von Licht ins Dunkel. Mit den heimischen Olymmpiasiegern Franz Klammer und Matthias Mayer. Und natürlich bei der Pasta Party. Carboloading wie es so schön heißt. Da man von diesen Kohlehydraten nicht genug kriegen kann, gönne ich mir noch im Genusshotel Almrausch einen deliziösen Kaiserschmarren. Mit Apfelmus.

Sonntag, 6. Juli 2014. 7.30 Uhr. Es geht los. Als Blogger habe ich das Privileg ganz vorne starten zu dürfen. Neben mir der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser. Auch er bereit für die 106 km. Chapeau. Und alle Favoriten des Rennens. Ich fühle mich wie ein Goldfisch im Haibecken. Demut. Respekt. Und etwas Angst. Meine Gefühlswelt zusammengefasst. Es geht los. Meine GoPros sind eingeschaltet. Eine am Lenker befestigt. Die eine hinten an der Sattelstütze. Ich bin der erste. Und führe die Meute an. Ich weiß. Lang wird es nicht dauern und sie werden mich überfahren. Ich genieße die Rolle des Führenden. Mache mich aber gleichzeitig auch ganz klein. Ich will nicht auffallen. Die ersten Ellbogenchecks stecke ich noch weg. Ein etwas stärkerer bringt mich und mein Rennrad ins Wanken. Ich vermeide einen Sturz. Mit Glück. Fluche. Präge mir die Startnummer des „Kollegen“ fest ein. Ich weiß zwar nicht, wo sein Auto steht, aber ich kenne mich in Social Media aus. (Starnummer 235, sofern wer nachrecherchieren will). Denke mir, was soll denn das. Aber das ist wohl Radsport. Das ist wohl Radrennsport. Hat man mir gesagt. Verstanden habe ich es nicht. Denn hier sind keine Profis am Start. Hier sind Hobbyradfahrer zu Hause. Die wie ich nur ein Ziel haben. Gesund am Abend über das Erlebte berichten zu können. Egal. Das Rennen geht weiter.

Die Abfahrt nach Patergassen ist wie immer ein Nadelöhr. Immer mehr Räder drängen sich von hinten an die Spitze. Es riecht nach verbranntem Bremsgummi. Der teilweise schlechte Asphalt ist Schuld. Dann geht es links ab nach Ebene Reichenau. Das Feld ist jetzt ein zusammenhängender Haufen an Carbonmaschinen. Es riecht nach Muskelöl. Es rauscht. Eine Symphonie aus Wind und Kurbelumdrehungen. Links und rechts tauchen immer mehr Räder auf. Ich werde ohne es zu wollen einfach nach hinten gespült. Das ist so. Entweder du pickst am Hinterrad deines Vordermannes oder jeder Millimeter wird ausgenutzt. Da sind schlaue Füchse am Werk. Geimpft mit allem was man im Radrennsport so an Tricks beherrschen muss um sich zu behaupten. Ich bin Laie. Ein Genussfahrer, der hier die falsche Spielwiese betreten hat. Oh mein Gott. Ist ein Triathlon schön und einsam.

Das Feld gleicht jetzt einer Ziehharmonika. Einmal lang gezogen und dann wieder ganz eng. Fast kuschelig. Dann geht es hinauf. Die Nockalmstraße wartet. Vorne weg, wer die Beine dazu hat. Auf nimmer Wiedersehen. Es scheint, als wären doch Profis am Start. Was für ein Tempo am Berg. Ich komme da nicht mit. Fühle meinen Pulsschlag im Hals. 175 Schläge die Minute. Zeit, etwas kürzer zu treten. Ich reihe mich ein. Ziehe meine Kamera aus der Trikottasche heraus. Neben den fixen am Rad habe ich noch eine mobile. Die neue Garmin VIRB. Mit ihr mache ich Bilder. Es ist jetzt schon ziemlich anstrengend. Treten, filmen und fotografieren. Und ja. Auch der eine oder andere Live Tweet geht raus. Auf Twitter und Facebook warten Fans und Follower auf die ersten Eindrücke. Christoph dient als Spotter und verteilt die Meldungen. Auch Kleinkirchheim ist fleißig Online und versorgt jene, die nicht dabei sind mit meinen Bildern. Der Kärnten Radmarathon ist digital. Kärnten ist digital.

Zwei Mal knapp über 2.000 Meter Seehöhe. Das ist die Nockalmstrasse. Sie präsentiert sich heute von ihrer schönsten Seite. Einfach kitschig. Aber so ist Kärnten. Wenn die Sonne scheint. Und die scheint zum Glück sehr oft. Durch den frühen Start um 7.30 Uhr ist die Straße verkehrsarm. Man hat den Eindruck, die Straße sei für den Verkehr gesperrt. Kein Motorrad. Kein Auto. Kein Autobus. Streckenposten an jeder Gefahrenstelle. Also lasse ich es krachen. Mit 80 km/h Richtung Innerkrems. Mit vollstem Vertrauen zum Material. Rolle auf teilweise neuem frischem Asphalt. Hinter mir niemand. Vor mir niemand. Ich bin allein mit mir, meinem Rennrad und den Nockbergen. Ein Traum.

