Offener Brief an die AutofahrerInnen in Österreich.

In anderen Ländern funktioniert das ganz gut.

Werte AutofahrerInnen,

ich weiß, dass sie es schwer haben. Vor allem in Österreich. Da muss man sich doch hier und dort mal ärgern und dem eigenen Frust und Groll ein Ventil geben. Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben. Das befreit. Immens. Hat fast schon therapeutische Wirkung. Schade, dass das nicht von der Krankenkasse unterstützt wird.

Die hohen Spritpreise sind es. Oder? Täglich schwankend und kurz vor Feiertagen und Urlaube besonders hoch. Diese bösen Mineralölfirmen. In einem Boot mit dem Staat. Der kassiert brav mit. Höhere Preise, höhere Umsatzsteuer. Von der Mineralölsteuer will ich hier aus Platzgründen gar nicht schreiben.

Oder ist es die erhöhte Nova? Schon auch. Plötzlich sind Autos viel teurer. Teurer im Vergleich zu anderen Ländern in Europa. Die Normverbrauchsabgabe. Eine Erfindung Österreichs, um Autofahrer zur Kasse zu bitten. Wie ärgerlich. Und dann noch CO2-Ausstoß abhängig. Will man protzen muss man jetzt mehr zahlen. Gemein. Da muss man sich doch hier und da mal ärgern und dem eigenen Frust und Groll ein Ventil geben. Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben. Das befreit.

Oder ist es doch der frustrierende Alltag. Die tägliche Arbeit. Der Chef. Die Kollegen. Das Essen in der Kantine. Das verregnete Wochenende. Die Niederlage des Lieblingsvereins. Der entgangene Lotto 6er. Der vergessene Geburtstag. Der verpasste Auftritt der Tochter beim Ballett oder des Sohnes bei der Schulaufführung. Die Warteschlange bei der Post. Das erneute Fettessen bei McDonalds. Die Schwiegermutter. Der gebrochene Nagel. Das ausgegangene Toilettenpapier. Der Buchsbaumzünsler. Der laute Nachbar. Das neue Auto des lauten Nachbar. Das neue Auto der Frau des lauten Nachbarn mit dem neuen Auto. Das neue Auto des Sohnes der Frau mit dem neuen Auto des lauten Nachbarn – auch mit dem neuen Auto. Die Steuerprüfung. Da muss man sich doch hier und da mal ärgern und dem eigenen Frust und Groll ein Ventil geben. Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben. Das befreit.

Liebe AutofahrerInnen. Ich kann das alles nachvollziehen und da und dort sogar Verständnis zeigen. Das eine oder andere trifft mich ja auch. Aber warum zum Teufel müsst ihr Autofahrer das an uns Rennradfahrer auslassen? Was können wir denn dafür? Echt jetzt! Schimpfen, hupen, fluchen, Gas geben, schneiden, abbremsen, nach außen drängeln, Mittelfinger zeigen, aussteigen, bedrohen, Recht haben, kaum einsichtig sein, den Starken spielen – von Alublech geschützt. Was können wir für eure Laune? Nichts. Gar nichts. Nichts im geringsten.

Wir haben das selbe Recht wie ihr auf der Straße zu fahren. Wir müssen nicht den meist desaströs gewarteten Radweg benutzen. Sofern es einen gibt. Auch wenn dieser parallel zur Straße verläuft. Wir können. Ja. Wir tun es auch. Wenn der Radweg für uns zumutbar ist. Oder wenn wir Schutz vor euch AutofahrerInnen suchen und brauchen – denn lieber ein Platten als ein Platz im Friedhof. Wir haben das Recht auf seitlichen Mindestabstand. Das schützt uns vor dem Fahrtwindwirbel, den ihr erzeugt, wenn ihr uns überholt. Meist zu schnell und zu knapp. Das schützt uns vor dem Sog, den ihr erzeugt, wenn ihr uns überholt. Je größer euer Auto und je höher die für das Überholen gefahrene Geschwindigkeit, desto größer ist dieser Sog. Ein seitlicher Abstand von 1,5 Meter schützt uns vor dem Seitenwind, der uns da und dort ungewollt in die Fahrbahn drückt. Wenn da einer von euch vorbeikommt, tut das weh.

