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Trainingspläne

Auf meinem Weg vom Titanmann zum Ironmann befolge ich derzeit einen ganz besonderen Trainingsplan. Dieser heißt Improvisation. Wer ganze 8 1/2 Wochen von einem Oberarmgips abhängig war, der kann nicht anders.

Seit 19.1.2013 ist bei mir nur Spinning möglich. Aufrecht sitzend. Eine einzige Position. Mein Rekord waren 135 Minuten in dieser Position. Später dann entdeckte ich den Crosstrainier – um die Beinmuskulatur auch einmal anders zu beanspruchen. Einheiten von bis zu 120 Minuten musste ich mit Tricks durchpeitschen. Insgesamt habe ich in diesen 8 1/2 Wochen ganze 17 Tage pausiert. 7 Tage nach dem Unfall und 10 Tage nach der OP. Wobei sich die Pause auf das Fitnesscenter bezieht. Ich bin in diesen Tagen unzählige Treppen gestiegen und habe viele Fußkilometer zurückgelegt. Höhepunkt waren 10 x 126 Treppen – en suite. Eine kleine Tapferkeitsmedaille habe ich mich schon verdient.

Seit Sonntag wage ich mich wieder in die Laufschuhe. Letzte Woche habe ich es einmal kurz am Laufband probiert. Dann 12 km am Stück draußen und am Sonntag mein erster 20iger. Die ersten 15 km in 5:22. Meine Muskulatur schmerzt jetzt noch. Gestern 6 km in 5:00 wieder am Laufband. Ich habe Mühe dieses Tempo zu halten. Kein Wunder. Es ist aber gut zu bemerken, dass ich nicht alles an Kondition und Schnelligkeit verloren habe. Der Kopf ist auf alle Fälle wieder frisch.

Am meisten plagt mich die Schulter. War sie ja die ganze seit damit beschäftigt, den Gips zu stützen. Und das Handgelenk, welches sich noch nicht bewegen lässt. Zu lange fixiert. 

Mein Plan Improvisation soll nun einem etwas anderen professionelleren Plan weichen. Ich werde mit dem Plan aus dem Jahr 2011 arbeiten. Damals habe ich brav die 10 Stunden beim Ironman Austria knapp verfehlt. 4 Wochenzyklen mit 1 Ruhewoche inkludiert. Trotz gewaltigem Trainingsrückstand? Ich kenn mich zu gut, dass das sehr hart werden wird. Nein sagen muss ich hier noch lernen.

Heute ich meie erste Physio – damit die Motorik des Armes wieder hergestellt werden kann. Gilt es ja auch mit dem Schwimmtraining wieder anzufangen. Den Gips habe ich gestern abgelegt. 7 Tage vor der offiziellen Frist. Was ich mit den 4 Wochen Gipsschiene mache, die mir die Ärzte ab 19.3. vorschreiben, weiß ich noch nicht.

Ich bastle an einem Carbon Unterarmschutz. Hauptsächlich für die Psyche. Denn mein Kopf glaubt und spührt, wie sich die Naht am Unterarm immer wieder öffnet.

… to be continued

Cristian Gemmato aka Ketterechts

Vom Titanmann zum Ironmann

Zugegeben, ich habe schon ein paar Ironman’s und Langdistanzen (ja, ich bin politisch korrekt) mehr und weniger erfolgreich beendet. Von meiner ersten in Roth Anfang 2000 in 12h28 bis zu meinem letzten 2011 in Klagenfurt in rekordverdächtige 10h04. Dazwischen auch ein charakterbildender Auftritt in Podersdorf. Ganze 3 habe ich nicht beendet. Ein Mal hat der Wille gefehlt, 2 Mal hat der Kreislauf samt Verdauungsmechanismus gestreikt. Von den ersten Spaziergängen spreche ich nicht. Zu sehr ist noch die Erinnerung von 2011 präsent.

Zugegeben, ich wollte keinen Ironman machen – außer jenen auf Hawaii :-). Doch es gibt ja neue Herausforderungen. ZB eine gebrochene Elle. Meine Elle. Und an die 13 Wochen Gips (7 1/2 habe ich schon hinter mir). Was auch offiziell 13 Wochen Trainingspause bedeuten würde. Würde. Dann noch x Wochen Physiotherapie.

Grund genug eine Story drauß zu machen. Hier in diesem Blog. Vom Titanmann – meine 10 cm lange Platte samt 7 Schrauben trage ich mit Würde – zum Ironman. In Klagenfurt. Am 30.06.2013. Freue mich auf reges Interesse. Werde meine Leiden bis dorthin hier regelmäßig bloggen. Natürlich werde ich mich auch live während des Rennens melden. Alles auf Facebook und Twitter und hier.

