Trainingslager. Was ich am besten nicht sehen wollte.

Blick vom noch unberührten Esstisch.

Tag 7. Zeit eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Wetter: ok. 1 Regentag. 1 Friertag. Rest Sonne. Pensum: ok. 570 Radkilometer. 38 Koppellaufkilometer und 4 km etwas Plantschen. Essen: mehr als genug. Auch weil ich die ersten Tage die Nahrung als Durchgangsposten verbuchen musste. Oben rein. Woanders raus. Auch wieder oben.

Es ist aber auch Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was ich in nächsten Trainingslager nicht mehr sehen möchte. Weil es für mich so fremd ist. Und meine Neigung zum Fremdschämen sehr stark ausgeprägt ist. In den letzten Tagen ist mir sehr viel zu Augen gekommen. Bitte nicht falsch verstehen. Es ist allein meine persönliche Meinung und Empfindung. Nachfolgende Liste ist rein zufällig und entspricht nicht einer Rangreihung oder Klassifikation.

  1. Aero Helm am Rennrad. Auf Mallorca. Im April. Gesehen. Schlimm.
  2. Kompressionssocken am Rennrad.
  3. Unrasierte Beine. Ja. Es gibt immer noch Rennradfahrer dieses Spezies. Und es gibt die Spezies Punkt 2 und 3. Und sogar jene Punkt 1, 2 und 3.
  4. Rahmen und Lenkertaschen am Rennrad. Nicht eine. Nicht zwei. Teilweise sogar drei davon.
  5. Helme mit Visier. Mag im Motocross oder MTB coll bzw. in sein. Aber am Rennrad?
  6. Völlerei. 80% essen am Buffet mehr als sie jemals in der Trainingswoche verbrennen können. 
  7. Ehrgeiz . Unter 3 Einheiten pro Tag bist du kein würdiger Gesprächspartner. Unter Triathleten.
  8. Pausenverweigerung. Die Plaza in Petra ist ein Muss. Egal ob noch Schwimmen oder Laufen am Plan steht. Ein Muss! 
  9. Triathlonschuhe am Rennrad. Wohin das Auge reicht. Ok. Hier drücke ich ein Auge zu. Weil ich im Triathlon (ja. auch ich mache ab und zu einen Triathlon – mit meinem Rennrad. Unterlenkerhaltung) Rennradschuhe benutzte.
  10. Gruppenwindschattenlutscher. Es gibt auf Mallorca Individualtouristen. Die sterben auf Ihren Ausfahrten. Gegen den Wind. Und gegen Ihren Optimismus. Diese sehen herannahende Gruppen als Strohhalm, vielleicht doch noch rechtzeitig zum Abendessen heimzukommen. Ihre Devise: Anhängen und Lutschen. Diese Spezies ist sehr gefährlich. Das beste Gegengift ist dann meistens eine Tempoverschärfung.
  11. Traininspläne. Diese sind unsozial. Der eine das. Der andere dies. Und am besten alles zusammen. Hintereinander. Ruhetag am schönsten Tag. Lange Ausfahrten bei Scheißwetter. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber ein Trainingsplan ist manchmal sturer als ein Esel.
  12. Statistiken. Gesprächsthema Nummer ein sind Statistiken und Wettkampfergebnisse. Und Zeiten. Und Statistiken. Und Wettkampfergebnisse. Und Zeiten.
  13. Angst. Angst vor Höhenmetern. Da gibt es auf der Insel so schöne Bergstraßen (eh nur zwischen 5 und 8 Prozent Steigung) aber der Trainingsplan (siehe Punkt 11) verhindert das. Weil ja das Pumperl zu schnell schlagen könnte.
  14. Jammern. Zu kalt. Zu nass. Zu steil. Zu schnell. Zu heiß. Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur der falsche Ort zum falschen Zeitpunkt. Das mit der falschen Kleidung stimmt natürlich auch. 
  15.  Doping. Das Thema ist allgegenwärtig. Man weiß  Bescheid. Man hat Bücher gelesen. Man weiß, wer was wann wo nimmt oder genommen hat. Man weiß was wann wo nutzen würde. Man weiß wo man was bekommen könnte. Aber keiner nimmt es. Und das ist gut.

Mal sehen was ich in den restlichen Tagen noch erlebe.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Triathlon. Kein Gemeinschaftssport?

2er Reihe aus der Sicht von Triathleten. 