Es gibt einen § 68 in der StVO. Und eine Begriffserläuterung dazu. Dieser Paragraph sollte uns schützen. Tut es aber nicht, denn kaum ein Autofahrer weiß, was da drinnen steht. Deshalb sind die 1,5 Meter seitlicher Abstand auch nur ein frommer Wunsch. Ein Blick in diese Paragraphen könnte unser Leben erleichtern. Danke im Voraus.

Wir dürfen sogar nebeneinander fahren. Ja. Wir dürfen. Doch dieses „Recht“ ist schwer gegen Alublech durchzusetzen. Da ziehen wir Rennradfahrer den kürzeren.

Also liebe AutofahrerInnen.
Nehmt das Leben etwas lockerer. Vor allem im Straßenverkehr. Und schaut darauf, dass wir heil und gesund wieder nach Hause kommen. Denn auch wir haben dort die selben Sorgen wie ihr. Wir sitzen also alle im selben Österreich.

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Train the Blogger powered by Stiegl Sportweisse – der Monat Mai.

Die Zeit vergeht schneller als man denkt. Es sind nur mehr 8 Wochen bis zum Ironman Austria. Zeit das Training etwas anzuziehen. Danke auch bereits den kreativen Trainingsideen, die mir via Facebook und Twitter zu Augen gekommen sind. Vor allem die Schwimmeinheiten werde ich mir sehr gewissenhaft reinziehen. Das Schwimmen allgemein ist von allen Disziplinen mein Stiefkind. Es ist einfach fad Länge um Länge zu kraulen. Techniktraining hasse ich sowieso. Auf alle Fälle muss ich mein Pensum enorm steigern, will ich die 3,8 km lebend überstehen. Der Wörthersee samt Lendkanal müssen brodeln. Also bitte weitere Ideen, wie ich mein (Schwimm)Training kurzweiliger gestalten kann.

In Sachen Rennrad werde ich den Monat Mai dazu nutzen viele weitere Kilometer zu strampeln. Am Programm stehen am kommenden Wochenende die Befahrung der Großglockner Hochalpenstrasse. Von Bruck nach Heiligenblut und retour. Oder alternativ die Nockalmstrasse. Innerkrems, Eisentalhöhe, Glockenhütte, Ebene Reichenau und retour. 70 km und gute 3.000 Höhenmeter. Ich bin mir noch nicht sicher. Ich will ein paar gute Fotos von den Schneewänden machen, die sich da oben anscheinend noch meterhoch türmen. Die Nockalmstrasse wäre ein gutes Training für den ARBÖ Radmarathon in Bad Kleinkirchheim am 6. Juli 2014.  Die Großglockner Hochalpenstrasse als Training für die 6. quäldich.de Tauernrundfahrt vom 30. Juli bis 3. August 2014. 

Am Sonntag werde ich mich dem twitterlauftreff anschließen und den Schneebergflight absolvieren. Mit Laufschuhen. Gute 30 km bei 2.000 Höhenmetern. Mehr brauche ich eh nicht. Die Twitterkollegen @geordi2504, @SHaboeck, @Peterslaufblog und womöglich @GUracell werden mich wohl heimtragen (müssen). 

Highlight im Mai wird sicher die Tour de Kärnten sein. Vom 18. bis 23. Mai. 6 Etappen. 400 km. 6.700 Höhenmeter. Mit einem Einzelzeitfahren. Einen Bergzeitfahren. Und einige knackige Bergetappen. Mein allererstes Etappenrennen. Mit Betonung auf Rennen. Denn die Tour de Kärnten ist ein Etappenrennen. Mal sehen. Eigentlich bin ich als Blogger dort. Aber Rennfieber ist Rennfieber. Wer live dabei sein will, der braucht einfach nur den Hashtag #tdk14 auf Twitter oder Facebook aufrufen. Ich werde täglich bloggen. Über alles, was sich so im Rennen und rundherum tun wird. Selbstverständlich werde ich meinen Neo mit zum Ossiachersee mitnehmen. Ein paar after race Schwimmeinheiten müssen sich ausgehen. Und Morgenläufe sowieso ;-).