Und damit es gleich von Anfang spannend wird, ein kleines Geheimnis. Dr. Sport Weisse wird mich coachen, trainieren, motivieren und auch peitschen -falls notwendig. Und das wird es sein.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka ketterechts

Monteggia-Fraktur.

Ja. Es hat mich erwischt. Nicht beim Radfahren, sondern bein Freeriding. Die zweite große Leidenschaft von mir. Mich hat es auf einen Felsen geschmissen. Leider weiß ich nicht mehr wie blöd ich mich angestellt habe. Fakt ist, dass ich glaubte gegen einen Schneehaufen zu fahren.

Der Aufprall war ziemlich heftig. Als ich im Schnee gelegen bin, habe ich ca 30 Sekunden lang gehofft, dass es nichts Schlimmes ist. Dann war mein rechter Arm unbeweglich. Ich bin noch aufgestanden und selbst ins Tal abgefahren. War mir kotzübel und kalt. Die Gedanken bereits bei meinem Comeback. Die Erstversorgung durch zwei junge Bergretter war ok. Beide haben sich eher um mein psychologisches Wohl gekümmert. Und die Stabilisierung des Armes. Ein erster Verdacht auf einen offenen Bruch wurde ausgesprochen. Dann kam ein anderer Sanitäter. Dieser wollte an die Wunde. Mit der Schere durch meine Skijacke und meine 3 Schichten Skinfit. Nein! Mit Mega Schmerzen habe ich das verhindert und mich ausgezogen.

Aufgrund des Verdachtes auf einen offenen Bruch wurde der Rettungshubschrauber gerufen. Das ist so Vorschrift. Es geht immer um den schnellsten Weg ins UKH. Egal jetzt, ob man es sich leisten kann bzw. will oder ob man versichert ist. Ich hatte zum Glück einen ÖAMTC Schutzbrief. Um die Kosten von € 3.800,– muss ich mich also nicht kümmern.

Der Notarzt hat mir was gegen die Schmerzen gegeben und dann ging es schon in die Luft. Leider durfte ich nicht vorne sitzen. Unterpreviligierten ist das Vorenthalten.

Im Landesklinikum Mostviertel Amstetten wurde die ambulante Erstversorgung durchgeführt. Der Verdacht auf einen offenen Bruch bestätigte sich nicht. Die offene Wunde wurde genäht und der Bruch der Elle gegipst. Lt Arzt keine Operation. Ich durfte wieder nach Hause. Den Heimweg bin ich mit Gianluca angetreten. Gianni hatte mein Auto vom Ötscher nach Amstetten gebracht.

Zwei Tage später gehe ich ins UKH Meidling, um die Wunde zu kontrolleren zu lassen. Der behandelnde Arzt will in diesem Zusammenhang nochmals ein Röntgen machen. Vom Ellebogen. Bei den Bildern sieht der Arzt, dass die Speiche nicht im Speichenköpfchen drinnen ist. Sie wurde durch den Knick/Bruch der Elle dort rausgedrückt. Eine eindeutige OP-Indikation. Eine OP ist jetzt aber leider nicht möglich, da erst die Wunde verheilen muss. Ärztepfusch! Ich sage mal ja, denn auch in Amstetten hätte man das aufgrund der Bilder erkennen müssen. Ohne  OP würde ich die Drehbewegung des Unterarmes verlieren bzw eine Fehlstellung des Unterarmes bekommen.

Ich habe mir gleich 2 weitere Meinungen eingeholt. Alle meinen, dass man sofort hätte operieren müssen! Jetzt knapp 1 Woche nach dem Unfall muss ich eine weiere auf die OP warten. Aus Termingründen. Es muss die gebrochene Elle verplattet und die Speiche repositioniert werden.

Mit möglichen Komplikationen. Denn die Elle könnte bereits wieder halbwegs intakt sein und die Weichteile rundum das Speichenköpfchen könnten geschädigt oder gekürzt sein (Bäbder, Sehnen).

Alternative Methoden habe ich angedacht. Auch das Einrenken. Aber es bleibt ohne Verplattung die Gefahr, dass durch den Knick in der Elle, die Speiche keinen Platz dafür bekommt.

Fakt ist. Ich muss unter die Messer. Bin 2 Wochen umsonst in Gips und weiß nicht wie das alles ausgehen wird.

Schwimm und Lauftraining sind mal ad acta gelegt. Ich verliere an die 4 – 6 Wochen Vorbereitung. Und vein vom 2. – 9.3. geplantes Trainingslager auf Lanzarote.

Aufs Spinning verzichte ich nicht. 1 Woche Pause nach dem Unfall und eine nach der OP müssen als Ruhephase reichen.