Aus gegebenen Anlass. Dieser Blogbeitrag. Ich habe den Titel so gewählt, weil ich mir derzeit auf Mallorca meine Gedanken darüber mache. Genau zu diesem Thema. Womöglich könnten wir alle darüber Stunden/Tage/Monate lang diskutieren. Was ich auch tue. Beim Abendessen. Hier. Womöglich habe ich den falschen Titel gewählt. Wenn ja, verzeiht es mir.

Aus gegebenen Anlass. Ich bin mit weiteren 25 (hoffe niemanden vergessen zu haben) Triathleten hier auf Mallorca auf Trainingslager. Mitgehangen, mitgefangen. Gut. Das ist ja nicht das Thema. Super Location. Super Organisiert. Von Wolfgang Ermeling – dem Target Trainer. Zehn Tage nach Lust und Laune trainieren – und nach Plan. Auch den hat uns Wolfgang zur Verfügung gestellt. Bunt gemischt. Mit Schwimmen (beheiztes Pool), Rad fahren und Laufen. Wo? Im Club Pollentia.  Dort wo auch Triathlon Ikone wie die Raelert Brüder trainieren. Übrigens habe ich beide hier auch getroffen. Zusammen sind die zwei schmäler als ich allein. Bedenklich. Aber auch nicht das Thema.

Das Thema ist heute hochgekommen, weil wir eine Ausfahrt in der Gruppe gemacht haben. Die zweite. Nach der ersten vor zwei Tagen hat sich die Gruppe ja bereits gesplittet. Was ja auch nicht das Thema ist. Denn es gibt halt verschiedene Leistungsniveaus. Und Interessen. Gut so.

Zurück zur heutigen Ausfahrt. Acht Individualisten in einer Gruppe. Kann das gut gehen? Es ging nicht gut. Nicht immer. In Summe ja. Aber der Hund steckt ja wie jeder weiß im Detail. Hauptsächlich im Kreisverkehr, in den Steigungen, bei den Stopp-Tafeln. Aber der Reihe nach.

Gefahren wurde wie so üblich in einer Zweierreihe. Theoretisch. Denn Praktisch war es eine Zweier-Dreier-Vierer-Kreuzundquer-Ganzlanggezogeneeinser-Reihe. Je nach Lust und Laune jener, die die Gruppe anführten. Und schon sind wir jetzt beim Thema. Natürlich bin ich jetzt keiner, der andere belehren muss bzw. will. Aber ich habe meine eigene Sicherheit in der Gruppe da und dort gefährdet gesehen. Weil wir einfach zu unkoordiniert unterwegs waren. Ich möchte jetzt aber trotzdem ein paar Erfahrungsregeln zum Thema Fahren in der Gruppe hier niederschreiben.

_der Chef (wer auch immer es es, meistens jener, der die Strecke kennt) hat das Sagen
_der Chef deutet früh genug Abzweigungen (links und rechts) an
_der Chef deutet an, wann und wo man einen Kreisverkehr verlässt
_der Chef gibt auch das Tempo vor
_der Chef schaut, ob jeder in der Gruppe das gewählte Tempo halten kann
_der Chef erteilt am Berg die Freigabe für die Bergfexen und Kletterer
_der Chef zeigt Stopptafeln an und hält auch bei diesen (und die ganze Gruppe dann auch)
_der Chef zügelt die Speedjunkies, wenn sich die Gruppe auf mehrere Kilometer auseinanderzieht
_der Chef pusht die Gruppe, wenn sich diese an einem Hügel auf 2 m zusammenpfercht
_der Chef holt Cola und Proviant im nächsten Supermarkt. Ok – das ist Wunschdenken.
_der Chef kann auch Führungsabwechslung verordnen

Habe da sicher ein paar Sachen vergessen – aber es sollte reichen um halbwegs Disziplin in ein radelndes Rudel hineinzubringen.

Das bedeutet aber auch, dass sich all jene, die jetzt nicht der Chef sind, unterordnen müssen und können. Und hier liegt wohl der springende Punkt. Können das Triathleten? Können das diese Alphatiere? Gute Frage. Und das eigentliche Thema. Wenn nicht, dann kann man ja statt der Gruppenausfahrt ein Einzelzeitfahren machen. Mit Minutenstart (oder mehr) und Windschattenverbot.