Noch ein Highlight im Mai ist die Nonstop-Fahrt von Wien nach Klagenfurt am 29. Mai. Mit bike4dreams radlen für einen guten Zweck. 300 km und 2.000 Höhenmeter. Meine bereits 3. Teilnahme. 2010 habe ich die selbe Strecke allein bewältigt. In 11 1/2 Stunden Gesamtzeit. Inklusive Eiernockerlmittagessen in Leoben. Auch von diesem Event werde ich unter #b4d14 berichten.

Am 30.5. versuche ich dann die selbe Strecke retour zu radeln. Allein. Außer es finden sich ein paar Mitstreiter. Das wäre der Hammer. In Sume also 600 km in 2 Tagen. Ein Kindergeburtstag.

Am 31.5. finde in Linz der traditionelle Linztriathlon statt. Keine Sorge ich werde nicht am Start sein. Dafür werde ich meinen Verein Trirun Linz – organisiert den Triathlon – als Helferlein zur Verfügung stehen. Einen Akademikerhelferjob habe ich gefordert. Mal sehen was meine Aufgabe sein wird. Etwas Bauchweh habe ich dabei schon. Denn mit Erdinger ist das falsche alkoholfreie Weissbier vor Ort. Mein Stiegl Sportweisse werde ich mir selber mitnehmen.

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: Freue mich auf Feedback, solltet ihr der Meinung sein, dass mein Pensum im Mai etwas zu umfangreich sein sollte. Was es in meinen Augen auch ist.

„train the blogger“ powered by Stiegl Sportweisse. Jetzt geht’s los.

30. April 2014. Noch 60 Tage bis zum Ironman Austria 2014. Und ich mache es offiziell. Ich werde am 29. Juni um 7.00 Uhr im Strandbad Klagenfurt dabei sein. 3,8 km schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,195 km laufen.

Unterstützt werde ich dabei von Stiegl Sportweisse, denn ich bin für den Sponsor des Ironman Austria als Blogger unterwegs. Vor-, während und nach den Strapazen. Die nächsten zwei Monate werden mit Sicherheit sehr spannend sein. Denn bis dato war mein Training nicht unbedingt auf dieses große Event ausgerichtet. Was mich etwas besorgt. Denn ein Ironman ist kein Kindergeburtstag.

Es ist nicht meine erste Teilnahme am Ironman Austria. Bereits letztes Jahr war ich dabei und habe mit meiner GoPro das Rennen aus Athletensicht aufgenommen und eine Video geschnitten. Ähnliches möchte ich auch heuer wieder versuchen. Und 2 Jahre davor hatte ich in Klagenfurt das Rennen meines Lebens, bei dem ich nach 10h03min die finishline überquerte. Ohne mich zu übergeben und ohne im Sanizelt nach Sauerstoff und Glucose zu lechzen. Wie bereits geschrieben: Ein Ironman ist kein Kindergeburtstag.

Ich will den Ironman heuer recht gut überstehen. Habe von der Zeit her keine wirklich großen Ambitionen. Meinen Zenit habe ich mit den 10 Stunden sicher erreicht. Ok es wäre mehr drinnen gewesen, wenn ich in der Wechselzone nicht so lange herumgetrödelt hätte. Aber T1 und T2 zählen halt zur Gesamtzeit mit und somit muss ich mit insgesamt 16 Minuten Wechselzeit ewig leben müssen.

Um am 29. Juni 2014 gut vorbereitet an den Start zu gehen, hoffe und wünsche ich mir eure Hilfe. „Train the blogger“ heißt die Idee, welche ich in Zusammenarbeit mit Stiegl Sportweisse ins Leben gerufen habe. Eure Trainingstipps sind jetzt gefragt und auch ein paar Bier wert. Stiegl weiß zwar noch nichts davon, aber das kriege ich schon hin.

Es ist ganz einfach. Ich bin der Blogger und ihr seid die Trainer. Meine Trainer für die nächsten 60 Tage.

Stiegl und ich suchen die Schwimmexperten, die Radexperten, die Laufexperten, die Essexperten, die Regenerationsexperten, die Motivationsexperten. Hier, auf Facebook, Twitter und Instagram könnte ihr ab sofort unter dem Hashtag #ttb14 (train the blogger 2014) eure Meinungen, eure Tipps, euer Lob, eure Rügen – oder einfach nur euren Senf dazu geben. Diskutieren, debattieren, instruieren, kokettieren.

