Kategorie: Allgemein

Raddiebstahl. Klappe 3

die Baronesse: Pinarello Montello FP 8

„Nein. Nicht schon wieder.“ „Das kann doch nicht wahr sein.“ „Nee im Ernst, unfassbare Scheiße.“ „Das ist eine Sauerei . Dem hauen wir die Hände ab.“ … Das sind nur einige der Kommentare auf Facebook zu meinem wiederholten Posting in Sachen Raddiebstahlt.

Ja, denn es hat mich schon wieder erwischt. Diesmal ist mein TT Rad gestohlen worden. Aus einem Kellerabteil in Wien. Wie es aussieht ein professioneller Einbruch. Die Täter (ich sage mal, dass es mehrere gewesen sind) haben sich mit einem Schlüssel Zugang zum Kellerabteil verschaffen. Wie auch immer. Komplizen im Haus nicht ausgeschlossen. Schlamperei? Ich hoffe nicht.

Einmal drinnen, dürften die Arschlöcher (ja, ich nenne sie so) dann alle Abteile genauestens beobachtet haben. Fünf wurden aufgebrochen – in allen 5 waren teure Räder (Wert ab ca. € 2.000). Mein Kellerabteil war mit 2 dicken Schlössern (Sicherheitsschlösser wie für Motorraäder) versperrt. Dazu habe ich das Abteil verdunkelt. Ein Gelegenheitsdieb beißt sich normalerweise die Zähne aus.

Dass es sich um Profi gehandelt haben muss zeigt auch die Tatsache, dass alle aufgebrochenen Schlösser mitgenommen wurden und die Türen mit einem leichten Draht zugeschraubt wurden, dass man nicht gleich erkennen konnte, dass die Tür aufgebrochen war. Das ganz geschah von Sonntag auf Montag. Erst heute bin ich informiert worden, da ich nicht zu Hause war. 


Natürlich geht es jetzt um die Frage ob eine Versicherung da ist (HH-Versicherung ist da) und ob diese zahlt. Und wieviel. Dieses Thema hatten wir auch schon.

Mir geht jetzt aber viel mehr durch den Kopf. Ein Rad kann man ersetzen. Von bis – das Angebot ist unüberschaubar. Nicht ersetzen kann man mir aber das Gefühl, jederzeit wieder bestohlen werden zu können. Ich habe jetzt das dritte Rad in drei Jahren auf diese Weise „verloren“. Jedes Mal dachte ich mir, meine Schuldigkeit getan zu haben. Jedes Mal bin ich eines besseren belehrt werden. Mittlerweile sehe ich nur mehr Diebe rund um mich. Suspekte Menschen. Mutmaßliche Kriminalisten. Betrüger. Gauner.

Und ich muss mich zurückhalten. Zurückhalten mit pauschalierten Aussagen zum Thema. Und Ausagen zu den Arschlöchern, welche ich in diesem Zusammenhang als Täter sehe. Denn zu raten, wohin solche Räder landen, braucht niemand 3 Möglichkeiten.

Warum kann es nicht möglich sein, ein Rennrad in einem vesperrten Kellerabteil sicher zu glauben? Warum muss man heutzutage Rennräder und TT-Räder in einem Kinderzimmer oder – wohnzimmer aufbewahren?

Es ist echt zum Kotzen.

@CristianGemamto aka @Ketterechts

quaeldich.de Tauernrundfahrt 2012

Seit der Ankunft in Salzburg sind zwar erst 2 Tage vergangen, aber ich vermisse sie schon. Die quaeldich.de Tauernrundfahrt. Und das nach 720 km und 12.000 Höhenmetern (Abstecher zur Kaiser Franz Josefs Höhe inklusive). Warum? Weil es einfach nichts geilers gibt. 5 Tage in der Gruppe Rennrad fahren, die Tauern genießen, essen (viel essen, gut essen, regelmäßig essen) und schlafen.

Ich habe während der Tour bereits radelnd berichtet – sofern es mir im Sattel und im Windschatten möglich war bzw. eine Netzabdeckung vorhanden war. Insgesamt habe ich an die 800 Fotos geschossen und ca 60 Minuten Videomaterial aufgenommen. Meine GoPro und mein iPhone waren im Dauereinsatz. Derzeit bin ich noch am Sichten und am Schneiden. Ein 15 Minutenvideo wird sich schon ausgehen ;-). Keine klassische Reportage, sondern das Erlebnis Rennrad. Vom Aufstieg bis zur rasanten, teilweise sehr gefährlichen Abfahrt.

Nicht ganz uneigennützig erwähne ich an dieser Stelle, dass ich mit meinen Postings bei Facebook in der Vergangenen Woche an die 10.000 Personen erreicht habe. Danke an dieser Stelle an Euch alle.

Die Faszination Tauernrundfahrt liegt vor allem darin, gemeinsam etwas zu schaffen. Man startet gemeinsam und kommt gemeinsam an. Auch wenn da und dort die oder der eine ausbüchst. Denn es gibt viele Möglichkeiten (erlaubte und unerlaubte) sich auszutoben. Vor allem am Berg. Großes Lob zolle ich an dieser Stelle der vermeintlichen „Dolce Vita“ Gruppe. Denn das was die Radler hier leisten ist weit mehr als, das was in der „Schnellen“ Gruppe in die Pedale getreten wird. Hier mischen sich Neulinge und Wiederholungstäter. Der Fokus: die eigenen Grenzen zu erfahren und zu überwinden. Tag für Tag. Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung. Und man merkt von Etappe zu Etappe, dass Schmerzen und Leid Menschen zusammenschweißen. Eigentlich wollte ich eine Etappe mit der Dolce Vita Gruppe mitfahren. Es tut mir echt leid, dass mich mein Ergeiz davon abgehalten hat. Trotzdem. Ich habe sehr interessante Typen erlebt.

@Roland: unseren Guide und obersten Streckenführer. Ein quaeldich.de Urgestein. Kennt die B- und L-Straßen rund um die Tauern wie kein anderer. Besondere Stärke: Understatement. Einer der besten im Feld. Fährt auch „hinten“, um keinen zurück zu lassen. Sollte ab und zu etwas mehr essen. Next stop: Ligurien.

@Hannes: Mister „Attacke“ und Sieganwärter für alle Ortstafelnsprints und Bergankünft. Guide, der gern gegen die „Gesetze“ verstoßt. Hat bei der einzigen BAK die Gruppe auf den letzten Kilometern leicht in Verzweiflung gebracht und sehr in die Länge gezogen. Keiner hält so vehement lange an seiner Radhose fest, wie Hannes an seiner teilweise bereits flatterrockartigen Assos.

@Nils: Fliegengewicht und Doppelgängern von Christopher Vroom. Di2 Rider. Am Berg stets knapp hinter den „Göttern“. X-Bionic Testimonial.

@Stefan: Bayer mit hohem Selbstzerstörer Potential. Der unruhigste im Feld. Zupft wo es nur geht. Macht dich kaputt, wenn du mit ihm im Wind fährst. Sein Motto: „Das Leben ist ein Sprint.“ Denkt und spricht in Watt. Nonstop. Eine glanzvolle Karriere als japanischer Keirin Fahrer ist nicht ausgeschlossen.