Das Fahren in der Gruppe sollte harmonisch sein. Eine Mischung aus allen anwesenden und mitfahrenden Leistungsklassen. Das Fahren in der Gruppe ist kein ständiges zupfen. Gut das kann man einbauen – aber dann sollte es jeder auch im Voraus wissen. Das Fahren in der Gruppe ist auch keine Ziehharmonika oder ein Morse Zeichen. Lang. Kurz. Lang. Kurz. Das Fahren in der Gruppe ist, das Tempo des Vordermannes zu halten. Beine rausnehmen am Hügel kann schief gehen, wenn der Hintermann voll weitertritt. Fahren in der Gruppe heißt mit Handzeichen vieles zu signalisieren. Den Wiegetritt. Das Schneuzen auch Rotzen genannt. Das Essen holen aus der Trikottasche. Das aus der 2er Reihe ausscheren. Den Gullideckel. Das Schlagloch. Die Befehle des Chefs (nach hinten weitergeben).

Mein Senf zum Thema Fahren in der Gruppe. Und sollte jemand meinen ich würde mich auch nicht an alle Regeln halten, dann sage ich nur „Recht hat er“. Denn auch ich verlasse die Gruppe manchmal. Am Berg. Wenn jemand Fremder meine Gruppe überholt. Das weckt in mir das Bedürfnis, das Loch zuzumachen. Soll mir verziehen werden.

Für mich gilt bei Ausfahrten in der Gruppe die Sicherheit aller als oberstes Gebot. Dann der Spass und natürlich auch der Trainingseffekt. Und eine Kaffeepause mit Cappuccino und Kuchen.

6 Tage habe ich ja noch.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts.

Trainingslehre – was in keinem Handbuch steht.

Die Woche 7 von Steffny’s Trainingsplan wurde heute mit einem Halbmarathon abgeschlossen. So was will er halt. Für einen Läufer, der sich auf einen Marathon vorbereitet ist das wohl keine besondere Sache. Für mich schon. Der Reihe nach.

Ich muss gestehen, dass ich das erste Mal einen marathonspezifischen Trainingsplan absolviere. Sonst waren meine Marathonvorbereitungen ein bisschen Laufen, ein bisschen Long Joggen und kein bisschen Intervalle. Ich habe es damit zu einer 3:20iger Zeit gebracht.

Diesmal sollte und musste es anders sein. Eben nach dem Plan von Steffny. Für den Vienna City Marathon wollte/will ich mich halbwegs gut vorbereiten. Halbwegs, weil ich als leidenschaftlicher Rennradler das äußerst frühlingshafte Jahrhundert-Wetter einfach nicht ignorieren kann. Flexibilität war und ist in solchen Fällen gefragt. So habe ich die Einheiten „Jogging in 6:00“ zu Gunsten des Rennrades ersatzlos gestrichen. Rennrad draußen und Bahnrad drinnen.

Teilweise habe ich nach – die Betonung liegt auf nach – den Intervallen noch einen Ritt am Rennrad riskiert. Auf der Bahn. Mit einem Fixie. Tut mehr weh, als würde man dies vor dem Laufen tun. Aber aus Erfahrung wird man klug. Meistens.

Klug war ich auch dieses Wochenende. Bei Temperaturen um 20 Grad plus habe ich den Donnerstag, den Freitag und den Samstag genutzt, um ein paar Kilometer zu fressen. Insgesamt waren es 400 in 3 Tagen. Höhepunkt gestern die 190 km lange Ausfahrt von Wien nach Linz in 6 Stunden (bei 800 Höhenmetern). Und nicht zu vergessen die 70 Minuten Dauerlauf am Donnerstag in der Früh im Morgengrauen. Gestrichen wird von Steffny ja nur das Joggen – nicht der Dauerlauf. Dienstag hatte ich noch 3 x 4000m im Marathontempo und letzten Sonntag den Linztrail mit 35 km und 1.180 Höhenmetern.

So trat ich heute zum Halbmarathon (Zielzeit von Herrn Steffny laut Plan 1:32:30 – meine persönliche Bestzeit liegt bei 1:30:15!) mit sehr ausgeruhten Beinen an. Ok, das ist gelogen. Die Beine waren etwas müde und schwer. Der Kopf auch. 3 x 7 km im Prater. Schon im Training bin ich im Prater vor Langweile fast eingeschlafen. Oder war es doch ob des zu langsamen Tempos?