Allein mit sich zu sein ist für Geist und Seele recht gut. Ausgesprochen gut. Für ein Radrennen aber ein großer Nachteil. Pech. Von der Glockenhütte hinunter nach Innerkrems und Vorderkrems sowie hinaus auf die B99 bis Trebesing, also fast das gesamte Liesertal, im Wind. Das kostet Kraft. Viel Kraft. Die Gruppe vor mir ist zwar in Sichtweise. Aber allein kann und will ich diesen Husarenritt nicht wagen. Ich bin ja Hobbysportler. Ich schaue zurück. Aber es kommt keine Hilfe. Also weiterfahren. Allein. Dann kam die Rettung. Nicht das Rote Kreuz. Nein. Eine „Packerl“. Ich lasse mich einholen. Ordne mich ein und fahre mit. Wir sind bereits in Seeboden am Millstätter See. Noch knapp 25 km bis ins Ziel. Entlang des Sees wird Tempo gemacht. Wir wechseln uns vorne ab. Mit wir meine ich 2 – 3 Fahrer. Der Rest leistet keine Führungsarbeit. Aber auch keinen Wiederstand, wenn es leicht bergauf geht. Es gibt nochmals Wasser zum Nachfüllen. Dieses mal am Ende einer kleinen Steigung. Nicht auf der Geraden, wo man mit 40 km/h kaum eine Wasserflasche fassen kann. Wir erreichen das südliche Ende des Millstätter Sees. Es geht Richtung Radenthein. Die letzten 600 Höhenmeter warten. Es ist 11 Uhr. Sie Sonne brennt. Im Feld ist es still. Entweder taktiert man oder man ist kurz vor dem sterben. Metaphorisch gemeint. Leider gibt es heuer keinen „Empfang“ in Radenthein. Echt schade. Hier gab es die letzten Jahre immer Disco Beat und Cola bzw. Red Bull. Das hätte ich gebraucht. Eben für den letzten Kraftakt hinauf nach Bad Kleinkirchheim. Die letzten Bilder. Die letzten Videosequenzen. Die letzten Tweets. Bad Kleinkirchheim ist erreicht. Das Ziel in greifbarer Nähe. Noch eine Linkskurve. Zielbogen. Habe fertig. Chip retour geben. Kaution kassieren und ab zur Stärkung. Man trifft bekannte Gesichter und diskutiert gleich als wäre man im Sportstudio. Wie die Profis. Also doch. Zu erzählen gibt es vieles.

Der ARBÖ Kärnten Radmarathon 2014 ist Geschichte. Perfektes Wetter. Super Strecke. Bad Kleinnkirchheim nockt. Nicht nur weil der Radmarathon hier Station macht. Man kann hier entspannen. Aktiv, wie auch passiv. Adria Trail, MTB Trails, Rennrad, Laufen … meine Welt. Ohne dass der Genuss zu kurz kommt. Hier wird großer Wert darauf gelegt, heimsiches zu servieren. Von der Marmelade, über die Kräuter, die Fische und das Fleisch. Immer mit dem Gewissen extra. Kärntner Gaumenfreuden. Ich habe es genossen. Und komme gerne wieder. Mit oder ohne Rennrad. Eher mit Rennrad. Oder im Winter mit den Ski. Aber das wäre eine andere Geschichte.

Stay tuned.
Crisitan Gemmato aka @_ketterechts.

PS: Video vom Radmarathon gibt es natürlich auch.

Train the Blogger powered by Stiegl Sportweisse – das ultimative akkoholfreie Gewinnspiel

Heißer Preis kühl zu genießen – Stiegl Sportweisse

And the winner is! Moment. Das wäre jetzt zu einfach. Einen Namen hinzuschreiben, zu gratulieren und einen kurzen Blogbeitrag zu beenden.

Nein. Ich möchte es spannend machen. Der Iroman Austria 2014 ist Geschichte. Ich bin einer von vielen Finishern. Zum xten Mal eine Langdistanz beendet. Es ist meine drittbeste Zeit ever. Knapp langsamer als im letzten Jahr und weit über meiner persönlichen Bestzeit von 2011. Da war ich nach extakt 10h4min im Ziel. Ich schreibe es gerne, weil es wohl eine Zeit bleiben wird, die ich so schnell nicht mehr erreichen werde.

Der Ironman 2014 ist Geschichte. Zeit auch das ultimative alkoholfreie Ketterechts Train the Blogger Gewinspiel zu beenden. Mit der Verkündung des Siegers oder der Siegerin. Zuerst aber ein Danke an alle, die an mich geglaubt haben und ihren Tipp abgegeben haben. Fast alle haben mich irgendwo zwischen 10 und 11 Stunden gesehen. Ich eigenltich auch. Leider lagen die allen daneben. Ich auch. Ein ausführlicher Erlebnisbericht folgt noch. Keine Sorge. Hier geht es nur um das Gewinnspiel und um die eine Kiste +Stieglbrauerei  Sportweisse.

Originaltipp des richtigen Tipps

Zu meiner Leistung:

swim: 1:12:39
T1: 7:31
bike: 5:14:08
T2: 4:36:13

Macht in Summe 11:16:18.

Nicht schlecht für einen Rennradfahrer – das schönste Kompliment das ich gestern bekommen habe. Was wiederum sehr viel aussagt. Ich lasse es mal unkommentiert. Der ausführliche Erlebnis/Rennbericht kommt ja noch.

Also lieber Peter Heinzl. You are an IROMAN Tippageber. Herzlichen Glückwunsch. Mit 11:05 hast du mit einem Last-Minute Tipp (29.06.2014 00:43 Uhr) die Kiste Stiegl Sportweisse verdient. Für eine feierliche Preisübergabe bitte ich dich um Kontaktaufnahme. Hier, auf Twitter oder auf Facebook. Ich weiß die Kiste Sportweisse in guten Läuferhänden.