Shit happens! Cristian Gemmato aka @ketterechts

ps: mit der linken Hand getippt 🙂

3-Königslauf in Schildorn

6. Jänner 2013. Genau 20 Tage vor meinem 1. Ultramarathon in Rodgau (50 km). Ich habe wieder einmal nicht „Nein“ sagen können und mich überreden lassen, am 3-Königslauf in Schildorn mitzumachen. 30 km und 700 Höhenmeter. Übrigens. Ich habe auch für Rodgau nicht nein sagen können.

Ich nehme es vorweg. Die 30 km habe ich samt Höhenmeter in 2 Stunden 26 Minuten und 44 Sekunden hinter mich gebracht. Das macht einen Schnitt von 12,2 km/h bzw. 4:54/km. Ich erwähne es am Rande, da ich mich schon längst von den Minutenzeiten verabschiedet habe. Lauf auch nicht mehr mit Pulsmesser oder so. Mir geht es darum Spass zu haben. Das ewige diskutieren über Sekunden, Minuten, Splits, Pulsfrequenzen … ein anderes Thema.

Es waren 30 harte, windige und nasse Kilometer. Am Ende wog ich möglicherweise an die 10 kg mehr. Ich hatte um kein Kleidungsstück zu wenig und zu viel an. Genau richtig. Gelaufen bin ich mit meinem erprobten ASICS DS Trainer. Den grünen. Ich weiß nicht der viewielte es ist. 18 vielleicht? Aufgrund der Nässe und der vielen Bergabpassagen habe ich mir die Hornhaut der kleinen Zehe (ja ich habe dort eine Hornhaut, welche ich normalerweise von der Pediküre entfernen lasse, aber im Winter nicht, denn im Winter trage ich selten Flip Flops und so müssen die Füße auch nicht zu 100% herzeigtauglich sein – sollten sie aber) zu sehr strapaziert – echt bescheuert, ähhhm gescheuert. Das tat höllisch weh. Von Kilometer – ziemlich von Anfang an. Ich habe dann immer mit dem rechten Fuß in den Boden gestampft und mit dem Fuß im Schuh weiter nach vorne zu rutschen. Kann sein, dass ich deshalb auch so langsam war 😉 Ich lerne daraus: Pediküre auch im Winter.

Am meisten habe ich bergab gelitten, da ich das Tempo meiner Mitläufer nicht halten konnte. Entweder bremse ich zu viel oder ich bremse zuviel. Auch deshalb, weil ich schon seit Jahren immer wieder am Schienbein innen Schmerzen habe. Shin Splints oder auch Schienbeinreizung. Einmal links, einmal rechts, heuer wieder links. Seite meinen Eskapaden in den Bergen (Lech/Zürs, Kleinwalsertal und Bad Kleinkirchheim – ich habe davon schon auf Facebook berichtet). Zu viel Berglauf und zu viel Bergablauf. Und der unruhige Untergrund (Schnee, Eis …) tun meinem alten Knochen nicht gut. Knochen, denn Waden hat mir der liebe Herrgot keine gegeben. Mal sehen wie lange es dieses Mal dauert, bis ich wieder schmerzfrei bin. Letztes  Jahr waren es ein paar Monate. 

Im Summe muss man sagen, dass Schildorn echt hart ist. Doch mit etwas Training ist das schon zu machen. Meines verlief bis dato recht gut. Habe ein paar lange Läufe – hauptsächlich rund um den Lainzer Tiergarten – gemacht. So viele wie schon … muss nachdenken … eigentlich eh noch nie. Ein paar 30iger, einen 40iger und viele Bergläufe. Ohne Plan und nach Motivation bzw. Challenge.

Jetzt ist dann Rodgau an der Reihe. Ich ich schwöre, dass ich dort sterben werde. 50 km sind kein Spaziergang.

Rock it. Cristian Gemmato aka @ketterechts.

Der Lainzer Tiergarten. Viele Biker und 1 Läufer.

1. Dezember. Adventwochenende. Während der Großteil der zivilen Bevölkerung in unseren Breitengraden einen solchen am Christikindlmarkt verbringt, habe ich mich entschlossen – endlich – rund um den Lainzer Tiergarten zu laufen.

Ich war jetzt schon ein paar mal dort. Habe ein paar Runden gedreht. Vermehrt zwischen Nikolaitor, St. Veiter Tor und Lainzer Tor. Dann hat mich @peterlaufsblog von diesem Rundlauf erzählt. Und weil ich mich gerade auf meinen ersten Ultralauf vorbereite (ja, 50 km sind schon ein Ultralauf), siehe Rodgau50  (danke an dieser Stelle an @Triathlondog), ist es halt passiert.

Vorbereitung wie immer: Keine. Nur ein Plan von @peterlaufsblog im Kopf. Halbwegs. Ich wusste, dass die Runde ca. 25 km hat. Ich wusste, dass ich von meinem Ausgangpunkt ca. 10 km bis zum Nikolaitor brauche und ich wusste, dass ich vom Lainzer Tor und dem St. Veiter Tor weitere 10 km zurück nach Hause hätte. Also war ich auf 45 km eingestellt.