Ich werde 1 – 2 x in der Woche über mein Training und über meine Zeit bis zum 29. Juni bloggen. Ich werde über meine Wettkämpfe bis dorthin berichten (falls ich wo starten soll bzw. darf – ihr werdet das bestimmen dürfen). So habt ihr stets den Überblick und könnt eingreifen. Stellt Fragen, um noch besser beurteilen zu können was ich drauf haben sollte, drauf habe und drauf haben werde.

Wie gesagt. Stiegl macht für alle, die diese Aktion unterstützen mit Sicherheit ein paar Stiegl Biere (Kisten?) locker. Und ich lass mir auch noch was einfallen.

Lust dabei zu sein? Aber sofort geht’s los. Ich freu mich auf euch.

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: Sollte sich jemand aus der Industrie motiviert genug fühlen, mich auch zu unterstüzen? Ich bräuchte Laufschuhe, ein Triathlonrad und … das wäre schon mal ein guter Anfang. Danke.

#ttb14
#sportweisse
#ima14
#ketterechts

power2max für Campagnolo 11speed. Soll ich bestellen?

power2max Kurbelgarnitur Campagnolo 11speed

Es ist der Trend. Es ist die öffentliche Meinung. Es ist der Gruppendynamik. Und es ist wohl die letzte Chance die eigene Leidensfähigkeit am Rennrad im bereits gesättigtem Alter zu verbessern. Das wattgesteuerte Training.

Eigentlich hinke ich hinterher, denn schätzungsweise jeder vierte Rennradfahrer hat bereits so ein Ding. Egal ob es jetzt die Garmin Vector oder Polar Look Keo Pedale, die SRM Kurbel, das Stages System oder power2max sind. Ohne Watt geht wohl nichts mehr. Pulsgesteuertes Training ist old school und ineffizient.

Von knapp € 700 Euro (Stages – aber nur für Shimano) bis zu über € 3.000 (SMR) verschlucken diese Wunderdinge der Technik. Sehr viel Geld. Aber in Anbetracht dessen, was man sonst noch so alles ausgibt, kann in diesem Sport nichts teuer genug sein.

Wer die Wahl hat, der hat auch die Qual. Zum Glück ist die bei mir jetzt nicht wirklich groß. Einmal das Budget und ein anderes mal die Technik. Zwei Faktoren, welche mein Auswahl einschränken. SMR ist mir zu teuer, stages passt für meine Campa nicht und die Pedalsysteme sollen (was man so liest) noch nicht ganz ausgereift sein. Also bleibt nicht mehr viel übrig. power2max you are the one!

Ab Mai 2014 gibt es dieses System ja auch für Campagnolo 11fach. Warum also nicht? Ja. Warum nicht! Ich bin kurz davor zu bestellen. Vorerst muss ich mich aber noch etwas schlau machen. Denn wie immer liegt der Hund im Detail begraben. Lochkreise, Kurbellängen, Kettenblätter, Lagerschalen, Innenlager … alles nicht so einfach. Alles muss genau passen. Alles muss vorher festgestellt werden. Ich weiß es nicht auswendig. Muss also meine Princess of Pain etwas durchläuchten. Kompakt, 110 mm Lochkreis, Record Ultra-Torque Lagerschalen, 172,5 mm Kurbellängen. Würde ich jetzt mal schätzen. Da ist ja die Wahl des Farbringes ja ein Kindergeburtstag. Wenn ich jetzt noch Rotor Q-Rings in meine Überlegungen einbeziehen würde … gute Nacht.

Stolze € 1.690,– darf das ganze dann kosten. Zuzüglich der Arbeitsstunden für den Einbau. Denn selber kann ich das bestimmt nicht. Erstens habe ich die Geduld nicht und zweitens fehlt mir das Spezialwerkzeug. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie Roland W. mir letztes Jahr am Balkon vom Hotel in Fiera di Primiero mit seinem Mega Drehmomentschlüssel das Linksgewinde geöffnet hat. Nein danke.

Das soll es mir wert sein. Muss es auch. In Verbindung mit meinem Garmin EDGE 500 mit Ant+ freue ich mich schon auf das was mir der Computer anzeigen wird. Auch wenn ich noch nichts bestellt habe. Aber ich bin knapp davor.

Ob ich über den Einbau bloggen werde? Wenn es interessiert ja.