Danke nochmals an alle für’s mitmachen. Ich hätte gerne Eure Erwartungen erfüllt – aber der Marathon war einfach nach km 25 nicht mehr zu packen. Der ausführliche Erlebnis/Renn/Leidensbericht kommt ja noch.

In diesem Sinne: Prost!

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an die Stieglbrauerei und an Jochen Hencke persönlich.

Ironman Austria 2014 – Bike Split.

Ausschnitte meiner Aufnahmen vom Bike Split beim Ironman Austria 2014. Aufgenommen mit der neuen Garmin Virb Elite. 180 km Unterlenker und Kompakt Kurbel 50/34. Ich habe gestrampelt wie ein Irrer. Herausgekommen sind 5h12min.

Bike’n Roll

Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Dilemma eines Bloggers. Wo ist die Grenze der Objektivität.

Blogger lieben Produkttests. Meistens sind es neue Produkte, die man als Blogger vor allen anderen testen kann. Meistens sind es Produkte zu denen man bereits eine emotionale Bindung aufgebaut hat. Weil man die Marke bereits selber nutzt und gespannt ist, was da noch alles unter diesem Namen so alles gibt. Und vor allem wie es funktioniert. Im Vergleich zum Mitbewerb. Den man ja auch kennt. Und nutzt.

Blogger müssen Objektiv sein. Oder zumindest sollten sie. Was nicht einfach ist. Weil Marken Emotionen sind und Emotioen auslösen. Das sage ich als Marketer. Zumindest ist das immer die Herausforderung.

Blogger haben es gut. So wie ich. Ich habe von Garmin eine Garmin VIRB für 60 Tage zu Testzwecken erhalten. Juhu. Der Plan: Beim Ironman Austria, beim Kärnten Radmarathon in Bad Kleinkirchheim und bei der quaeldich.de Tauernrundfahrt 2014 die Action Cam auf Herz und Gigabytes zu testen.

Das Paket kam vor 14 Tagen an. Originalverpackt. Ich öffnete es als wäre Weihnachten. Geduldig (und das fällt mir persönlich sehr schwer) habe ich die Inbetriebnahmeanleitung gelesen um nichts falsch zu machen. Als ich die Kamera einschalten wollte, dann der Schock. Ich konnte es nicht wahr haben. Ein lauter nicht mehr enden wollender Piepston. Siehe Video oben. Was? Kann doch nicht sein. Doch! Sofort habe ich gegoogelt. Aber ein ähnliches Problem taucht im Netz nicht auf. Reset. Kein Erfolg. Speicherkarte formatieren. Kein Erfolg. Neue Speicherkarte. Kein Erfolg. Kontakt zu Garmin. Etwas träge. In den sozialen Netzen habe ich um Hilfe angefragt. Ganz leise. Normals schieße ich gleich mit vollen Kanonen, wenn was schief geht. Blogger müssen aber objektiv bleiben.

Persönlich bin ich etwas angezipft. Sehr etwas. Als Blogger mache ich meinen Job und sage einfach Pech gehabt. Kann ja passieren. (Darf aber eigentlich nicht). Angebot von Garmin: Austausch. Schade. Denn da gehen sich Plan A und B (Ironman und Radmarathon) nicht mehr aus.

Blogger haben es gut. Oder?

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: Falls mir wer helfen kann, das Problem zu lösen, danke!

Train the Blogger powered by Stiegl Sportweisse – meine Ironman Austria Vorschau.

Ironman Austria 2013

Race week. Das bedeutet weniger trainieren, weniger essen und mehr denken. Sich mental auf den langen Tag an der frischen Luft vorzubereiten. Den Kopf zu fokussieren. Auf die Dinge, die man vor einem Jahr, beim letzten Triathlon verwendet und irgendwo verstaut hat. ZB. das Startnummernband. Das in pink. Mein Glücksbringer. Oder diese anderen ekligen Triathlon Gadgets, die man am Rennrad eigentlich nicht montieren darf (und auch nicht montieren wird). Einen Sattelflaschenhalter. Oder die Oberrohrtasche. Es gilt auch nachzudenken, wo der Neoprenkleber sein könnte, um den Sailfisch Edamer zu kitten. Dieses Grübeln ist schlimmer als jedes Intervalltraining. Anstrengender als jeder Long Jogg. Aber für mich als Wiederholungstäter genau richtig, um mich in Stimmung zu bringen. Es sind zwar noch ein paar Tage. Doch es kribbelt schon. Das flaue Gefühl im Magen macht sich breit. Es ist wie verliebt sein. Seufzen. Schmetterlinge im Bauch zu haben. Mehr an das Wasser im Wörthersee zu denken, als an vieles andere. Es ist halt Race Week. Für mich zum 5. Mal in Klagenfurt (sofern ich klar denken und richtig zählen kann). Insgesamt meine 9. Langdistanz.

Für all jene, die zum ersten Mal starten hier ein paar Tipps, um sich auf den wunscherschönen Wörthersee einzustimmen.