Und natürlich auch gepackt. 4 x Leibniz Pick Up! Black’n White, 500 ml Wasser und ein paar Euro. Für Spar, Billa oder für das Taxi. Obwohl – mit dem Taxi fahren nur Mädchen heim. Gestartet bin ich um 12.15 Uhr. Mit dem Wissen, dass es spätestens um 16.30 Uhr stockdunkel sein würde. Spielraum also fast keiner.

Die ersten Kilometer führten mich durch den Schönbrunner Park, dann hinuter auf den Wienfluss. 5 schnurgerade Kilometer. Dann ging es vorbei am Nikolaitor entlang der „Mauer“ (eine Miniausführung der Chinesischen Mauer umkreist den gesamten Lainzer Tiergarten) bis nach Auhof. Einmal unter der Westbahn durch und dann schon das erste Ratespiel.

Die Beschilderung lässt etwas zu wünschen übrig. Immer wieder gibt es Abzweigungen, wo man nicht genau weiß, welche die richtige sei. Zum Glück gab es Mountainbike Spuren. Und so bin ich nach alter Indianerhäuptling Methode einfach diesen gefolgt. Die ersten Höhenmeter waren hier noch zu schaffen. Dann erreichte ich eine Lichtung. Hier zweigt die Straße dann nach rechts auf den Berg. Gerade aus sieht man eine Autobahnmeisterei. Ich dachte also, rechts laufen zu müssen. 3 km bergauf. Bis ich das Gefühl bekam, falsch zu liegen. Ich kehrte um. An der Abzweigung traf ich 3 Damen mit Kinderwagen. Leider konnten mir auch diese nicht helfen. Sie sagten aber etwas von einer Brücke über die Autobahn. Genau so eine suchte ich, denn ich wusste irgendwann muss ich wieder über die Westbahn.

Vorbei an der Autobahnmeisterei, landete ich bei 2 Wildzäunen. Diese waren leicht zu öffnen. Wenig später dann eine geschlossene Jausestation. Hier lief ich gerade aus. Doch mein Gefühl ließ mich nach ein paar hundert Meter erneut umdrehen und rechts an der Jausestation einen kleinen Forstweg nehmen. Wie gesagt: hier wäre eine Beschilderung auch nicht schlecht. Nach ca. 500/700 Metern erreichte ich wieder die Mauer. Und ein kleiner Standortplan.

Es ging jetzt entlang der Mauer. Und es war richtig „trailig.“ Meine Brooks Pure bekamen da so ihre Haftungsgrenzen aufgezeigt. Denn es ging steil nach oben. Verdammt steil. Und es war rutschig und der Boden war tief. Ich hatte schon an die 16 km in den Beinen, so dass ich bergauf nicht mehr so richtig laufen wollte und konnte. Also Hände auf die Knie, Kopf nach vorne und gehen. Mehr war nicht drin. Km 19 hatte beispielsweise 140 Höhenmeter!

Am obersten Punkt angelangt – man läuft hier mitten im Wald – Erleichterung. Aber zu früh gefreut. Durch die gefallenen Blätter waren keine Wege mehr zu erspähen. Einzig da und dort ein paar Pfeile an den Bäumen zeigten mir wo es lang gehen sollte. Ein paar Moutainbiker kamen mir entgegen und wurderten sich über mich.

Oben – haha, eben nicht ganz – km 20. Also ein Fast Halbmarathon. Unter 2 Stunden. Ich hatte also immer noch einen Schnitt von unter 6min/km. Einmal kurz bergab und dann wieder ein Gegenanstieg. Ich erreichte einen Forstweg. Gerade aus geht es hier nach Laab am Walde. Links zum Laaber Tor. Diesmal gut ausgeschildert. Was jetzt folgte war ein schöner Forstweg, wo ich gerne ein MTB gehabt hätte. Leider mussten mich meine Beine tragen. 

Was meine Verpflegung betrifft. Ich habe mir vorgenommen, jede Stunde ein Pick Up! zu essen und regelmäßig zu trinken. Auch wenn das Wasser kalt war und ich bei jedem Schluck Angst hatte von innen zu erfrieren.

Irgendwann weiter unten dann war wieder die Zivilisation zu sehen. Ein paar Häuser. Und links oben das Laaber Tor. Ja oben. Steigung. Scheiße. Ich war fertig. Km 23. Gute 17/18 noch vor mir. Aber ich musste Heim.

Die Strecke vom Laaber Tor ist dann die schönste vom ganzen Lauf. Entlang einer Lichtung und einer schier unendlichen Wiese. Man hat hier das Gefühl in den Alpen zu sein. Nur die Laubbäume täuschen etwas.