@Christian: Der ruhigste im Feld. Aber dafür stark. Sehr stark. Trotz unrasierter Beine (oder ist das sein Erfolgsgeheimnis?). Bei jeder Bergwertung vorne weg. Träger des gelben (Ötztaler) Trikots. Sein Hinterrad war nur mit fatalen Nebenwirkungen zu halten. Nein. es war einfach nicht zu halten.

@Martin: Speedy Gonzales. Kennt bei der Abfahrt nur eine Sitzposition. Das Oberrohr. Hat im Schönfeldsattel seinen Meister gefunden. Dafür hat er die Franz Josefs Höhe mit Auszeichnung bestanden. Der gefährlichste Stunt geht auf seine Kappe.

@Michael: Alle guten Dinge sind drei. So wie die Kettenblätter. Der einzige in Gruppe 1, der 3fach gefahren ist. Und das hat sich ausgezahlt. War am Berg nicht abzuschütteln. Klebte am Hinterrad wie ein beidseitiges Tufoband. Steigungen über 12% waren sein Revier.

@Chris: FM4 Journalist und Brite. Mountainbiker. Und erstmals 5 Tage auf 700 x 23 unterwegs. Im Peloton und in der Gruppe. Sammelte hier seine Erfahrung. Und Gelder. Denn im September will er in Uganda für einen wohltätigen Zweck weiterradeln. Gewinner des goldenen Kotflügels.

@Lorreine: die schnellste Dame. Lässt so manchen männlichen Mitstreiter weit hinter sich. Hat sich 3 Tage lang mehr als tapfer in Gruppe 1 geschlagen, um dann in der Dolce Vita Gruppe zusammen mit @Florian, @Carlos und @Josef auszureißen. Beliebtestes Fotomotiv und Sternchen auf Ketterechts. Like-Lieferantin.

@Florian: Sunny Boy mit maximalem Posingfaktor. Der Schönste im Feld. Gestylt bis ins letzte Detail. Niemand konnte sich an seinem Hinterrad halten. Oder besser gesagt wollte. Zu laut war der Freilauf. Guppen-Hopper. Wechselte zwischen Gruppe 1 und 2. Gepeckter vom Dienst.

@Matthias: Still. Leise. Konstant. Konstant stark. Erst in der Mitte der Anstiege wusste man wo er war. Vorne. Sofern man ihn erkannte. Wechselte die Trikots im Wimpernschlag. Auch mehrmals täglich. Eine ausgezeichnete Verwirrtaktik.

@Axel: Alles was mir hier einfällt ist: Viech. Im positiven Sinn. Eine Maschine. Chapeau. Hut ab. Jahrgang 64 und fit wie zehn, nein hundert 20jährige zusammen. Eine Größe in der heimischen Radszene. Sub 8 beim Ötztaler Radmarathon. War an jedem Berg der Stärkste, Schnellste und Beste. Machte gerne Extraschichten.

@Carlos: spanischer Klettermax. El Gringo. Sein Auftritt in Gruppe 1 dauerte ein Mölltal lange. Bevorzugte dann wieder die Dolce Vita. Sorgte hier aber für Tempo, Ausritte und bildete mit @Florian ein Duo infernale. Stimmungsmagnet am Abend. Erwischte in Hohentauern gerade noch rechtzeitig das Nachttaxi, um Heim zu kommen.

Und dann gab es noch mich. @Ketterechts. Mittendrin, statt vorne dabei. Aber ich musst ja arbeiten.

Pinarello Dogma2 – Liebe auf dem ersten Tritt.

Pinarello Dogma 2 „Prince of Spain“

5 Wochen Wartezeit waren lang genug. Doch jetzt ist es endlich da. Mein heiß ersehntes Pinarello Dogma2 ist angekommen. Im meinem Radkeller und in meinem Herzen. Nachdem mir die „Princessin“ wieder einmal gestohlen wurde (ich habe darüber bereits gebloggt), gab es keine andere Alternative. Zumindest emotional. Finanziell gesehen … aber das wäre ein anderes Thema. Dank der raschen Versicherungsabwicklung und die Ausbezahlung des Neupreises kam überhaupt keine Diskussion auf. Auch wenn mich Bernhard Kohl mit seinen BMC Rädern, allen voran die Teammachine SLR01, minimal zum Schwächeln gebracht hat. Aber wirklich nur minimal. Ich bezog dann erwartungsgemäß das Dogma2 bei Radsport Grassinger in Lambach. Mit Campagnolo Super Record 11fach, Campagnolo Bora One Carbonlaufräder und Look Keo Blade Carbon Pedale.

Bis dato habe ich über die asymetrische Bauweise des Dogma2 nur von diversen Berichten schwärmen gehört. Auch Peter Grassinger konnte nicht genug davon hochjauchzen. Ich war also gespannt, ob des Wahrheitsgehaltes diverser Werbeaussagen. Reine Optik oder steckt doch etwas mehr dahinter?

Fakt ist, dass das Dogma 2 eben assymetrisch gebaut ist. Das begründet Pinarello durch die unterschiedliche Kraftübertragung beim Tritt in die Pedale. Dort wo sich die Kette befindet (natürlich rechts!), wird stärker Druck gemacht als links. Das besagt zumindest die Theorie. Dazu kommen noch diverse Aeroteile, wie die Sattelstütze und die in das Unterrohr integrierte Gabel. Letztere soll Steifigkeit nach vorne und eine wesentliche höhere Bremsleistung bewirken. Wie schon gesagt. In der Theorie.

Gestern bin ich dann das erste Mal mit dem Dogma2 ausgefahren. Im Kopf stets die Worte von Peter Grassinger: „Du wirst nur mehr Speed nach vorne machen wollen.“ Die ersten Meter bin ich sehr vorsichtig unterwegs gewesen. Wer will schon seine Premiere vermasseln. Auch saß ich etwas ungewohnt. Denn die letzten 5 Wochen habe ich auf meinem Pinarello Montello FP8 verbracht. Liegend.

Rasch konnte ich mich aber wieder umgewöhnen und je mehr Kilometer ich abspulen konnte, desto deutlicher zeigten sich die Unterschiede zu meinem 3 Jahre alten Prince. Das Dogma2 ist echt eine Rakete. Die Beschleunigung übertrifft alles, was ich mir nur ansatzweise vorstellen konnte. Bei jeder Kurbelumdrehung hast du das Gefühl, nach vorne gepusht zu werden. Der Wiegetritt im Stehen ist wie ein Katapult.

Trotz Müdigkeit von der Challenge Roth vom Wochenende musste ich einfach Gas geben. Begünstigt durch den jetzt eingesetzten Starkregen und den böigen Gegenwind, suchte ich mit aller Kraft den Weg nach Hause. Immer wieder überrascht von der Power, welche das Dogma2 auf den Asphalt übertragt.

Geworden sind es knappe 65 km in 2 Stunden. Angesichts der übersäuerten Muskeln und des verhunzten Premierewetter keine so schlechte Ausbeute. Egal wie viel davon Placebo sind. Das Pinarello Dogma2 hält, was es verspricht.