Plan ist Plan und Steffny ist Steffny. Pünktlich um 10.00 Uhr stand ich im Prater und lief weg. Insgeheim hoffte ich auf eine sub 1:30 Zeit. Man soll sich die Ziele ja möglichst hoch stecken. Und ein kleiner Superman steckt doch in jedem von uns drinnen, oder? Das wäre ein Schnitt von 4:16/km. Die ersten Kilometer war das auch kein Problem. Km 1, 2 und 3. Dann aber schon. Natürlich hätte ich. Da und dort. Vielleicht auch zum Schluss. Oder weniger am Anfang. Möglicherweise aber auch nicht. Egal. 1:31:24. sind 66 Sekunden unter Steffnys Vorgabe. 4:20 Schnitt. Knapp daneben. Aber auch vorbei. Angesichts der harten Woche ganz passabel.

Das Glas ist also halb voll und gleichzeitig halb leer. Halb voll, weil ich trotz Rennradtraining die Vorgaben von Steffny einhalten kann (sehr schwer und mit ein paar Tricks wenn es um die Dienstag Intervalle geht – auch den 10er in „um 42“ habe ich mit 2 x anhalten geschafft. Halb leer, ist das Glas weil ich diesen kleinen Superman nicht in mir drinnen habe. Eine sub 1:30 Zeit hätte mich schon ein klein wenig unsterblich gemacht.

Noch drei Wochen bis zum Wien Marathon. Steffny verlangt noch sehr viel von mir. Auf keinen Fall verlangt er ein 10tägiges Radtrainingslager auf Mallorca. Das mache ich freiwillig. Muss es Herrn Steffny ja nicht unter die Nase halten. Blöd, dass der letzte 35iger genau in diese Zeit fällt. Mal sehen wo ich diesen unterbringe. Vor oder nach Sa Calobra, Puig Major, Söller, San Salvador oder Kloster Lluc.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

ICEdot. Der Crash Sensor.

Bereits vor dem heurigen Winter habe ich David Kördel von ICEdot. in Zürs bei der Snow&Safety Conference kennengelernt. David ist in Europa verantwortlich für den Vertreib und den Launch von ICEdot. Einen Crash Sensor, welcher beim Skifahren und beim Radfahren (Rennrad und MTB) bei einem Unfall Erste Hilfe leisten kann.

Eigentlich wollte ich schon viel früher über diese geniale Idee bloggen. Eigentlich. Ich hole es jetzt nach. Mit Bezug auf das Radfahren – Rennrad und Mountainbike. Dass der Crash Sensor auch beim Freeriden superüberdrüber nützlich sein kann, lassen wir hier mal weg. Ich habe es erwähnt und sie wissen das jetzt. Für den nächsten Winter. Oder für die noch ausstehenden Firntouren in den Bergen.

Was kann ICEdot? Ich habe einen Crash Sensor zum Testen bekommen. Und mich ein wenig mit der Technik und den Funktionen beschäftigt. Gut beschrieben wird die Technik in diesem YouTube Video. In einem anderen Video wird gut dargestellt, wie ICEdot im Ernstfall funktioniert.

Geliefert wird ICEdot als Sensor, Armband und diversem Zubehör (USB Ladekabel, Helmclip). Der erste Schritt ist die Registrierung. Man legt sich ein Profil an. Ein Notfallprofil mit den wichtigsten Daten über sich selbst, wer man ist, medizinische Informationen (Allergien, Medikamentenbedarf) und wie die eigenen Notfallkontakte erreichbar sind (man kann bis zu 10 Notfallkontakte angeben). Bei der Registrierung legt man das eigene Profil mit einem PIN Code an. Dieser PIN Code ist bei jedem ICEdot Produkt dabei. Als Armband. Man kann auch mehrere PINs einem ICEdot Profil zuordnen.

Ist man dann mal unterwegs kann man mittels Armband oder Kleber am Helm den Erstversorgern wichtige Informationen zugänglich machen. Kleber werden mitgeliefert oder können nachbestellt werden. Im Notfall können Erstversorger diese PIN an die am Kleber und Armband aufgedruckte Nummer per SMS senden und bekommen so lebensrettende Informationen.

Aber das ist noch nicht alles. Der Crash Sensor bietet noch weitergehenden Schutz, er kann automatisch deine Notfallkontakte mit deiner GPS Position alarmieren, wenn du einen traumatischen Aufprall erlitten hast. Wenn also der Helm einen bestimmten Schlag bekommen hat und innerhalb einer bestimmten Zeit keine weitere Bewegung registriert.