Bei km 28 ging mir dann der Akku aus. Ich war bis hier 2:47 Minuten unterwegs. Schade. Ich hätte gerne die gesamte Aufzeichnung gehabt. Was dann folgte waren unendliche km. Ich hatte keine Ahnung wo ich war. Ständig auf und ab. Links neben mir die Mauer. Rechts weiß ich nicht. Mein Genick war schon steif. Und das Wasser alle. Ich lief, lief und lief. Vorbei am Gütebachtor. Richtung Lainzer Tor. Ich hätte im Tiergarten selber abkürzen können. Aber der ist derzeit geschlossen. Shit happens.

Nach Gut 3 Stunden war ich dann am Lainzer Tor. Und wieder etwas mehr im Bilde. Denn jetzt wusste ich wieder wie ich zu laufen hätte. Denn den Weg war ich schon 1 x in die andere Richtung gelaufen. Ich peilte das St. Veiter Tor an. Und wurde mit neuen Höhenmeter überrascht. Am St. Veiter Tor selber wusste ich – jetzt geht es nur mehr bergab. Mein Plan war jetzt bis zum Lainzer Platz zu laufen und dann den Spar dort zu überfallen. Der sehr gute Plan ging auch auf. Stoppuhr angehalten. Rein ins Geschäft. 1 x Milka Tender und 1 x ein Liter Magnesium in Form von Arriba Plus Formel Q. Warum genau das? Keine Ahnung.Dann waren die Akkus – nicht jenes vom iPhone – wieder geladen. Und ich konnte locker nach hause Laufen. 


Ergenbis: 40 km in 4 h. Rodgau50 kann kommen. Und die Badewanne auch. Und dann das Bett. Davor noch Spaghetti Bolognese und dann Salat mit Putenstreifen. Als Nachtisch 1 Pick Up! Das ist nämlich übrig geblieben.

Notiz am Rande: Die „Rund um den Lainzer Tiergarten“ Runde bin ich nicht ganz fertig gleaufen, dann vom St. Veiter Tor Richtung Nikolaitor habe ich mir erspart. Ich hätte sonst 2 – 3 km mehr gehabt. Und keinen Spar am Wienfluss.

Cristian Gemmato aka @ketterechts.

Eurobike 2012 – mein Rückblick.

Ja. Ich habe es wieder getan. Am 30. August 2012 war ich auf der Eurobike 2012 in Friedrichshafen. Anreise wie immer mit dem Auto. Viele Stunden. Zeitig in der Früh. Ich wollten dem Stau auf dem Weg zum Messegelände (ab der Autobahnausfahrt) entkommen. Ist mir fast gelungen. Die letzten 10 km waren stop and go. Am Gelände selber – schlau der Erfahrung des letzten Jahres – habe ich den Parkplatz 7 mit dem Gratis Shuttle Bus gewählt. Als einziger bis zu diesem Zeitpunkt. Mein Auto war das erste dort. Und das trotz eines Umweges samt U-Turn über die Sperrlinie.

8.30 Uhr fuhr mich der Bus zum Messeingang. Vorbei an stauenden Autos – Dank Schleichweg und Straßenpollergenehmigung. Der Check-In mittels Scancode verlief wie immer reibungslos. Stichwort Internetkarten. Gleich anschließend habe ich mich um einen Zugangscode für das kostenlose Wlan in dem Hallen gekümmert. Bekommen, eingegeben, geflucht. War wohl überlastet. Und das den ganzen Tag. Mein frommer Wunsch nach einer Live-Berichterstattung zuerplatz. Doch kein Plan A ohne Plan B. Ein Roaming Datenpaket von A1 musste her. 600 MB sollten für 1 Tag reichen. Und sie reichten. Denn auch der normale Handyempfang war unter jeder Sau. Plan C hatte ich keinen. Mit viel Geduld ist es mir aber doch da und dort gelungen wieder und immer seltener wieder ein paar Signalstärken zu ergattern und meine Impressionen in die Welt zu schicken.

Was ist in 8 Stunden und gefühlten 100 km Gehweg gesehen habe lässt sich mit keiner Portokasse bezahlen. High End Technologien wohin das Auge reicht. Carbon und Elektronik als Magneten. Vieles nicht wirklich neu, aber doch wieder eine Stufe verbessert. Von Seiten der vielen Hersteller kann die Devise deshalb nur gelautet haben „Sehen und gesehen werden“. 12 Hallen, ein Freigelände und eine Zeppelin Zusatzhalle. Bike – the big business.