Mein erstes Fazit:
_optisch eine Augenweide
_exzellente Kraftübertragung nach vorne
_hohe seitliche Steifigkeit (Voraussetzung für den Punkt 2)
_hart im nehmen, gibt aber vieles zurück. Direkt in die Wirbelsäule

Ich kann nicht anders und muss 9 von 10 Punkten vergeben. Punkteabzug gibt es für den wohl doch hochen Preis.

Ich bin schon auf die nächsten Ausfahrten gespannt. Stay tuned.

Cristian Gemmato aka @ketterechts.

Die wahren Triathloncharaktere.

Jetzt geht’s los. Die Zeit des Hin- und Hergeplänkels ist vorbei. Nächste Woche der Ironman Austria in Klagenfurt und eine Woche drauf der Ironman in Frankfurt. Und natürlich die Challenge Roth. Freunde, Vereinskollegen und Trainingspartner da und dort dabei. Ich auch.

Was wurde die letzten Monate nicht alles trainiert. Nach Plan oder spontan. Geheim oder sozial medial öffentlichwirksam. Motiviert oder frustiert. Beschwerdefrei oder verletzungsbedingt. Auf den Millimeter genau oder Daumen mal Pi. Zielgesetzt oder spassgetrieben. Ernstgenommen oder bauchgefühlt. Hawaiifokussiert oder sightseeing-emotionalisiert. PB-orientiert oder Durchkommengebremst. Fakt ist. Der Tag an dem das alles zurückkommen darf rückt näher.

So unterschiedlich die verschiedensten Vorbereitungen waren, so unterschiedlich sind die mentalen Zugänge zu so einem Rennen. Denn es gibt so viele unterschiedliche Triathloncharaktere.

Der Miefstapler: Dieser Typus nimmt sich selbst im Vorfeld des Rennens aus dem Rennen. Die gesamte Vorbereitung war scheiße und außerdem dies, das und noch dazu jenes. Sein Ziel: Ganz eindeutig die Erwartungshaltung rundherum maßgeblich zu senken. Meistens trainiert so einer ganz allein. Die Gefahr den eigenen Selbstwert nach einer gemeinsamen Trainingseinheit in den unendlichen Tiefen der eigenen Sportlerseele zu verlieren ist sehr groß.

Der Rookie(ng) 1: Seine Premiere auf der Ironmandistanz hat er akribisch vorbereitet. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Penibelst wurde der Trainingsplan eingehalten. Das Ergebnis: Sensationelle Vorbereitungsrennen mit persönlichen Bestleistungen am laufenden Band. Diese nicht um Sekunden, sondern um Minuten. Die Form aufsteigend und bereit zu Punktladung. Seine Debützeit auf der langen Distanz wird den einen oder anderen „alten und/oder rostigen Hasen“ dazu bewegen, zumindest einmal mehr laut über einen Sportartwechsel nachzudenken.

Der Rookie(ng) 2:Wie 1, nur mit dem Unterschied, dass dieser sein Debüt mit „Ich will nur durchkommen“ tiefer als jeder andere stapelt. Eine 3:14 beim Marathon, eine 4:47 auf der Halbdistanz stehen heuer schon auf seiner Ergebnisliste. Und immer noch spricht er von „Durchkommen.“ Zeiten, nimmt dieser Typ keine in den Mund. Sein Kollegen sehr wohl. Sub10 sind die Mindesterwartung. Das weiß er. Und genau das macht ihm Angst und Druck. Denn Durchkommen allein ist heute leider keine „Leistung“ mehr.

Der Scheißminix: Man erkennt diesen Typ von der Ferne, indem man ihn nicht erkennt. Und an seinem „normalen“ Radhelm. Kein typischer Triathlet. Möglicherweise kein typischer Sportler. Schwimmt ab und zu im See und Bad. Radelt zur Arbeit (dies aber 150 km täglich hin und zurück). Und läuft. Frühmorgens mit seinem Hund. Carbon, Aero Laufräder, Kompressionssocken, Wetsuits … mittlerweile keine Fremdwörter mehr für ihn. Sein Stahlrahmen Geschoss samt Cinelli Aufsätze benützt er nur mehr im Alltag. Dieser gar nicht so seltene Typ zeichnet sich durch eine unvorstellebare Bereitschaft aus, sich quälen zu wollen unn quälen zu können. Bis auf den letzten Millimeter. Du hast keine Chance. So einer überholt dich immer.

Der Unsichtbarde: Von ihm sieht hört man von Jänner bis Juli nichts. Auch im Rennen nicht. Aber spätestens im November dann, da bekommt man von ihm persönlich eine Postkarte aus Hawaii.

Der Überseeflieger: Zwei Wochen Hawaii hat er schon eingeplant. 500 $ bereits gewechselt. Er bleibt einen Tag länger vor Ort. Und wenn er sich qualifiziert hört er mit der Ironmandistanz auf. Das ist er seiner Familie schuldig. Er ist Paradeathlet und Wirtschaftsmotor in einer Person. Das Beste vom Besten. Das Teuerste vom Teuersten. Das Hightechste vom Hightechtsten. Was die physische Verfassung und die mentale Einstellung nicht kann, muss das Material herausholen. Eine einfache, wenn auch nicht ganz wissenschaftlich fundierte Schlussfolgerung.

Die Ketterechts: Durchschnittlicher Schwimmer und mäßiger Läufer. Dafür Rennradfahrer mit überdrüberdurchschnittlicher Leidenschaft. Und genau diese ist sein Ass im Ärmel. Damit macht er vieles wett. Allen voran 2 – 3 kg Übergewicht (im Vergleich zum Topathlet a.d.R.). Er fährt für’s Publikum und kann bei entsprechender Anfeuerung egal in welchem Abschnitt des Rennens immer noch zulegen. Seine Gegner sind die fehlenden Gegner. Allein ist er verloren. Im Rudel der Rudelsführer. Und der Antreiber.

 … Fortsetzung folgt

An dieser Stelle allen Hals und Beinbruch. Möge die Schönste gewinnen 😉
Cristian Gemmato aka @ketterechts

Spiroergometrie – schnaufen, schuften, schwitzen.

Klammer auf: Ich werde an dieser Stelle jetzt nicht mit Ergebnissen und Werten herumwerfen. Diese behalte ich für mich. Klammer zu. Klammer auf: Ich erwähne aber trotzdem, dass ich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden bin. Teils sogar sehr überrascht. Es liegt kein Zuvieltraining und auch kein Zuwenigtraining vor. Und das obwohl ich seit Tagen, nein Wochen, nein sogar Monaten, ohne Plan, nur Daumen mal Pi meine Vorbereitung auf die Challenge Roth Langdistanz, welche ich gar nicht machen wollte, durchziehe. Klammer zu.

Klammer nochmals  auf: Ich habe die Spiroergometrie ausprobieren „dürfen“, weil ich im Winter beim Weltcup in Bad Kleinkirchheim das Glück hatte Dr. Piero Lercher, seines Zeichen, Sportarzt, Präventiv-, Umwelt- und Arbeitsmedizier sowie Lehrbeauftragter der medizinischen Universität Wien von Gesund in Schöbrunn kennen zu lernen. Schnell fanden wir einen Zugang zueinander. Ein paar Monate später schwitze und keuchte ich in seiner Praxis. Mit an Board auch Mag. Jerzy Mondrzyk, ehemaliger Sportwissenschaftlicher Leiter an der Abt. f. Sport- u. Leistungsmedizin, Univ. Klinik f. Innere Medizin II, AKH-Wien. Wie man leicht erkennen kann, 2 Kapazunder auf Ihrem Gebiet. Klammer zu.