Und weil ich ja beim Überlegen bin: Ich spekuliere meine Kompaktkurbel auf 52/36 upzugraden. Ganz im Sinne von Kette rechts. Mit 11/25 hinten vielleicht gewagt für die hohen Berge der quaeldich.de Tauernrundfahrt oder den Ötztaler Radmarathon. Da muss ich dann wohl mit einem neuen Ritzelpaket aushelfen. Aber da bietet mir Campagnolo bei der Record Titan „nur“ ein 12/27 an – was optisch ein paar Posing-Punkte kosten würde.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Die Villacher Alpenstrasse. 16,5 km und 1.200 HM.

Aller Anfang ist schwer. Vor allem bie 16,5 km bergauf.

Ostermontag. Ganz Österreich sonnt sich im österlichen Hoch. Ganz Österreich? Nein. Ein kleines Bundesland im Süden trotzt diesem Trend und präsentiert sich feucht und kühl. Nicht die besten Voraussetzungen für ein Radtraining. Auch weil der Ostersonntag nicht viel besser war. Und der Karsamstag auch nicht. Scheiß drauf. Dachte ich. Scheiß drauf. Tat ich. So muss Training. Womöglich werde ich dann noch zum Weichei.

Seit Jahren urlaube ich und trainiere ich in Kärnten. Noch nie habe ich die Villacher Alpenstrasse in Angriff genommen. Dies sollte sich heute ändern. 16,5 km bergauf mit einer maximalen Steigung von 10%. Genau das Richtige. Will ich ja in knapp einem Monat bei der Tour de Kärnten mitfahren. (Die Betonung liegt auf mitfahren – und darüber bloggen).

Eine detaillierte Beschreibung des Anstieges findet man auf der Seite von quaeldich.de. Ich selber bin um warm zu werden gleich von Klagenfurt über die nasse Süduferstraße bis Selpritsch, dann die  Ironman Strecke über Rossegg bis zum Anstieg zum Faaker See gefahren. Danach Teile der Rad WM-Strecke von 1987 über den Grosssattel. Insgesamt  waren es 131 km und knapp 2.000 Höhenmeter – mit einer kleinen Zusatzrunde retour durch die Villacher Innenstadt vorbei an Wernberg Richtung Velden und Kehrwende am Nordufer da dieses gesperrt war wieder Richtung Velden und Süduferstraße). Bei durchschnittlich 11 Grad. Maximaltemperatur laut Garmin 16 Grad. Mindesttemperatur 7 Grad. Das war wohl oben am Berg, wo ich vor lauter Nebel fast nicht einmal meine Nasenspitze sehen konnte.

Es war kalt. Es war nass. Und es war anstrengend. Mich und meine Princess of Pain hat es richtig eingewässert. Auch meine neuen Sidi Wire Carbon haben ihre Regentaufe bestanden und ihre Jungfräulichkeit im Trockenen verloren. Live goes on.

Am Berg war ich allein. Ich denke zwei Autos sind mir entgegengekommen, eines hat mich überholt und oben am Berg waren ein paar Kinder mit Ihren Eltern und Rodeln. Sonst tote Hose. Knapp 60 Minuten für mich und meinen Gedanken. Diese galten hauptsächlich der Sorge nicht einzufrieren bei der Abfahrt. Meine Handschuhe hatte ich nicht mit. Durchnässt war ich sowieso schon. Schweiß, Spritzwasser und leichter Regen haben sich gut vertragen. Zum Glück war auf der Abfahrt die Straße abgesehen von den Schmelzwasser Rinnsalen halbwegs trocken. Dafür dann ab Villach nicht mehr. Es schüttete wie aus Kübeln. Und sind einmal die Zehen nass ist das wurscht. Erinnerungen kamen hoch. An den Ötztaler Radmarathon 2013. Und an bike4dreams 2013. Regenfahrten haben ihren eigenen Charme. Charakterbildend. Materialschädigend. Ich hoffe der Sommer kommt bald.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Km 3. Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt Villach.

Km 10. Ein Selfie muss sein.

Km 13. Willkommen im Restwinter.

Km 13. Frühling? Bitte keine Scherze.

Km 15. Die letzte Kehre.

Km 16,5. Ein natürlicher Radständer.

Km 16,5. Im Nebel kein Blick zum Gipfel.