Ich denke, dass dieses Produkt sehr zur Sicherheit beitragen kann. Vor allem für jene, die sehr viel allein unterwegs sind. Wenn …
Ja, wenn. Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass derartige Systeme wie Notfallarmbänder beim Roten Kreuz beispielsweise noch nicht wirklich akzeptiert sind. Möglich, dass dies das falsche Wort ist. Es bedarf wohl einer Schulung aller Ersthelfer, dass diese auch einen ICEdot (oder andere Produkte) erkennen und sich darüber medizinische Informationen holen. Gut dargestellt im bereits oben genannten Video.

Über das Thema Datenschutz kann und will ich hier auch nicht diskutieren. Ich müsste mit dem Hersteller reden, wie die Daten geschützt sind. Der Missbrauch des PIN Codes könnte ein Thema sein. Aber vielleicht mache ich mir da zu viele Gedanken. Die NSA weiß ja eh schon alles.

Fakt ist, dass ICEdot helfen kann. Und zwar rasch. Das ist ein superüberdrüber Pluspunkt.
Auf alle Fälle werde ich ICEdot immer dabei haben und hoffen, dass ich es nie brauchen werden.

Aktualisierung: ICEdot hat auch eine Tracking-Funktion. So lange Nutzer mit der ICEdot App fahren (also die App muss aktiv sein), können jetzt die Emergency Contacts, die Position sowie die Route via SMS getracked werden. Natürlich muss der Nutzer dies bei der Registrierung erlaubt haben. 

Wenn man eine SMS mit „track DEINCODE“ an die ICEdot Nummer schickt bekommt man dann einen Link mit dieser Info. Andere wissen wo man gerade unterwegs war bzw. wo man zuletzt getracked wurde. Eine praktische Funktion, die das Fahren noch sicherer macht und nervöse Partner und Freunde beruhigen kann. Die letzte Position mit Data Connection wird immer gespeichert, dh Rettungskräfte können da auch einen besseren Startpunkt bei der Suche haben. wenn man in einem Gebiet unterwegs sein sollte, das sich „in and out of data connection“ befindet.

Gut ist auch dass man für diese Funktion natürlich keinen Crash Sensor braucht. So lange das Handy dabei ist und die Session in der App mitläuft, kann man via SMS getrackt werden.

Ich sehe jetzt schon welche fürchten, aufzufliegen, wenn man statt am Rad im Gasthaus sitzt.

Cristian Gemmato aka @_ketterechts


Hellokittylauftreff meets Ketterechts beim Linztrail.

Auf Einladung von @GUracell habe ich mich heute mit den bis dato nur virtuell bekannten Twitteristi vom #hellokittylauftreff auf ein getraile rund um Linz getroffen.

Mit von der Partie: @peterlaufsblog, @sHaboeck, @Geordi2504, eben @GUracell und #anitaohnetwitter, #erichohnetwitter und #schurliohnetwitter. Es war mir eine Ehre mit diesen Bergziegen 35 km und 1.180 Höhenmetern zu leiden. Und zwar stark zu leiden. Denn die Erkenntnis des heutigen Tages: Aus mir wird kein Bergläufer mehr. Nie mehr. Und damit es klar ist: Ich war auch noch nie einer. Überhaupt keiner. Wohl eher ein bergauf Spazierengeher.

Die Strecke des heutigen Linztrials: Linz Parkpad, Schlossberg, Freinberg, Franz-Josefs-Warte, Kürnbergwald, Prinzensteig, Ottensheim, Bleicherbachtal und über Diesenleithenbachweg zurück nach Linz. Prädikat: Trailig! Echt Trailig. Was so viel heißt wie auf und ab. Gatschig, trocken, steinig, wurzelig. Ein paar Passagen kannte ich. Andere nicht. Der Prinzensteig sehr interessant und landschaftlich ein Hingucker. Das Bleicherbachtal idyllisch, fast schon romantisch. Die Steigung auf die Gis steil und mit 12 km gespickt mit 600 Höhenmetern. Die Bergabpassage über den Diesenleithenbachweg holte mir dann noch die letzten Sauerstoffreste aus den Oberschenkeln. Man hatte mir keine Gegenanstiege versprochen. Eine glatte Lüge. Ich musste zur Zicke mutieren. Zum Teil waren wir auf der Originalstrecke des Linzer Bergmarathons unterwegs, der mit 54 km und 1.700 Höhenmetern starkt bestückt ist.