Und jetzt zum Wesentlichen. Ich möchte an dieser Stelle ohne gscheit daherzukommen und ohne jetzt groß fachliches Wissen zu haben, die Spiroergometrie etwas erläutern und beschreiben. Dabei werde ich sehr viele Inputs von Dr. Piero Lercher verwenden. Meine Aufgabe war es nur zu strampeln und zu atmen. Bis zum Umfallen. Nein, bis zu Ausbelastung. 

Ein Termin für dieses Experiment (ja, für mich war es eines. Denn ich wusste nicht, was auf mich zukommt und wie ich abschneiden werde. Es hätte auch sein können … lassen wir das einfach.). Die „Praxis“ mitten im Schönbrunner Park ist sehr gediegen und versprüht einen Hauch von Monarchie. Drinnen ist alles bestens vorbereitet. Eigene Duschen und Umkleidekabinen und eine sehr sterile „Folterkammer“. Jede Menge Computer, Kabeln, zwei Ergometer und eine Liege. Fantastisch die Aussicht. Direkt auf das Palmenhaus.Wäre das meine Wohung … hätte ich zu viele Touristen die täglich daran vorbeimarschieren.

Ich wurde gleich mit einem Fragebogen konfroniert. Ja, nein, nein, nein, nein … eigentlich bin ich ein Modell Patient. 😉 Alle Daten wurden akribisch in den Computer eingegeben. Danach hieß es ausziehen. Oberkörper frei machen. Ich wurde beklopft. Und man hörte in mich hinein. Tief durchatmen. Einatmen und ausatmen. Gewicht und Größe wurden dann auch noch gemessen. Bei meiner Einschätzung im Fragebogen lag ich um 1 cm über der tatsächlichen Größe und gute 2 kg unter dem tatsächlichen Gewicht. Nur das zum Thema Selbsteinschätzung.

Das Thema Körperfettmessung lasse ich an dieser Stelle aus. Nur eines sei gesagt. Auch ich habe meine Problemzonen. Der Rest ist weit unter der Norm und somit mehr als ok.

Soweit nichts ungewönliches. Doch dann wurde ich an eine „Lungenmaschine“ angeschlossen. Oder so ähnliches. Es galt jetzt mein Lungenvolumen in Litern und die Vitalkapazität zu messen. Es ist schon mal interessant, diesen Wert zu kennen. Notiz am Rande: Leistungschwimmer (8 Liter) und Apnoetaucher (10 Liter) kann ich rein pysiologisch, genetisch und frenetsich nie und nimmer werden.

Dann ging es endlich auf das Ergometer. Verkabelt und verstopft. Mit einem Ventil im Mund und geschlossener Nase.

Nur der Ordnung halber (ich weiß, dass dies von meinen Lesern jeder schon weiß): Was ist Leistungsdiagnostik? (nach Dr. Piero Lercher)

Untersuchungen der Leistungsfähigkeit erlauben eine Beurteilung der Gesundheitsstabilität und eine Festlegung der Wirksamkeit bestimmter Trainingsmethoden. Zusätzlich ermöglichen sie die Erstellung von fundierten Konzepten zur Trainingsplanung und Steuerung. Anhand der zahlreichen Messwerte (bei der Ergometrie: u.a. Herz-Kreislaufparameter; bzw. bei der Spiroergometrie: Herz-Kreislaufparameter, aerobe Kapazität, maximale Sauerstoffaufnahme, Energie-Stoffwechsel) wird die individuelle Trainingspulsfrequenz ermittelt, womit die Grundlage für eine medizinische Trainingsberatung zur Erreichung eines persönlichen Trainingszieles geschaffen wird. So kann beispielsweise auch die ideale Herzfrequenz zur Fettverbrennung abgeleitet werden.
Die Leistungsdaten beschreiben den IST-Zustand und lassen in der Verlaufskontrolle den Leistungszuwachs bzw. diesbezügliche Entwicklungsmöglichkeit erkennen.
Die Leistungsdiagnostik bietet auch eine begleitende Kontrolle hinsichtlich Regenerationsfähigkeit, Stress-Resistenz, Fehlernährung und blutchemischen Veränderungen.

Ad Spiroergometrie:
Derzeit gilt die Spiroergometrie als der „Goldstandard“ zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit in Bezug auf die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max). 
Im Rahmen einer Spiroergometrie wird bei Gesund in Schönbrunn folgendes Leistungspaket angeboten:
  • Sportmedizinische Basisanamnese und Statuserhebung
  • Spiroergometrie
  • Lungenfunktionstest
  • Körperfettmessung (Plikometrie)
  • Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max)
  • Laktattest
  • Ruhe- und Belastungs-EKG
  • Blutdruckmessung (Ruhe und Belastung)
  • Bestimmung des Pulses f. extensives aerobes Ausdauertraining
  • Trainingspulse für alle Ausdauerbereiche (A1 bis A4)
  • Bestimmung der anaerob- aeroben Schwelle,
  • Bestimmung der individuellen Leistungsfähigkeit inkl. Vergleich zur Weltklasse
  • Ärztliche und sportwissenschaftliche Befundbesprechung



Was kann jetzt die Spiroergometrie? In erster Linie geht es darum die maximale Sauerstoffaufnahme in l/min zu definieren. Natürlich werden Laktatmessungen genommen um die einzelnen von uns allen bekannten Schwellen zu bestimmen.

VO2max (= maximale Sauerstoffaufnahme in [l/min])
Unter der VO2max versteht man den höchsten individuellen Sauerstoffaufnahmewert pro Zeiteinheit, dessen der menschliche Körper unter Luftatmung fähig ist. Sie gilt als ein wesentliches Kriterium der kardiopulmonalen und metabolischen Leistungsfähigkeit. Außerdem determiniert die VO2max inhaltlich und begrifflich die aerobe Leistungsfähigkeit als jenen Energieumsatz, der durch Verbrennungsvorgänge mittels Sauerstoff möglich ist. Die Größenordnung der VO2max wird im Wesentlichen vom Herzzeitvolumen, der peripheren O2 -Utilisation und der aeroben Kapazität der beanspruchten Skelettmuskulatur bestimmt.
Um intra- und interindividuelle Vergleichswerte zu erhalten, muss jedoch auf eine sehr hohe bzw. vollständige kardiozirkulatorische und metabolische Ausbelastung geachtet werden. Im Hochleistungssport wird die VO2max zur Beurteilung bzw. Quantifizierung der Ausdauerleistungsfähigkeit herangezogen.