Meine Eindrück im Detail:

  • Klotzen statt kleckern: Scott, Shimano und Cannondale die Krösuse unter den Herstellen. Die größte Ausstellungsfläche, die meisten Mitarbeiter und eine kaum fassbare Produktrange.
  • Assos gewinnt wieder einmal den Preis für die größte an den Tag gelegte Arroganz. Ein Zutritt zum Fort Knox Stand war nur mit persönlicher Einladung und bestätigtem Termin möglich.
  • Die Eurobike ist ein Paradies für Texter. Ein und die selbe Technologie (ok – es gibt schon ein paar Unterschiede) wird mit zig verschiedenen gut klingenden Namen und Lockrufen aangepreist.
  • Aero war bereits letztes Jahr Thema beim Rennrad (nicht TT). Der sichtbare Eindruck wird heuer noch weiter verstärkt. Cipollini (RB1000) und BMC (Timemashine TMR01) können eine Verschmelzung mit TT-Visionen nicht verbergern. 
  • Pinayellow. Kaum wer anderer schlachtete den Sieg bei der TdF so aus wie der Familienbetrieb aus Treviso. Und das ist gut so. BMC war da letztes Jahr quasi Anfänger.
  • Campagnolo lässt die Chorus verschwinden. Dafür bleiben Record und Super Record im Programm. Das soll eine Verstehen. Der Unterschied ist so minimal. Darunter rangiert jetzt die Athena. Mit EPS und 11fach.
  • Shimano und SRAM bleiben bei Alukurbeln und lassen das Carbonfeld dem Mitbewerbern. So ist eine Campagnolo Karbonkurbel nach wie vor die Schönheit unter den Kurbeln. 
  • Asiaten kommen mit Carbonkompetenz auf die Welt. Diesen Anschein hat man, wenn man durch die hinteren Winkeln der Hallen spaziert. Dort sind sie nämlich. Die Kleinanbieter. Auf maximal 2 x 2 Metern verpacken sie ihr Know How und vesprechen hohe Qualität zu niedrigen Preisen. Custimized versteht sich von selbst.
  • Chiropraktiker haben eine rosige Zukunft. Wenn es nach den Herstellern geht. Vorbauten als logische Verlängerung des Oberrohres sind keine Seltenheit mehr. Look 675 oder Canyon Speedmax CF sind mir freiem Auge als bandscheibenvorfallsverdächtig einzustufen.
  • Pink ist in. Aber nur wer den Giro fährt und dort mit seinem Material die „maglia rosa“ am Ende sein eigen nennen darf. Pinke Rotor Kurbel und ein pinkes Cervelo. Raten Sie mal wer das gefahren ist. 
  • Selten so wenig Gadgets mitbekommen als heuer. Ok, die Klassiker Lanyard und Gummibärchen sowie Industriemürbteigkekse gab es zuhauf. Doch dann wurde es eng. Sehr eng. Und sehr leer. Prospekte zähle ich da nicht dazu.
  • Was da einem als Hochsicherheitsschlösser angeboten wird (Firma Abus) reicht in Wirklichkeit nur, um Dieben ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Ebensolches hatte ich am Keller. Weg ist es. Samt Fahrrad. 
  • Wlan und Handyempfang waren unter jeder Sau. Aber das habe ich ja schon erwähnt.
  • Coole und gut choreografierte Modeschau. Blieb im Kopf. 
  • Kopien. Diese gab es um ein paar Cent in 2 verschiedenen Ecken und in den vielen Hallen. Offen bleibt die Frage, wer von wem kopiert hat. Viele auf alle Fälle von Cervelo. 
  • E-Bikes gabe es in einer ganzen Halle. Ja. Nur E-Bikes. Gesehen habe ich diese nicht. Vielelicht in 50 Jahren – sollte ich ein E-Bike brauchen. 
  • Trends für 2013? Ovale Kettenbletter und Wattmessung. Und wenn Sie so wollen noch die Kettenstrebe am Umwerfer. Letzteres weil’s cool aussieht. Erstere weil sie anscheinend was bringen. Kann’s nicht sagen. Habe weder noch.

Nach der Messe ist vor der Messe. Wir sehen uns also 2013 wieder.

Cristian Gemmato aka @ketterechts.

PS: Sollten mich zusätzliche Erinnerungen heimsuchen. Ich werde es hier posten.

Austria Triathlon Podersdorf – mein Eindrücke.

Fango Packung für € 120 Stargeld. Austria Triathlon Podersdorf

Eigentlich müsste ich ein dickes Buch darüber schreiben und eigentlich wäre ich viel lieber beim Ötztaler Radmarathon an den Start gegangen. Doch ich habe keinen Startplatz bekommen. So habe ich mir für € 127 einen Start beim Austria Triathlon Podersdorf (25ste Jubliäumsausgabe) gekauft. Nicht billig.

Die Vorbereitung lief wie immer sehr improvisiert. Viele Radkilometer, ein paar Schwimmeinheiten eine Woche zuvor im schönen, azurblauen Wörthersee und ein paar schnelle Laufeinheiten inklusive Kärnten Läuft Halbmarathon. Das wars. Wird schon schiefgehen. Und ein fehlendes Zeitfahrrad. Darüber habe ich ja schon berichtet.