  • Starnummernausgabe: es wird sich stauen. Freitag und Samstag. Wann weniger los sein wird, verrate ich nicht. Denn da werde ich vor Ort sein. Am Samstag.
  • Parkplätze: Nähe Expo wenige bis gar keine. Es empfiehlt sich öffentlich oder mit einem Stadtrad hinzufahren.
  • Einschwimmen: Freitag und Samstag kann man direkt an der Expo das Wasser testen. An der Schiffsanlagestelle. Vielleicht ist auch das Kaffee-Boot draußen. Einen Espresso und ein Crossaint auf offener See – ein Erlebnis.
  • Expo: Überschaubar groß. Mit allen namhaften Anbietern. Bar oder Kreditkarte. Alles was Umsatz macht wird akzeptiert. Achtung: je nach Wettervorhersage können manche Produkte vergriffen sein. Vor zwei Jahren waren es die Salztabltetten und die Speedsuits. Die Werkstatt in der Expozone hat wie immer alle Hände voll zu tun. Weitere Werkstätten in der Stadt. Mountainbiker, Kostel Radshop, oder Fahrradprofi. Erfahrungsgemäß sind auch die immer überlastet. Ich klopfe mal auf Holz.
  • Rabatte: am Sonntag und am Montag ist vieles auf der Expo billiger .
  • Selbstverpflegung: Schenker machts möglich. Bei der Startnummernausgabe kann man zum Schenker Stand gehen und dort 2 Säcke abholen. Eben für die Selbstverpflegung. 1 x fürs Rad und 1 x fürs Laufen. Die Säcke werden am Tag darauf abgegeben. Mit Startnummer versehen und mit dem gewünschten Inhalt. Den Sack fürs Radfahren kriegt man in Runde 2 – nach der Wende Höhe Hotel Wiedehof. Die Helfer wissen ca. wann ihr kommt (Timming). Einfach bemerkbar machen – und etwas langsamer fahren. Den Sack fürs Laufen bekommt man in der Schenker Area im Europapark Richtung Krumpendorf. 
  • Rad Check-In: nach Zeiten geregelt. Parkplätze keine. Startnummer, Armband und Helm nicht vergessen. Und das Rad. Die Sackerln kann man tags darauf auch noch checken. Tipp: Sackerl personalisieren. Dann findet man es schneller. 
  • Pasta Party: heiß. Nicht wegen der Stimmung. Sondern wegen der dicken Luft im Zelt. Dafür Getränke und Kaiserschmarren für alle. 
  • WC’s: Wenige bis gar keine. Leider ist das immer so. Egal wo du startest. Es gibt einfach zu wenig Scheißhütten. 
  • Schwimmen: Man muss über eine offizielle Zeitnhemmatte gehen! Diese ist unter einem Bogen. Haupteingang Strandbad gerade aus Richtung Wasser. Segen des Pfarrers nicht verpassen. Der Schwimmstart ist breit. Gedränge gibt es kaum. Zu Boje 1 hin kann es schon eng werden. Aber auf 1,4 km wird sich das Feld schon auseinanderziehen. Der Wörthersee wird brodeln. Super Wasser. Trinkqualität. Wenn die Sonne scheint – traumhaft azur. Boje 2 ist dann unendlich weit weg. Gefühlsmäßig. Dann geht es zurück Richtung Maria Loretto in den Lendkanal. Hier wird es eng. Achtung: am Eingang Sandbänke. Man kann hier sogar stehen. Wer sich seine Brille richten will hat hier die Gelegenheit. Vor dem letzten Kampf.
  • Lendkanal: 3 m breit. Nicht wirklich tief. Algen und Schlingpflanzen. Und jede Menge Menschen. Links und rechts. Super Stimmung. Vollgas. Durch die vielen Schwimmer entsteht ein Sog, den man sich nicht entziehen kann. Aber es sind 800 m bis zum Schwimmausstieg. Lange 800 m.
  • Schwimmaussteig: Stimmung. Und ein langer Laufkanal bis zur Wechselzone. Sicher 600 m oder sogar mehr. Moderation. Musik. Beats. Vollgas.
  • T1: Sackerl holen. Die hängen an Hacken. Man hat sich den Platz gemerkt oder man irrt umher. Alles schon gesehen. Umziehen im Zelt. Ironman ist so. Es gibt HelferInnen. Die ziehen einem sogar den Neo aus. Oder schmieren mit Sonnencreme. Neo und Schwimmutensilien ins Sackerl und auf zum Rad.
  • Radsplitt: 2 x 90 km. 1.600 Höhenmeter. Flach, schnell bis hin zu Schwungbremsen in Form von Anstiegen. Selpritsch. Faaker See. Rupertiberg. Die markanstesten. Labestationen: in Reifnitz, am Faaker See (Egg), in Schiefling, am Rupertiberg und dann nochmals kurz vor der Abfahrt zurück nach Klagenfurt. Die erste Runde vergeht im Flug. Die zweite zieht sich. Hotspots: Faaker See/Egg, Rupertiberg sowie die Wende. Ketterechts und Vollgas.
  • Drafting: es wird sich nicht vermeiden lassen in einen Pulk zu kommen. Einfach intelligent fahren und sich sportlich verhalten. Lutscher wird es geben – die gibt es immer.
  • Penalty Boxen: habe nie gebraucht. Ich fahre sportlich fair. 
  • T2. Rad zurück an den eigenen Platz. Sackerl holen. Zelt aufsuchen. Laufen gehen.
  • Laufstrecke: oh du Scheiße. 42 km. 2 x raus nach Krumpendorf und 2 x rein in die Klagenfurter Altstadt. Elend lange Geraden. Mit wenig Abwechslung. Hotspot: Europapark,  Schenker Area, Fa Dusche, Krumpendorfer Freibad, Altstadt Klagenfurt. Knackpunkte: Wende in Krumpendorf (am A der Welt) und die vielen Unterführungen. Speziell jene am Ende des Lendkanals tut weh. 
  • Labe Laufen: Jede 5 km. Cola (leider immer zu warm), Wasser, Orangen, Melonen, Gels (????). Salzgebäck – zumindest letztes Jahr. Der eine oder andere Zuschauer spendiert gerne auch ein kühles Bier. Auf eigene Verantwortung.
  • Finish Line: Belohnung für alle Strapazen. Tipp: entweder als erster durch Ziel rennen (Applaus garantiert) oder nach Eintritt der Dunkelheit. Wegen der Stimmung auf den Tribünen. Der/die Letzte wird frenetisch gefeiert. 
  • Ziellabe. Stiegl Sportweisse. Eis. Sanizelt. Je nachdem wie gut man noch drauf ist.
  • Finisher T-Shirt: im Zelt. Hier gibt es auch Essen. Nudeln. Brote. Pizza. Warum und Kalt.
  • Rad Check out: weit weg. Kann weh tun dorthin zu gehen. 
  • Hawaii Quali: Montag mit ein paar hundert Dollar hingehen und nichts verpassen.
  • Ironman Austrai 2015: Code am Montag erhältlich. Aber Gedränge sehr groß. 