VO2rel (= relative maximale VO2 in ml pro kg Körpergewicht und pro Minute)
Diese Größe bezieht sich individuell auf das jeweilige Körpergewicht der Probanden und stellt einen weiteren aussagekräftigen Parameter zur Beurteilung der allgemeinen Leistungsfähigkeit dar. Die VO2rel gibt an, wie viel Liter Sauerstoff jedem Kilogramm Körpergewicht zur Verfügung stehen.
Die gewichtsbezogene Relationen der Sauerstoffaufnahmefähigkeit dienen auch zum interindividuellen Vergleich von Personen unterschiedlichen Gewichts.
Im Leistungssport ist die Aussagekraft der VO2relvor allem bei Sportdisziplinen, bei denen das Eigengewicht von den Sportlern mitgetragen werden muss(z.B. Laufen), von Bedeutung.




Interessant ist auch der sogenannte respiratorische Quotient.
Der respiratorischer Quotient (RQ) ist definiert als der Quotient aus dem ausgeatmeten Kohlendioxidvolumen (VCO2) und dem eingeatmeten Sauerstoffvolumen (VO2). Diese ebenfalls dimensionslose Zahl hängt vom Nährstoffabbau ab, und spiegelt das Verhältnis der Energiebereitstellung durch Kohlenhydrate und Fette wieder. Wird gleichviel O2eingeatmet wie CO2 ausgeatmet, so nimmt der RQ den Wert 1 an.

Für die Leistungsdiagnostik gilt daher folgendes Verhalten:

Bei ökonomischer Arbeit sinkt der RQ auf Werte bis ca. 0,80, hingegen steigt er bei ansteigender Belastung über 1 an (bis 1,15); d. h. es wird mehr CO2 ausgeatmet als O2 eingeatmet.
Während spiroergometrischer Messungen ist ein Ansteigen des RQ über 1 ein Indiz dafür, dass sich die untersuchte Person der Ausbelastung nähert.

Bemerkung:
Die Laktatkonzentrationen von 2 und 4 mmol/l zur Bestimmung der Schwellen sind „künstliche“ Grenzen, die sich durch umfangreiche Untersuchungen herauskristallisiert haben. Tatsache ist jedoch, dass es auch Menschen gibt, die beispielsweise schon in Ruhe Laktatwerte von 3 mmol/l und mehr aufweisen!
Hier zeigt sich u.a. ein Limit dieser Überlegungen.
Anhand der Spiroergometrie wird die Sauerstoffaufnahme und die CO2-Abgabe gemessen (und nicht geschätzt oder berechnet!!), weshalb mit dieser Untersuchung die tatsächliche anaerobe Schwelle bestimmt werden kann, wo die O2– Aufnahme und CO2-Abgabe plötzlich Zuungunsten der O2-Aufnahme nicht mehr im gleichen Verhältnis erfolgen, was wiederum durch den RQ illustriert wird.

Und genau hier (in der Bemerkung!) liegt das interessante an der Spiroergometrie. Ich kenne jetzt meine tatsächlichen und nicht fiktiven Schwellen (AS und ANS). Und darüber hinaus noch viel mehr. Watt, RQ, VO2max … alles in Relation und in Verhältnis zueinander … Dies alles als Grundlage für einen Trainingsplan, bei dem die festgesetzten Ziele genauer angepeilt werden. Ich habe einfach viel mehr Parameter zu Verfügung, welche ich bei der Erstellung von einem Trainingsplan miteinfließen lassen kann.

Auf alle Fälle müsste schnellstmöglich eine SRM Kurbel her. Denn das spielen mit den Watt wird wohl mein nächstes faible werden.

Fazit:

  • Spiroergometrie in der Praxis von Dr. Piero Lercher: € 250 die sich lohnen
  • 2 Stunden Aufwand, die viele neue Erkenntnisse hergegeben haben
  • jeder Mensch hat physiologische Grenzen. Das ist eine traurige Gewissheit.
  • ein mehrseitiger sportmedizinischer Befund samt Zahlen, Tabellen und Empfelungen
  • das ist schon noch was drin. Auch noch in meinem Alter.







Cristian Gemmato aka @ketterechts
(c) 2012 



Fotos

bike4dreams 2012 – 3/3

Sicher der spannendste und anstrengendste Teil der gesamten Fahrt. Schon bei der Besprechung am Tag zuvor wurde uns nochmals Perchau am Sattel als psychologische Hürde beschrieben. Oben angekommen, hätte man die Höhenmeter geschafft (außer ein paar noch bevorstehende Hügel) und man könne sich schon im Ziel sehen. Trotz der 70 noch zu radelnden Kilometern. Gute 30 davon leicht bergab. Doch noch waren wir nicht oben.

Kurz nach Scheifling das besprochene Prozedere. Der Schlusswagen fuhr nach vorne und die Bergziegen (sorry, Bergfahrer, Bergkletterer, Untergewichtige … und ich) reihten sich schön brav dahinter ein. Es waren nur mehr wenige. Der Rest wollte schon gar nicht mehr am Laktatgemetzel teilnehmen. Es dauerte nicht lange und die Strecke wurde vom Schlusswagen (der jetzt Führumgsfahrzeuge war) mit Hupsignalen freigegeben. Ganze 10 Sekunden lang war ich vorne. Dann überholten mich die zwei üblichen Verdächtigen. Ich versuchte gar nicht dran zu bleiben. Spekulierte aber mit einem „Stockerlplatz“. Ganz vorne zwei Mann auf und davon. Namen nenne ich an dieser Stelle keine. Datenschutz! Dann zwei Verfolger und dann ich samt meinem bis nach oben bleibenden Mitstreiter. Die Steigung nach Perchau am Sattel ist nicht steil aber schon ein paar km lang und es schmiert immer schön brav nach oben. An die 8 % Steigung mit flacheren Stücken. Normalerweise kein Problem. Aber nach 220 km kann da schon die Milchsäure in den Muskeln etwas die Spritzigkeit hemmen.

Die 2 Mann vorne weg waren jetzt weit vorne weg. Dann die zwei Verfolger, von denen einer von mir eingeholt und überholt werden konnte. An meinem Hinterrrad – eh schon wissen. Platz 4. Leider war es an dieser Stelle nicht mehr möglich den Dritten einzuholen, auch wenn er stets in Reichweite blieb. Aber ein Loch von ein ein paar 100 Metern bergauf zu schließen, würde sehr viel Kraft kosten. Die neue Strategie lautete den 4. Platz zu holen. Ich sah nach wie vor das Vorderrad meines am Hinterrad klebenden Mitstreiters. Weiters nach hinten schaute ich nicht. Wozu. Ich konzentrierte mich nach vorne. Irgendwie hatte ich noch die Strecke im Kopf. Ich wusste, dass es oben eben werden sollte und dann sogar leicht bergab. Mein Mitstreiter (Name der Redaktion bekannt) kam jetzt nach vorne. Eine gute Taktik. Für mich. Ich blieb am Hinterrad. Schaltete dann langsam hoch und suchte den Augenblick anzugreifen. Was ich dann auch tat (ja, ich weiß bike4dreams ist kein Rennen, aber wenn von den Kapitänen eine Bergwertung angekündigt wird, dann hat man auch so zu fahren. Eben für eine Wertung). Mein Überraschungsangriff, mein höherer Gang und … (das lasse ich jetzt weg, denn alles was ich jetzt sage, könnte gegen mich verwendet werden) rissen sofort ein Loch auf. Der 4. Platz war in Sichtweite und dann auch in der Tasche.