Anreise am Samstag. Ab ins „Festzelt“. Startnummern abholen. 100 Meter Schlange bei 60 schwülen erdrückenden Grad Innenzelttemperatur. Gut 40 Minuten anstehen. Dann Kaiserschmarrn. Dazu ein Glas Wasser aus einem Wasserständer als Gratis Getränk. Und es gab auch noch eine Expo mit drei Stände. Oder waren es doch vier?

Zu erwähnen an dieser Stelle die Wettkampfbesprechung. Mit Beamer. Und eine kaum lesbare Videowall. Dazu noch ein etwas sehr „aufgewühlter“ Chefwettkampfrichter, dessen erste Worte nicht eine freundliche Begrüßung aller Teilnehmer waren, sondern mehr eine Belehrung, im Umgang mit dem Wettkampfrichtern freundlich und besonnen zu sein. Und, das alles andere nix bringt. Mehr dazu später. Ach ja, dass nach jedem Satz des Oberchefkampfrichters die Drohung einer Disqualifikation angehängt worden ist, hat mich auch nocht verwundert. Funktioniert so Prävention bzw. Deskalation? Über 30 Minuten wurde diskutiert, was denn beim Schwimmen erlaubt wäre, nachdem der Neo verboten wurde. Swimsiut ja oder nein? Beschichtet ja oder nein? Zwei Schichten ja oder nein? Auch das Thema „hüpfen“ wurde sehr umfassend inszeniert. Devise: Hüpfen verboten. Denn lt. Wettkampfordnung darf man das nicht, weil es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Eine etwas sehr subjektiv ausgelegte Interpretation von Ge- und Verboten. Und eine Herausforderung. Schwimmen bei 30 cm Seetiefe muss auch gelernt sein. Werde mal meinen Schwimmtrainer fragen, ob es dafür eine bestimmte Armzugtechnik gibt.

Samstag, 25. August 2012. 7.00 Uhr. Start. Im sehr warmen Neusiederlsee. Ohne Neo. An die 1000 Teilnehmer gleichtzeitig. Und Chaos. Triathleten, welche immer noch nicht geschnallt haben, dass die erste Disziplin Schwimmen ist. Gut es ist nicht leicht in einer 30 cm tiefen flüssigen Fango Packung die Orientierung zu finden. Das kann ich verstehen. Auch weil die Richtungsbojen sehr schwer erkennbar waren. Eine Verbesserung zu meiner letzten Teilnahme waren sie allemal. Keine schwimmenden Bojen, sondern aufgesteckte. Vor mir wurde kreuz und quer, von links und von rechts geschwommen. Von Anfang an konnte ich keinen Rhythmus finden. Ich musste ständig mir neue Lücken suchen und stehende Triathleten (ja, es gibt sie) ausweichen. Und dazu musste ich hüfen. Irgendwann entschloss ich mich ganz außen zu schwimmen und den weitesten möglichen Bogen zu nehmen. Weiter wäre nicht gegangen. Denn am anderen Ufer hätte ich an Land gehen müssen. Und außerdem war mit ein Passagierschiff im Weg. So ist auch ein Schwimmsplit von 38 Minuten ganz passabel (ohne Neo schwimme ich an die 34 Minuten).

Was dann folgte darf ich gar nicht erwähnen. Eine T1 Zeit von 2:04 Minuten. Schämen. Setzen. Durchgefallen. Keine Ausrede. Ich habe mir einfach sehr, sehr viel Zeit gelassen. Die Sub 5 als erklärtes Ziel schienen bereits irgendwo gefährdet.

Dann nahm ich meine Princess of Pain in die Hand und machte mich auf die mir noch unbekannte Radstrecke. 3 Runden a 30 km. Flach. Kaum Wind – was sich noch etwas ändern würde. Mein herkömmliches Rennrad ohne Aufsatz musste dafür herhalten. Das Zeitfahrrad ruht ihrendwo im Osten.

Mein erklärtes Ziel waren 2h30. Also an die 50 Minuten pro Runde. Ich konnte gleich Meter und Teilnehmer gut machen. Immer am Unterlenker. Ich überholte Horden von windschattenfahrenden Teilnehmern. (Video hier) und meistere die Strecke letztendlich in 2h24. Einem Schnitt von 37,0 km/h. Wie gesagt. Mit „normalem“ Rennrad. 47, 47, 48 meine Rundenzeiten.