Falls wer früher anreist: Es lohnt sich ein Ausflug auf den Pyramidenkogel bei Reifnitz. Oder die Tscheppaschlucht Richtung Loiblpass. Auch Italien ist nicht weit weg ;-). Pizza in Tarvis. Ritual. Wer seinen Hunger nicht stillen kann, dem empfehle ich „La Pasta“ in der Klagenfurter Innenstadt, Getreidegasse 9. Vor allem der /das Tiramisù. Prädikat: Empfehlenswerte Kalorienbombe. Nach dem Rennen guckst du in die Villa Lido direkt am See (man läuft 4x vorbei). Wartezeiten aber von mehr als 1 – 2 Stunden. 

    Wünsche allen Athleten gutes Gelingen und viel Spass. See you at the finish line.

    Stay tuned
    Cristian Gemmato aka @_ketterechts

    Train the Blogger powered by Stiegl Sportweise – das ultimative alkoholfreie Gewinnspiel

    Sportwweisse für Sportweise.

    Noch 11 Tage bis zum Ironman Austria. Die schwierigste Phase des gesamten Trainingsplans beginnt. Das Tapering. Diese besondere Form der Vorbereitung stellt viele offene Fragen in den Raum. Die heikelsten sind: Geht noch was? Fehlt noch was? Bei mir sind diese Fragen längst beantwortet. Ja, es ginge noch was. Viel. Und ja, es fehlt noch was. Viel.

    Beim Schwimmen fehlen mir ca. 10 Minuten. Während ich diese Zeilen tippe hätte ich eigentlich beim Schwimmtraining sein sollen. Habe es aber trotz läuten des Weckers zu einer unchristlichen Zeit verschoben. Symptomatisch. Für die gesamte Vorbereitung. Ich war nicht faul. Aber ich war auch nicht konstant und strukturiert. Vor allem was den Kontakt mit dem Element Wasser betrifft.

    Beim Rad fehlt mir ein Triathlonrad. Weil ich nach wie vor überzeugt bin, dass es entscheidende Vorteile bringt. Du bist einfach mit so einem Geschoss (wenn es passt!) schneller. Und vor allem ausgeruhter, wenn es mit den Laufschuhen auf die letzten 42,195 km geht. Die Sitzposition ist anders. Die Beanspruchung der Beinmuskulatur auch. Egal. Ich habe kein TT Rad. Ich habe meine Princess of Pain. Deshalb freue ich mich auf 180 km Unterlenker. Den einen oder anderen Carbon TT Fetischisten mit oder ohne Scheibe werde ich hoffentlich wieder auf der Strecke einsammeln. So wie letztes Jahr. Gut zu sehen in meinem Video vom Ironman Austria 2013.

    Beim Laufen fehlen mir Kilometer. Genauer gesagt die Kilometer zwischen 22 und 42,195. Denn diese habe ich in der Vorbereitungszeit etwas vernachlässigt. Nach dem Vienna City Marathon am 12. April 2014 war ein 30iger beim Schneebergflight das long gejoggeste was ich gelaufen bin. Dazwischen viele kürzere Dauerläufe und ein paar schnellere 10er, 12er und 14er. Ach ja. Und kein einziger Koppellauf.

    Noch 11 Tage bis zum Ironman Austria. Egal. Ich werde um 0700 am Start sein. Und einen langen Tag an der frischen Luft genießen. Hoffentlich richtig heiß. Wie lange, das wage ich nicht vorauszusehen. Aber ihr solltet das. Mit meinem Tippspiel. Tippt jene Zeit, mit der ich am 29.6.2014 die finishline beim Ironman Austria überqueren werde. Denn wer meiner Endzeit am nächsten kommt, den spendiere ich (eigentlich Stiegl) eine Kiste Sportweisse.

    Der Modus ist einfach:

    • wer meine Blogbeiträge in den letzten Wochen verfolgt hat, der kann sich ungefähr ein Bild über meinen Trainingszustand machen
    • wer meine Blogbeiträge in den letzten Wochen verfolgt hat, der weiß auch, was ich bisher in meiner bescheidenen Triathlonkarriere bei diversen Ironmännern und Langdistanzen zeitlich geschafft habe.
    • wer es genau wissen will, der kann gerne nachfragen
    • wer mitspielen will, der postet am Ende dieses Blogbeitrages in einem Kommentar seinen Tipp. Idealerweise mit Namen. Anonyme Einträge kann ich nicht berücksichtigen.
    • es geht um die Addierung von swim, T1, bike, T2 und run. Also eine Gesamtzeit. Splitzeitentipps willkommen, aber kein muss (interessant und lustig wärs).
    • der Rechtweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse der Kiste mögliche. Der Gewinner wird auch hier im Blogbeitrag verständigt. 
    • Abholung der Kiste Bier im Raum Wien, Linz, Salzburg. Sollte dem Gewinner ein Abholung nicht zuzumuten sein, werde ich mich mit Stiegl beraten (Sorry, bin kein Anwalt, aber ich muss mich da auch ein bisschen absichern. Keine Ahnung ob DPD oder wer auch immer Bierkisten zustellt. Und wenn ja, zu welchen Kosten).