Und wie es so ist (und das ist gut so, denn davon lebt jeder Sport) wurde oben dann diskutiert. Ob jetzt der falsche Gang bzw. die herausgefallene Kette meines Mitstreiters dafür verantwortlich war, meine gute Taktik oder meine guten Beine (genau das wollte ich oben schreiben) – das lässt sich wohl nie restlos aufklären.

Nach und nach kammen dann alle nach oben. Sichtlich froh und psychologisch gestärkt durch die Tipps vom Vortag. Jetzt hieß es nochmals stärken. Diesmal mit Kuchen. Fehlte nur noch der Kaffee. Dann wäre es perfekt gewesen. Vielleicht geht sich der nächstes Jahr aus.

Die Abfahrt Richtung Neumarkt und Richtung Friesach fuhren wir dann in zwei Gruppen und neutralisiert. Die Angst durch den schlechten Asphalt in den engen Schluchten etwas zu riskieren war an dieser Stelle die Mutter der Carbonkiste. In Friesach meldete dann Radio Tour wieder den Zusammenschluss des Feldes. Auch dank eines Bremsmanövers des need4speed Präsidenten, welcher 4 Ausreißer stellte. Mit harten Worten. Ich war unter den 4 Ausreißern. Sorry. Notzi am Rande: Der Kärnten Spirnt holte ich mir souverän. Zwar keine offizielle Wertung, aber was tut man nicht alles für eine Staatsbürgerschaft.

Gemeinsam ging es dann Richtung Hirt und dann weg von der S10/Klagenfurter Schnellstraße Richtung Pölling. Mit einem großen Spielverderber. Dem Gegenwind. Eigentlich seit Perchau am Sattel. Aber hier machte er sich schon mehr als unangenehm bemerkbar.

Da ich noch Reserven hatte und eigentlich austesten wollte, was noch drinnen sei, fuhr ich vor in den Wind und blieb dor. Lieber vorne verrecken, als hinten verhungern ;-). Neben mir wechselten sich die Beleiter ab. Die Anwärter auf den Zielsprint waren jedoch nicht mehr zu sehen. Ich hielt das Tempo halbwegs hoch. Selten viel die Geschwindigkeit unter die 30 km/h. Sehr schlechter Aspahlt unterhalb der Burg Hochosterwitz erschwerte die Fahrt. Kärnten baut. Nicht.

Als Maria Saal und Zollfeld passiert wurden, waren es nur noch wenig Kilometer. Und der Zielsprint? Keine Ahnung wo der war. Ich war immer noch vorne. Tempo nach wie vor hoch (für 290 km +). Hinter mir gespenstische Ruhe. Und dann als, es keiner es erwartete – in diesem Fall ich – wurde von hinten der Zielsprint angezogen. Natürlich wurde ich überrascht. Natürlich konnte ich nicht mitziehen. Natürlich war das taktisch falsch. Außer der Zielsprint wäre mir wurscht gewesen. Nicht ganz. Ich hätte schon ganz gerne mitgemacht. So wurde ich durchgereicht. That’s live.

Kurz vor Klagenfurt hieß es dann sammeln. Man sah allen die Freude im Gesicht. Die Fahrt hinein in die Stadt war für jeden mit Sicherheit ein persönlicher Triumpfzug. Bis zum Alten Platz, wo wir schon erwartet wurden. Mit standing ovations. Ich schätze an die 3.000 Zuschauer ;-). Es waren weit weniger, aber es fühlte sich so an. Freunde, Bekannte, Familie – alle standen sie da Spalier. Sogar ich wurde persönlich empfangen. Danke an dieser Stelle an Julius R und Sabine G.

305 km und an die 2.000 Höhenmeter. Mit interessanten, lieben und netten Menschen. Für einen guten Zweck. Eine nicht alltägliche sportliche Höchstleistung. Für den einen und anderen eine Premiere und etwas, worüber sicher noch lange gezehrt werden kann. Wenn man will schafft man vieles.

Danke an dieser Stelle nochmals an bike4dreams und need4speed. Für die perfekte Organisation. Für die tadellose, wenn nicht immer einfache Führung und für die herausragende Finisher Pasta samt Tiramisù am Abend.

Wenn Gott will und wenn speed4need will, bin ich nächtes Jahr wieder dabei.

Cristian Gemmato aka (c) ketterechts

bike4dreams 2012 – 2/3

Durch das Murtal ging es recht zügig voran. Die gesamte Gruppe harmonierte recht gut. Einige immer brav vorne, andere immer intelligent versteckt im Feld. Auch die Temperaturen zeigten sich schön langsam gnädig, so dass Ärmlinge, Windbreacker und Beinlinge abgegeben werden konnten. Mürzzugschlag, Kapfenberg, Bruck an der Mur, Leoben. Mit leichten Seiten- und später dann Rückenwind. Angenehm. Sommerlich. Sonnenbrandverdächtig. Die Stimmung ausgezeichnet. 

In Leoben Hinterberg wartete dann nach 155 gefahrenen km das zweite Buffet. Diesmal in der prallen Sonne. Brötchen mit Käse und Schinken. Mannerschnitten. Diverse Säfte. Red Bull, Bananen und Balisto. 1a Menü bei sportlicher Betätigung. Von Müdigkeit keine Spur. Aber möglicherweise kann da auch die blendende Sonne Schuld gewesen sein, das nicht gesehen zu haben.

Aufbruch. Die zweiten 150 km warteten. Über St. Michael ging es Richtung Knittelfeld. Der wohl schwierigste Teil der gesamten Strecke. Vom Panorama her nicht wiklich berauschend (B17, die Mur und die Murtal Schnellstraße) und sehr wellig. In meinem Video ganz gut zu sehen. Zeltweg und Spielberg wurden dann aber trotz allem erreicht und passiert. Alle zusammen. Je länger der Tag dauerte, desto leiser wurde es aber im Feld.

Knapp vor Judenburg sind wird dann Richtung Fohnsdorf abgebogen. Was eine gute Entscheidung war. Bei meiner Solofart im letzten Jahr bin ich Richtung Judenburg gefahren. Was mir in der Stadt eine ziemliche Steigung bescherte und in weiterer folge das befahren der B317 bis St. Georgen, Unzmarkt und Scheifling. Hier mache ich Bekanntschaft mit vielen LKW und kurz vor Scheifling auch mit einem nicht beleuchteten Tunnel. Aber dank der kompetenen Guides wurde dies vermieden. Statt dessen ging es auf dem Murtaler Radweg dahin. Mit der Tour de Mur, welche uns im Gegenverkehr immer wieder das Fahren auf diesem schmalen Radweg erschwerte. 

An dieser Stelle hatten wir bereits den 2er vor den Kilometerangaben und gute 8 Stunden pedalieren in den Beinen. Spätestens jetzt wäre eine „normale“ Radausfahrt zu Ende und ein Gasthof, ein Kaffeehaus oder ein Heuriger wäre anzupeilen.

Bei bike4dreams aber nicht.