In der zweiten Runde erwischte mich dann Wettkampfrichter. Mir ist ein Gel aus der Tasche gefallen. Dafür bekamm ich eine Verwarnung. Originalton des Wettkampfrichters: „Es passiert dir nichts. Bei einer zweiten bist weg.“ Ich habe mich noch mit dem Wettkamprichter unterhalten und ihm meine Unabsichtigkeit plausibelst dargestellt. Dann habe ich ihm auch versichert, dass ich bei der nächsten Runde den Müll wieder aufheben werde.

Zum Radsplit ist zu sagen. Schnell und öde. Man fährt – sofern man keine Mitstreiter im Windschatten mitschleppt allein. Ein paar Streckenposten und Gendarmeriebeamten ausgenommen. Nur auf eine Länge von ca. 500 Metern mitten im Podersdorf kam Stimmung auf.

T2 glich dann der T1. Unter jeder Würde. Nochmals druchgefallen.

Der bevorstehende Halbmarathon begann dann, wie jeder Laufsplit bei mir beginnt. Ich musste erst meine aufrechte Position finden. Diesmal verschärften die 90 km am Unterlenker die Mission „Laufen“. Die lädierten Bandscheiben machten den Rest. Knapp am Kotzen gelang es bei km 3 halbwegs Fahrt aufzunehmen. Auch Dank der 2 Labstationen. Eine gleich zu Beginn und die andere bei km 2,5. Insgesamt 4 Labstellen auf dem 10 km Rundkurs. Chapeau. Das hat geklappt. Von der sehr warmen, gepantschten Cola nehme ich Abstand. Das ist bei 30 Grad Außentemperatur zu aktzeptieren.

Ich habe mir das Rennen in 4 x 5 km eingeteilt. Motiviert von den schnellen Einheiten und von den 1h31 beim lezten Halbmarathon, war es Ziel 1h45 zu Laufen (Wunsch 1h40). Ich lief nach Gefühl und ohne auf die Uhr zu schauen. Die ersten beiden 5 km Schleifen konnte ich einen vor mir Laufenden Vereinskollegen einholen und überholen. Dann die Wende in Podersdorf und die Gewissheit nochmals in die Hölle zu müssen. Das hat mich im Kopf etwas demotiviert. Ich brauche Publikum bzw. etwas Power in Form von Stimmung oder Musik. Diese fehlte in Podersdorf komplett. Die 200 – 300 Meter rund um die Wende ausgeschlossen. Die mitradelnden Touristen auf der Laufstrecke waren mehr Hindernis als Motivatoren.

Unbewusst – ja ich bin auf ankommen programmiert – nahm ich Tempo raus. Bei km 15,75, also in der Hölle, sah ich, dass ich nach wie vor mit einem 6er Schnitt die Sub 5 schaffen könnte. Also doch noch etwas anziehen. Was erstaunlicherweise gegangen ist. Also wäre wieder einmal mehr drinnen gewesen. Ich glaube ich werde vom @TriathlonDog etwas Nachhilfe zum Thema Quälen beim Laufen holen.

Ein quasi punktgenauer 1h45 Halbarathon sicherte mir dann eine Endzeit von 4h52:44. Sub 5. Zufrieden. Lag schon länger in der Luft. Leider konnte ich es nie umsezten (5:03, 5:09, 5:13). Ich bekamm auch gleich die Zeit via Twitter und Facbook von Followern bestätigt. Pentek-Timing sei Dank. Doch dann die Überraschung. Seit gestern Abend ist meine Zeit auf 4h57:44 um 5 Strafminuten erhöht worden.

Ich bin echt angefressen. Weil ich nicht weiß warum. Windschatten kann’s nicht sein. Das liegt mir nicht und das mache ich grundsätzlich nicht. Lieber im Wind sterben, als hinten Lutschen. Das ist meine Devise. Es gab ein paar Situationen, wo die Wettkampfrichter neben mir fahrend Zeitstrafen verteilt haben. In diesen war ich aber immer an erster Stelle und hinter mir die lutschende Traube. Verwechslung? Kann ich mir nicht vorstellen. Die Verwarnung wegen des Gels? Warum? Der Wettkampfrichter hat mir versichert, dass diese keine Auswirkungen hat. Möglicherweise hat der Oberschefwettkampfrichter ein gehöriges Wort mitgesprochen. Im Nachhinien ohne Möglichkeit Protest oder was auch immer einzulegen.

Leider krieg ich keine Stellungnahme mehr. Was bleibt ist ein die Erinnerung ein einen Dorftriathlon. Und ich meine das nicht böse. Und die Gewissheit, dass Wettkampfrichter willkürlich handeln. Nach Lust und Laune.

Ob ich den Austria Triathlon empfehlen würde? Fragt mich in ein paar Wochen. Wenn ich wieder mittig bin.

Cristian Gemmato aka @ketterechts.

PS: seite gestern vermisse ich auch meinen rechten grünen Asics DS Trainier Größe 28,0. Den hat wohl wer anderer gefunden, bevor ich ihn verloren habe.