    Mein Rennen kann man dann auch live verfolgen. Meine Startnummer werde ich hier bekanntgeben.

    Tipp, die Wette gilt.

    Stay tuned.
    Cristian Gemmato aka @_ketterechts

    PS: nächste Woche werde ich doch eine kleine Prognose abgeben. Je nachdem ob ich bis nächsten Sonntag noch 11x schwimmen und 11x laufen gehen kann bzw. werde.

    Train the Blogger powered by Stiegl Sportweisse – der St. Pöltner Radmarathon.

    Das war sie. Die letzte lange Radeinheit vor dem Ironman Austria. Eigentlich hätte sie länger sein sollen, aber ich war zu schnell. Schneller als meine Erwartungen. Welche möglicherweise etwas tief gestapelt waren. Für die 158 km und offiziellen 2.700 HM beim St. Pöltner Radmarathon habe ich mit einer Zeit um 5h30min gerechnet. Herausgekommen ist eine 4h47min und ein 25. Platz in meiner AK. Ein Gesamtklassement wird nicht geführt.

    Das interessante beim St. Pöltner Radmarathon ist, dass er als Qualifikationsrennen für die UCI Amateur Straßenweltmeisterschaften gilt. Der Modus einfach. Jeweils die ersten 25% der jeweiligen Altersklasse qualifizieren sich. Bei mir ist es sich leider nicht ausgegangen. Von der Zeit fehlten mir  knapp 6 Minuten.

    Zurück zum Rennen. Zeitig in der Früh bin ich nach St. Pölten aufgebrochen. Zeitig heißt 0600 Uhr. Zuerst wollte ich noch bei McDonalds in der Triester Straße frühstücken. Ich frage die Dame im McCafè, ob es um diese Zeit bereits ein Wiener Frühstück gibt. Sie antwortet mir „Bei mir nicht.“ Perplex denke ich mir, wo denn dann? Ok. Plan B. Tankstelle. 0,5l Kakao, 2 Kornspitz und einen Nespresso Ice Coffee. Statt gemütlich Zeitung lesen und stärken, Auto fahren und klecksen. Auf der Fahrt nach St. Pölten etwas Motivation in Form von Mando Diao. Angekommen, Auto in die Landhaus Tiefgarage und ab zur Nachmeldung. € 60,-. Auch nicht billig. Dafür 1 Gel, 1 Radtrikot (ohne durchgehendem Zip), viel Papier, Gummi Bärchen und Traubenzucker. Vor Ort traf ich dann noch Otto. Seit letzter Woche auch im Team „Ketterechts fashionalbles“ und Lajos. Wir vereinbarten mal zusammen das Rennen in Angriff zu nehmen.

    0800. Start. Neutralisiert. Sicher nicht. Es wird überholt. Links. Rechts. Und es wird gebremst, beschleunigt, gebremst … Auf den ersten 20 km mehr oder weniger chronisch. Die Straßen selber perfekt abgesichert. Teilweise gesperrt. Wir Radler füllen die gesamten Straßenbreite aus. Die ersten km nutze ich um mich umzuschauen. Wer ist alles dabei. 200 – 300 Meter hinter der Spitze und dem Führungsauto. Quasi auf Tuchfühlung. Die Straßen tendenziell bergauf. Doch man kriegt davon nichts mit. Es rollt sehr gut. Beim Ansteig auf die Wetterlucke bin ich noch weit vorne. Bei den 2 Kehren kann ich immer noch locker mitrollen. Bergauf! Tempo vorne wird verschärft. Ich trau mich nicht mitzugehen. Ein kleines Loch tut sich auf. Hinter mir kommt keiner nach. Ich überquer den Scheitel und beginne die Abfahrt. Diese ist kurz. Unten eine 90° Kurve und gleich wieder bergauf Richtung Luft. Ich sehe die Spitze. Gehe aber mein Tempo. Keine Ahnung wie lange und wie steil der Anstieg ist. Fahre deshalb eher defensiv. Kann zu ein paar Fahrern aufschließen. Es bildet sich eine kleine Gruppe. Meine Begleiter für die nächsten 130 km. Ich werde sie nicht mehr los. Und sich mich auch nicht mehr.