… Fortsetzung folgt.

bike4dreams 2012 -1/3

Zuallerest die Eckpfeiler dieser längeren Radausfahrt: 305 km und an die 2.000 Höhenmeter. +/-, denn mein Garmin zeigte weit mehr an. Was wohl am Garmin liegt. Aber das wäre jetzt eine ganz andere Geschichte.

bike4dreams, das ist radeln für einen guten Zweck. Bedürftige Kinder und deren Familien. Ein Projekt des Vereins need4speed, welches bereits zum xten Mal durchgeführt wird. Eine einfache Idee, welche sehr viel bringt. Dieses Jahr waren es € 9.000,-.

Mit dem Rennrad nonstop von Wien nach Klagenfurt

Und ich war dabei. Gehört habe ich davon bei der Teilname an der Tauernrundfahrt im letzten Jahr. Angemeldet habe ich mich heuer dann sehr kurzfristig. Mit etwas Glück, denn die Plätze sind limitiert. 305 km radeln und dabei anderen helfen. Was will man mehr. Zudem bin ich die selbe Strecke im letzten Jahr ganz allein als Vorberietung auf den IM in Klagenfurt gefahrten. Und dieses „Erlebnis“ wollte ich wiederholen. 305 km stehen zwar auf keinem Trainingsplan, aber sie sind charakterbildend. Wer diese fahren kann, dem können 180 km dann nix oder wenig antun. Oder doch viel.

Pünktlich um 6.00 Uhr wurde in Wien (U6 Station Siebenhirten) gestartet. Tags zuvor gabe es noch ein Briefing der Kapitäne. Verhalten in der Gruppe, Anweisungen, Regeln, Motivationstipps … Und Nudeln. Pasta für 28 Personen. Normalsterbliche. Nicht solche, die am nächsten Tag an die 5.000 – 7.000 Kalorien verbrauchen sollten. Im Klartext: Viel zu weniig. Das Wetter war perfekt. Etwas frisch, aber angesagtes Badewetter war Motivation genug. Mit dabei auch 4 Damen. Und Begleitfahrzeuge. Ein Schlusswagen und ein Buffetwagen. Profitum der Extraklasse.

Locker, lässige ging es die B17 Richtung Wiener Neustadt. Immer schön in 2er Reihe. § 68 StVO lässt grüßen. Die Zeit und die Luft (jene in den Lungen) erlaubten das eine oder andere Plauscherl. Man will ja wissen, mit wem man da mitfährt. Außer den vielen Ampfeln und eine elend lange Gerade am Ende von Wiener Neustadt, war die erste von 10 Stunden am Rad, das was man eine Sonntagsausfahrt nennen würde.

Kaum war aber Gloggnitz Richtung Schottwien passiert, war Schluss mit lustig. Das Feld wurde nervös. Der Grund: Die bevorstehende „Bergwertung“ am Semmering. Neben der Bergwertung in Perchau am Sattel und dem Zielsprint in Klagenfurt ein zur Tradition gewordenes Highlight. Vorne formierten sich die Bergziegen. Sofort wurde klar, wer Ambitionen auf den Titel des Bergkönigs hatte. Der Rest vom Feld hielt sich vornehm zurück.

Kurz nach der Ortsausfahrt von Schottwien, dann das Zeichen. Die Strecke war freigegeben. Und es dauerte keine 3 Atemzüge, waren die „Favoriten“ bereits vorne weg. Mit höllischem Tempo. Dass die Pause oben länger sein würde, je schneller man oben ist, dürften sich da ein paar sehr ans Herz gelegt haben. Weitere 3 Atemzuge später, war das große Feld weit auseinandergerissen. Jetzt gab es keinen Windschatten mehr. Jeder war auf sich allein gestellt. Grüppchenbildung war angesagt. Gemeinsam hoch. bike4dreams ist kein Rennen, aber die Bergwertungen …

Alle schafften es und oben wartete schon ein köstliches Buffet. Und der Winter. Gefühlte Null Grad. Umziehen. Stärken. Diskutieren. Sinnieren. Bewundern. Zu mehr war nicht Zeit. Doch. Trinken. 90 von 305 km waren absolviert.

Die Abfahrt Richtung Spital am Semmering war dann ein Gruß an das Rheuma und an den Zahnarzt. Ich hatte Angst, mir die Plomben aus dem Gebiss zu zittern. So kalt war es.

… Fortsetzung folgt.

4. Kärtner Radmarathon 2012.

27. Mai 2012. 9.00 Uhr. Ich stehe zum zweiten Mal am Start des Kärntner Radmarathon in Bad Kleinkirchheim. Ohne meiner geliebten Princessin. Darüber habe ich ja schon berichtet.  Auf meinem Ersatzrad eine GoPro. Montiert und befestigt am Vorbau. Ich hatte vor, ein paar interessante Szenen vom Rennen festzuhalten. Allen voran die Abfahrten. Für die Aufnahme eines gesamten Rennens reicht der Akku nicht. Die Videos sind auf meiner Facebook Seite zu sehen. Liken erlaubt.

Der Kärntner Radmarathon ist für mich sicher einer der interessantesten Marathons ist Österreich. Auch wenn die Veranstaltung noch sehr jung ist. 106 km sind nicht lang. Aber die 2.140 Höhenmeter sind eine echte Herausforderung. Auch weil knapp 1.500 Höhenmeter auf den ersten 33 km des Rennens zu bewältigen sind. Ich bin in den letzten 18 Jahren fast alle Marathons in Österreich gefahren. Vom Ötztaler, über den 3 Länder Giro, Klassiker im Salzburger Land (Amadè, Samson Man, Salzburg Radmarathon), sowie die Speedrennen im Osten (Neusiederlseemarathon). Den Kärntner Radmarathon kann man mit diesen Rennen nicht vergleichen. Zu den Gründen komme ich noch.

Kernstück des Kärntner Radmarathon ist die Nockalmstraße mit ihren zwei Pässen. Da ist einmal die Schiestlscharte und dann noch die Eisentalhöhe. Beide knapp über 2.000 Meter. Landschaftlich echt ein Traum. Denn oben sieht man – sofern man das Auge und die Luft hat – den Alpenhauptkamm im Norden und die Ausläufer der Voralpen im Süden. Das Meer habe ich zwar nicht gesehen, aber mit etwas Fantasie wäre das auch gegangen. Mittlerweile bin ich die Nockalmstraße bereits ein paar Mal gefahren, so dass ich die Tücken und die Schönheiten dieser Straße kenne. Erinnern kann ich mich noch an meine erste Befahrung. Das ist lange her. „Damals“ noch im Zuge des Tauern Total Extrem Radmarathon. Leider gibt es diesen nicht mehr. Immerhin galt es 260 km und 6.000 Höhenmeter zu bewältigen. Ein Pendant zum Ötzteler Radmarathon sollte es sein. Nichts ist daraus geworden. Start und Ziel in Wagrain. Die Strecke: Wagrein, Radstadt, Obertauern, St. Michael im Lungau, Katschberg, Kremsbrücke, Innerkrems, Nockalmstraße (mit der Eisentalhöhe und der Schiestlscharte), dann die Trurracher Höhe (auf der alten Strecke mit 23% Steigung), Tamsweg, Obertauern (zum zweiten Mal an diesem Tag), Radstadt und zurück nach Wagrain. Ich kann mich noch genau an meine Zeit damals erinnern: 12 Stunden und 3 Minuten. Mit einer Übersetzung von 39/23! Ein Alu Rad Marke Selbstbau, Campagnolo Veloce 9fach, Spinergy Carbonlaufräder und Cinelli Spinace Aufsatz. Dass es den ganzen Tag geregnet hatte, machte das Abendteuer nicht einfacher.