Für mich ein gutes Training für die Psyche. Ein schlechtes für den Vienna City Marathon. Weil möglicherweise habe ich jetzt 6 Tage Muskelkater. Herr Steffny wird es mir wohl nicht verzeihen. Aber der Spass steht im Vordergrund. Und Spass hat es gemacht, auch wenn ich ab km 12 eigentlich nicht mehr wollte. Der Ofen in der Fähre von Wilhering nach Ottensheim war einfach zu kuschelig. Dort hätte ich gerne den ganzen Sonntag verbraucht.

Summa summarum bin ich froh, den inneren Schweinehund besiegt zu haben und statt allein 32 km durch irgendwo zu krebsen mit diesen ehrgeizigen Bergziegen an meine läuferischen Grenzen gestoßen zu sein. Allen ein großes Kompliment und danke für’s Zusammenwarten. Comrades wird ein Spaziergang.

Es war nicht ungefährlich. Denn der Sturm heute hätte uns auch treffen können.

Hier ein paar Bilder.

Cristian Gemmato aka @_ketterechts.

Sidi WIRE Carbon Vernice – Erste Tretversuche.

Ich habe es getan. Meine geliebten Northwave Aerlite S.B.S. aus dem Jahr 2010 haben nun endlich ausgedient. Das war schon länger fällig. Auch wenn sie vielleicht noch das eine oder andere Jahr gehalten hätten. Irgendwie sind und waren sie unkaputtbar. Zumindest die Carbonsohle. Die Ratsche habe ich ja ein paar Mal ausgetauscht. Die Klettverschlüsse vedienten schon lange nicht mehr ihren Namen.

Ich habe mich lange umgesehen und studiert. Welcher Radschuh wohl zu mir passen würde. Eigentlich habe ich mit einem neuen Northwave spekuliert. Doch das Topmodel Extreme Tech Plus hat mich optisch einfach nicht überzeugt. Das Model Galaxy wäre der alte Schuh nur in grün gewesen. Aufgewärmtes Gulasch, so pflegte meine Mutter immer zu sagen, schmecke einfach nicht. Ich suchte auch bei anderen Müttern nach feschen Töchtern. Bei Gaerne und Mavic, wäre ich fast fündig geworden. Vor allem die gelbe Mavic Rakete hätte es mir angetan. Bis ich auf den Preis geschaut habe. Knapp € 400 für einen Radschuh? Bin ich ein Geldscheißer? Nein.

Ich wartete. Und wartete. Und dann kam ich zufällig zu Radsport Grassinger um meiner Princess of Pain den verdienten Frühjahrscheck zu spendieren. Es war Liebe auf den ersten Blick. Der Sidi WIRE Carbon Vernice (bianco/rosso) in Große 44 fiel mir sofort ins Auge und ins Budget. Minus 30% weil Modell 2014 Musterabverkauf. Zuschlagen. What else. Was ich auch getan habe. Statt € 378 habe ich € 266 ausgegeben. Ein Schnäppchen. Glück muss man haben. Und man muss das Glücksvogerl einfach einfangen, wenn es bei einem vorbeifliegt.

Glücklich über meinen Kauf habe ich heute gleich zum ersten Ausflug angesetzt. Nachdem ich mit den Schuhen von gestern auf heute fast geschlafen habe (fast!) und die Keo Platten halbwegs nach Gefühl montiert habe, ging es auf die erste Ausfahrt. Ohne Überschuhe. Vorerst. Posing versteht sich von selbst.

Der Sidi WIRE ist ein sehr feiner Schuh. Ich habe die ganze Zeit keine Druckstelle gefühlt. Auch wenn ich Sorge hatte, dass die Zunge im Rist etwas weh tun könnte, dann diese ist noch sehr neu und hart. Der Schuh macht einen sehr sehr schlanken Fuß. Ganz im Gegenteil zum Northwave, der eher an eine Marroni Pfanne erinnerte. Das Schließsystem ist nach ein paar Übungsstunden leicht durchschaut und um Welten besser als die Klettverschlüsse und die Ratsche – die sowieso immer am Limit war. Durch das neue Tecno 3 Verschlusssystem schmiegt sich der Schuh über den Rist sehr sanft und druckfrei an den Fuß an. 