    Oben in der Luft (Wortspiel!) die erste Labe. Wasser und Banane. Check. Es geht in die Abfahrt. Rasant. Schnell. Guter Asphalt. In Kirchberg an der Pielach geht es rechts auf die 158 km Strecke. Schnell finden sich wieder die üblichen Verdächtigen zusammen. „Packerl. Packerl“ schreit einer wild um sich. Der Rest schaut perplex. Ahhh. Er will dass wir uns formieren und so gemeinsam die Zwischenebene zu den nächsten Hügeln bewältigen. Na, wenns nicht mehr ist. Einserreihe. Kreisel. Knapp je 1 km im Wind. Funktioniert halbwegs. Das Tempo hoch. Wir sind nur ein paar Minuten hinter der Spitze. Das zweite große Verfolgerfeld. Treten. Essen. Trinken. Mehr habe ich derzeit nicht zu tun. Etwas aufpassen auch. Dann der dritte Berg des Tages. Die Steinbachrotte. Wir fahren alle gemeinsam in den Berg. Ich versuche wieder mein Tempo zu finden. Dieses ist für den Rest der Truppe zu hoch. Nur einer geht mit. Und einer geht durch. Vor mir ein Begleitmotorrad. Eine Honda Gold Wing mit lauter Musik. 100 bpm und mehr. Der Anstieg ist nicht lang. Ich kann konstant nach oben fahren. In der Abfahrt gebe ich Gas. Unten dann die große Frage. Was tun? Alleingang? Flucht? Keine Chance. Es sind noch mehr als 100 km. Also nehme ich Tempo raus und warte auf die Verfolger. Bald sind wir wieder vereint. Und bald haben wir eine weitere Splittergruppe von vorne eingeholt. Jetzt sind wir ein ziemlich großes Packerl. Ich übernehme bis nach Annaberg die Führung. Es rollt sehr gut. Der Anstieg nach Annaberg tut weh noch bevor man ihn fährt. Man sieht von unten im Tal wohin die Reise geht. Ein Kirchturm. Fast senkrecht oberhalb am Horizont. 4 km und knapp 400 HM aufgeteilt auf 6 Kehren. Ich gebe Gas. Die Gruppe hinter mir. Bleibe nach 2 km stehen. Endlich pinkeln. Es geht nicht anders. Die Blase zu voll. Der Druck zu groß. Erleichterung. Die gesamte Gruppe düst an mir vorbei. Ich muss ein Loch zu machen. Nach und nach hole ich wieder den einen oder anderen ein. Den Rest hebe ich mir für die Abfahrt auf. Ich spekuliere, dass es eine gibt. Im Kopf habe ich bereits die 43 km lange Abfahrt laut Streckennnprofil. Oben wieder eine Labe. Wasser nachfüllen und ein Gel. 3 km Abfahrt. Der Rest der Gruppe wird eingeholt. Doch dann geht es rechts hinauf. Nach Wastl am Wald. Uuups. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich frage, ob jemand die Strecke kennt und wie lange die Steigung sei. Die Antworten schwanken zwischen 3 und 15 km. Sehr exakt. In Summe waren es 6 km. Mit mäßiger Steigung. Doch das Tempo der Gruppe war sehr hoch. Teilweise musste ich Kette rechts fahren um mitzukommen. Die Beine aber immer noch halbwegs ok. Schnell waren wir oben und bereit für eine der geilsten Abfahrten die ich je gefahren bin. Sage und schreibe 43 km tendenziell bergab. Zuerst richtig bergab und dann schmierend. Mit 70 km/h ging es ohne Kehren hinab. Jetzt wurde der Radmarathon seinem Namen „Extrem“ gerecht. Es war extrem schnell und extrem gefährlich. Aber willst du gelten, mach dich nicht selten. Ich war mitten im Gewühl. 50/11 Vollgas.

    Nach der Abfahrt und einer langen Passage in der Ebene durch Weitersfelden kommen wir wieder in Kirchberg an der Pielach vorbei und münden für die letzten Kilometern auf die Classic Strecke. Und es regnet. Der Anstieg Plambcheck im Nassen. Ein Anstieg mit dem ich auch nicht gerechnet habe und auch nicht auf meinem Plan hatte. Wieder ein paar Höhenmeter mit hohem Tempo. Die Sprinter formieren sich schon. 30 km vor dem Ziel. Hinauf auf engen Güterwegen. Voller Gülle und Kühdreck. Das Spritzwasser macht den Rest. Es stinkt. Ich bin nach wie vor gut dabei. Keiner kann sich absetzen. Auch ich nicht. Wir kommen auf die letzten Kilometer. Holen noch die Nachzügler der Classic Strecke ein. Diese sind eine Stunde nach uns gestartet. Noch ein kleiner Gegenanstieg Richtung St. Pölten vorbei an einem Flughafen. Das Feld wird unruhig. Eine Attacke nach der anderen. Es gelingt keinem entscheidend wegzukommen. Wir fahren hinein nach St. Pölten. Auf dem letzten Kilometern Nervosität. Es geht ja um nichts. 500 m Marke. Wir biegen rechts in die lange Zielgerade im Landhaus ein. Sprint. Ich halte mich heraus. Aus. Fertig. 4h47min die offizielle Zeit.

    Es gibt keine Sportweise. Sondern das andere. Das bayrische. Und es gibt Kaiserschmarrn und Nudeln. Mit Wartezeit in einer langen Schlange. Zwei Portionen für mich. Warten auf die Ergebnislisten. UCI Amateur Straßenweltmeisterschaften? Für mich leider keine Quali. Schade. Trotzdem ein lässiges spannendes Rennen, bei dem ich kein einziges mal so richtig um den Anschluss kämpfen musste. Ich war stets Herr der Lage. Meiner Lage.

    Noch zwei Wochen bis zum Ironman Austria. Radform passt. Jetzt noch 14x laufen gehen, um nachzuholen was ich verpasst habe. Und noch 14x schwimmen. Dann werde ich Klagenfurt überleben.

    Stay tuned.
    Cristian Gemmato aka @_ketterechts

    Train the Blogger powered by Stiegl Sportweise – Road of Charity.