Der 4. Kärntner Radmarathon: Die Organisation ist perfekt. Nennung, Nachnennung und Startnummerabholung am Tag zuvor funktionierten reibungslos. Moderates Startgeld und ein prall gefülltes Startersackerl (und ich meine hier nicht die ca. 3 kg Prospekte, sondern die Geschenke wie Villacher Bier Radler, Kärntner Milch Kakao, Corny Müsli Riegel, Pago Fruchsaft) sind ein wichtiger Pluspunkt. Weiteres Highlight sind die doppelten Gutscheine für ein Essen und ein Getränk. Sowohl für Samstag vor dem Rennen, als auch Sonntag nach dem Rennen. Das habe ich bis dato nirgends gesehen. Detail am Rande: Die Nudeln beim Kärntner Radmarathon sind essbar! Und ich rede hier als Italiener. Genial auch der riesige Laib an Parmesankäse, der aus Nudeln mit Parmesan, Parmesan mit Nudeln zaubert. 

Ich bin bereits am Freitag angereist und habe am Nachmittag an der Trainingsfahrt mit Paco Wrohlich teilgenommen. Diese war offizielle ausgeschrieben. Gefahren wurde die B Strecke des Marathons. Mit dabei fast ausschließlich Mitglieder des Radclubs Feld am See. Das ganze sicher auch einmalig. Lockeres einrollen in der Gruppe. Samt Schlussfahrzeug. Wobei der letzten Ansteig nach Bad Kleinkirchheim, dann nicht mehr so locker war. Ich denke, dass so mancher dem Herrn Paco Wrohlich zeigen wollte. Die Labstation im Landhotel Lindenhof mit Kaffee und Kuchen bekommt von mir hier maximale Punktezahl.

Der Samstag, Tag vor der Rennen, bietet ein Paar Zeitfahren am Samstag. Für einen wohltätigen Zwek. Die Initiative bike4dreams sammelte Gelder. Daumen hoch. Das Paar Zeitfarhen selber hätte sicher mehr Zuschauer verdient. So war es eher eine geschlossene Gesellschaft. Gut gemeint. Gut moderiert und mit Prominenz aus Sport gespickt. Gleichzeitig fand die Pasta Party im Festzelt direkt am Parkplatz der Kaiserburgbahn ab.

Der Sonntag. Das Rennen. Ich startete vom Startblock A aus und war in illustrer Gesellschaft. Gerrit Glomser, Hans Peter Obwaller, Armin Assinger … Die ersten Kilometern waren echt anstrengend und ich war mitten in wichtigen Positionskämpfen der Favoriten und jener, die sich zutrauten, mit diesen mithalten zu können. Mit dabei, meine GoPro.

Von Bad Kleinkirchheim ging es hinunter nach Patergassen. Nicht ungefährlich. Schlechte Straßen und und eine nervöse Meute. Keine beruhigende Kombination. Von Patergassen nach Ebene Reichenau dann ein Feld von mehr als hundert Radfahrern. Vorne die Spitze, welche es dieses Mal eher „gemütlich“ anging,  so dass von hinten immer wieder neue Gruppen aufschließen konten.

Dieses kompakte Feld überlebte aber den ersten Anstieg Richtung Nockalmstraße nicht. Denn hier zeigte sich, wer am Berg gut ist und wer nicht. Wahnsinn, wie schnell sich hier die Spreu vom Weizen trennt. Die Schnellsten nehmen einen am Berg (ca. 28 km und 1.500 Höhenmeter) gute 20

Minuten ab. Das ist schon stark. Ich blieb in der Masse und nutze die Gelegenheit zu Fotografieren und in den Abfahren zu filmen. Herausgekommen sind aus meiner Sicht recht interessante Videos. Sie zeigen, dass so ein Rennen eigentlich höchste Konzentration braucht. Denn man ist selbst eine Gefahr für sich und für die anderen und andere sind auch nicht ungefährlich.

Auf dem Video ist zu sehen, dass der Gegenverkehr mit Bussen und Motorrädern (nein, die Strecke ist nicht komplett gesperrt; das will die GROHAG – Großglockner Hochalpenstraßen AG) nicht. Umsatzbringende motorisierte Fahrzeuge haben Vorrrang. Leider. Das kommt, davon, wenn man Mautstraßen nutzen will. Sonst muss ich sagen, dass die Straßen sehr gut gesichert sind. Und der Gegenverkehr – außegenommena auf der Nockalmstraße, nicht stört.

Ein paar Minuspunkte bekommt der teil schlechte Straßenbelag. Ich rede da von der Abfahrt nach Patergassen und die Straße im Liesertal zwischen Gmünd und Spital. Das Fahren in der Gruppe erfordert hier bestes Zusammenspiel, welches manche nicht beherrschen. Die klassischen Handzeichen, um andere zu „warnen“ blieben da und dort aus. Damit wurde das eine oder andere Schlagloch voll gefahren. Die Nockalmstraße selber hatte Abschnitte mit neuen frischen Belag. Bergab ein Traum. Danke liebe Motorradfahrer für die Mautgebühren.

Zurück zu den Abfahrten. Hier ist jeder für sich selbstverantwortlich. Doch auch die Verantwortung für die anderen, darf nicht vergessen werden. Kurven schneiden war an der Tagesordnung. Statt Linie zu halten, wurde Linie gefahren. Nicht einmal bei Profirennen ist das der Fall.

Ich bin glücklicherweise heil heimgekommen. Zwei Fahrern ist es nicht so gut ergangen. Beide sind auf der Abfahrt zur Kremsbrücke gestürzt. Eigenverschulden. Der eine mit Brüchen, der andere mit Bremsspuren im Gesicht (an dieser Stelle gute Besserung an Peter W.). Beide Unfälle zeigen mir, dass die Zeiten der Bestzeitenjagd zu Ende sind. Für mich. Ein Radmarathon muss Spass machen. Mehr nicht.

Der Kärntner Radmarathon hat Spass gemacht (das Rennen zumindest, Stichwort organisierter Raddiebstahl). Ich komme wieder. So wie hunderte andere Italiener. Denn diese Veranstaltung hat sich weit über die südlichen Grenzen (ja, ich weiß, diese gibt es nicht mehr) beleibt gemacht.

Zusammenfassung:

+ gute Organisation
+ volles Startersackerl
+ Anspruchsvolle Strecke
+ traumhafte Landschaft
+ vorbildliche Absicherung
+ Durschmöglichkeit im Römerbad (1 h freier Eintritt)

– teils der Straßenbelag/Schlaglöcher
– Gegenverkehr auf der Nockalmstraße
– Geschlossens Römerbad am Freitag
– Radarkontrolle am Sonntag nach dem Rennen Richtung Patergassen

Fazit: Gute 7 von 10 #ketterechts Zähne.

@ketterechts.