Super auch die Möglichkeit, die Ferse hinten individuell zu justieren. Enger oder weiter. Auch die Sohle, kann justiert werden. Will man mehr „Wind“ oder weniger Zugluft. 

Fazit: Man braucht sicher einen sehr schmalen grazilen Fuß um perfekt von einem Sidi ummantelt zu werden. Zum Glück habe ich diesen. Optisch ist der Schuh (noch) ein Hingucker. Man wird sehen, wie sich die Materialien mit der Zeit verändern und verfärben. Technisch gesehen ist der Sidi WIRE Carbon Vernice ein High Tech Gerät. Perfekt, weil sämtliche filigranen Teile als Ersatzteile verfügbar sind.

Und der Sidi hat eine italienische Flagge auf der Ferse. Das macht den Schuh besonders zum Poser Schuh.

Weitere Berichte, sobald sich was tut.

Cristian Gemmato aka @_ketterechts.

Ketterechts goes Bikefashion.

Endlich. Sie ist da. Meine eigene Ketterechts Kollektion. Lange habe ich getüftelt. Qualität. Design. Produktion. Unzählige Hersteller habe ich darum gebeten, mir so meine Kollektion auf die Beine zu stellen. Ich habe bereits davon berichtet.

Letztendlich habe ich mich für einen mir bekannten Hersteller entschlossen. Dieser hat schon die Trikots und Hosen des vc sonntagsfahrer leonding produziert. Die Qualität hat gepasst. Sowohl Sitzkomfort bei den Hosen, als auch der Schnitt beim Trikot. Unzählige Waschvorgänge haben den Farben auchg nicht viel antun können. Warum also wechseln? Danke an dieser Stelle an Mario K. welche für mich als Mittelsmann fungiert.

Das Design habe ich etwas im „Retro-Vintage“ Look gehalten. Ein breiter Streifen auf der Brust und am Rücken. Die Hose ist etwas frecher und dynamischer. Der Italo-Bund? Für mich ein must have.

Ich biete die Kollektion jetzt zum Selbstkostenpreis an. Die Preise sind echt sensationell und exklusiv Versand. Bestellungen gerne an mich. cristian.gemmato@gmail.com. Es gibt:

_Trägerhose kurz mit guten Sitzpolster € 42,-
_Trikot kurz sportiv geschnitten € 36,-
_Trikot kurz Sommer mit Netz am Rücken € 42,-
_Trikot langarm für Winter und Zwischendurch € 42,-
_Gilet/Windstopper mit Netz € 55,m-
_Gilet/Wintstopper etwas dicker € 55,-

Zu den Größen vielelcht noch. Hose ist eher klein geschnitten. Ich bin 1,83 und kann eine S vertragen (M im Winter mit einer langen Leggins darunter). Bei den Trikots trage ich M. (Gilet und Langarm inklusive). Ist aber knapp kurz.

Freu mich, wenn jemand mit Ketterechts Retro-Vintage Style herumfährt.

Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: Italo Bund ist kein Muss. Kann auch neutral oder nach Wunsch hergestellt werden. 

Wintertraining. Kraftausdauer.

Was machen Rennradfahrer oder Triathleten im Winter? Richtig. Trainieren. Was trainieren Rennradfahrer und Triathleten im Winter? Richtig. Rennrad fahren und Triathlon. Aber wenn das nicht möglich ist, weil sie jobmäßig mit Skifahren beschäftigt sind? Richtig. Dann nutzen sie die Möglichkeiten, welche dieser Sport bietet voll aus. So wie ich. Da ich bei einem Projekt für die Kärntnen Werbung Skigebiete besuche, ist an ein geregeltes Training kaum zu denken. Auch weil Einheiten wie Intervalle und Longjogs im Hochgebirge ihre Tücken haben. Gut, dass es da und dort in den Hotels Laufbänder und Fitnessräume gibt. Gut, dass die Berge auch andere Möglichkeiten haben. Kraftausdauer durch extensives Carving und Freeriden. Dh. austeigen um abzufahren. Mit Zusatzgewicht. Denn ein paar Ski und Skischuhe wiegen recht schon. Ich habe es probiert. Ob sich das auf meine Form auswirkt, werden wir sehen.

Viel Spass bei meinem Video über einen der vielzähligen Aufstiege in Kärntens Berge.

Stay tuned. Cristian Gemmato aka @_ketterechts.