    © LORENZ MASSER FOTOGRAFIE

    Quer durch Österreich. Von West nach Ost. Von Feldkirch nach Neusiedl am See. Durch alle 9 Bundesländer. 852 km. Knapp 13.000 Höhenmeter. In 4 Tagen. Das war die Road of Charity. Ein Maturaprojekt der Ski-Akademie Schladming. Eine Herausforderung gegen die Zeit und für einen guten Zweck. Für Wings for Life. In Summe konnten über € 9.000 für die Stiftung gesammelt werden. Chapeau. Gratulation.

    Auch weil so ein Projekt ja nicht von selbst läuft. Ganze 9 Monate Vorbereitung flossen – teils in der Freizeit – in dieses ehrgeizige Unterfangen. Von Schülern, die nebenbei auch noch für die Schule lernen müssen und für ihre Karriere schwitzen wollen. Schlussendlich können alle mehr als zufrieden sein. Der Rekordversuch endete nach 28 Stunden und 42 Minuten erfolgreich. Road of Charity war nicht nur in den sozialen Medien ein Hit, sondern auch in den heimischen Zeitungen und im Fernsehen. Dank auch prominenter Mitradler wie Hannes Reichelt, Hahnenkammsieger 2014 und Benjamin Karl, Snowboard Urgestein.

    Was die Schüler auf die Beine gestellt haben ist enorm. Schon die Namen der Sponsoren – begünstigt durch Kontakte aus der Skiszene – zeigen, dass man an die Schüler geglaubt habt. Road of Charity wurde unterstützt von Goldsemmel Sportteam KTM Bike Industries , Löffler, Gloryfy unbreakable Natural Power POLAR Österreich Volkswagen Billa Daylong Austria BootDoc , TGC-Bau, Bauunternehmen Jägersberger.

    Ich hatte das Glück, die letzte Etappe von Lilienfeld nach Neusiedl am See mitfahren zu dürfen und das Geschehen carbonnah zu erleben. Um 5:40 in der Früh ging es mit der Westbahn von Wien nach St. Pölten. Ankunft 6:07. Um 7.00 Uhr hätte ich in Lilienfeld sein müssen. 26 km in knapp 50 Minuten. Hinaus aus St. Pölten an gefühlten 40 Ampel vorbei. Dann auf der B20 Gegenwind. Um 6:59 (Schnitt 35 km/h) war ich vor der Michaela Dorfmeister Mittelschule für Ski-Sportler/Innen. Doch ich fand niemanden vor. Plan B wurde geschmiedet. Eine Alleinfahrt. Doch dann entdeckte ich nicht unweit der Schule auf einem kleinen Parkplatz einen Road of Charity Bus. Glück gehabt. Die Protagonisten waren alle noch da. Beim Frühstück. Ich hätte mir wohl ein 26 km Zeitfahren erspart.

    Arnold Fauler, einer der Betreuer begrüßte mich und lud mich auf ein Frühstück ein. Kurzes Kennenlernen und um 8.00 Uhr ging es los. Es warteten 124 km. Je 2 Teams von 4 Fahrern, darunter jeweils ein Betreuer und eine Dame, teilten sich die Strecke auf. Ich fuhr natürlich die gesamte Strecke mit. Von Anfang an wurde mächtig Tempo gemacht. Es galt die Marke von 30 Stunden nicht zu überschreiten. Die Burschen (und die Mädls) hatten es echt drauf. Wintersportler haben ein Radgen, welches ich auch gerne hätte. Der Schnitt weit über 30. Entlang des Triestingtals ging es über Kienberg nach Alland. Dann Heligenkreuz, Gaaden, Mödling, Hinterbrühl, Maria Enzerstdorf, Wien (Siebenhirten), Vösendorf, Himberg, Götzendorf, Mannersdorf, Kaisersteinbruch, Winden und zum Schluss Neusiedl am See. 

    Der Empfang in Neusiedl am See überwältigend. Schüler, Betreuer, Lehrer, Politik und Sponsorenvertreter warteten auf die Helden der Straße. Mit Standing Ovations fuhren sie ein und genossen das Bad in der Menge.

    Ich kann mich an dieser Stelle nur nochmals wiederholen. Chapeau allen. Den Sportlern und jenen, die hinter den Räder die gesamte Organisation gestemmt und nicht minder geschwitzt haben. Ein derartiges Maturaprojekt ist einmalig und sucht Seinesgleichen. Ich bin mir sicher, dass es Schule macht (Wortspiel!). Ob es 2015 eine Wiederholung geben wird, steht noch in den Sternen. Und möglicherweise in so manchen Köpfen.

    Road of Charity war für mich eine interessante Erfahrung und ein gutes Training auf dem Weg zum Ironman Austria.

    Nächste Stationen: St. Pölten Radmarathon 160 km. 2.800 Höhenmeter.

    Stay tuned.
    Cristian Gemmato aka @_ketterechts




    Train the Blogger powered by Stiegl Sportweisse – es ist soweit.

    29. Juni 2014. 7.00 Uhr. Strandbad Klagenfurt. 3,8 km schwimmen. 180 km Radfahren. 42 km laufen. Und ich bin dabei.

    Als Blogger für +Stieglbrauerei. Ab sofort werde ich mich auf diesen Tag fokussieren und hier berichten. Und eines vorweg. Meine Endzeit ist eine Kiste Sportweisse wert. Ihr könnt jetzt schon mal spekulieren, hochrechnen, tippen, fragen, motivieren, hoffen. Näheres in einem nächsten Blogbeitrag.

    Ich freue mich jetzt schon auf die riesige Herausforderung und auf einen langen Arbeitstag in Klagenfurt. Follow me. Stay tuned.

    Cristian Gemmato aka @_ketterechts