Der Dobratsch. Irgendwo dort hinten im Nebel.
Altschnee und ein wenig Neuschnee auf 1.600 m.

Selfie Nummer 2.

Testbereicht Canyon Ultimate CF SL

Das Canyon Ultimate CF SL mit Shimano Ultegra

Mallorca 2014. Es ist schon wieder eine Weile her. Und zwischenzeitlich bin ich meine Princess of Pain auch wieder geritten. Ein guter Zeitpunkt also, um über das Canyon Ultimate CF SL zu sagen, was ich zu sagen habe.

Das Wichtigste vorweg. Nach 10 Tagen Canyon hat mir der (Wieder)Umstieg auf mein Pinarello sofort spüren lassen, was ich vermisst habe. Steifigkeit.

Das Canyon Ultimate CF SL ist ein gutmütiges Rad. Im Vergleich (ich muss den Vergleich zum Dogma2 anstellen) sehr komfortabel. In Verbindung mit den Mavic Ksyrium Elite und dem eingebauten Alu-Lenker für Mallorcas Straßen eine Traumkombination. Auch wenn es bereits nach wenigen Kilometern ganz schön knackte. Speziell im Wiegetritt bergauf. Unangenehm. Ich konnte die Ursache nicht finden und irgendwann war es mir egal.

Bei einem Listenpreis von € 2.199,- in der Ultegra Version muss ich sagen, dass das Rad vom Preis Leistungsverhältnis ohne weiteres empfohlen werden kann. Optisch ist der schwarz matte Lack sehr schön. Auch wenn er sehr empfindlich ist. Jeder Schweißtropfen ist erkennbar. Auch nach der Kärcher Behandlung. Und das isotonsiche Gemisch aus meinem Trinkflaschen war auch kaum zu übersehen. Am Ober- und am Unterrohr.

Ich habe mich für eine Größe M entschieden. Und das war auch die richtige Entscheidung. Oberrohr und Vorbau kurz, dafür Sattel schön weit draußen. Insgesamt war ich mit einer Überhöhung von 10 cm plus unterwegs. Außer nach der 7 1/2 Stunden Ausfahrt hatte ich keine nennenswerten Beschwerden.

Besonders hervorheben möchte ich den Sattel. Ein Fizik Antares. Zugegeben hatte ich bis dato gar keine Erfahrung mit dieser Marke. Mein Allerwertester saß und sitzt auf Selle Italia (SLR und SLS). Der Fizik hat mich überzeugt. Über 1.000 km ohne Probleme. Natürlich war auch meine Ketterechts Hose dafür verantwortlich (!). Ein gutes Polster zum erschwinglichen Preis. Kann man käuflich erwerben. Hier. Den Fizik kann ich empfehlen. Sicher ein guter Kompromiss zwischen Preis und Funktion. Kostet Liste € 199, und ist etwas breiter als die Top Modelle von Fizik, wie der Detailtest vom Tourmagazin verdeutlicht.

Alles in allem hat sich das Canyon im Mallorca Alltag sehr gut bewehrt. Zügig nach vorne (nicht wie gewohnt steif und spritzig), wendig in den Abfahrten und leicht bergauf (wenn auch etwas laut im Wiegetritt). Die engen Kehren rund um die Abfahrt von Coll de Sa Bataia nach Selva waren kein Problem. Das Canyon hielt mein Gewicht stand und die Spur treu.

Über Shimano Ultegra muss ich ich nicht viel schreiben. Für mich als Campagnolo Heavy User eine deutliche Umstellung. Ständig suchte ich mit dem Daumen den Hebel um die Gänge hochzuschalten. Vergebens griff ich ins Leere. Im Vergleich zu Campa liegen die Hebel von der Ultegra sehr mächtig in der Hand. Die Ergopower Griffe von Campa sind dazu zierlich und grazil. Die Ultegra kommt optisch schon sehr wuchtig daher. Schalten und Bremsen waren die ganzen 10 Tage keine Hexerei. Sowohl im Trockenen als auch im Nassen. Ich habe ja alles immer brav gepflegt. So als wäre es mein Rad. Mehrmals gewaschen und täglich die Kette geputzt und geölt. Nichts Unübliches – außer man hat ein Mietrad.

Die Mavic Ksyrium Elite sind für mich die besten Allround Laufräder die es gibt. Sorry. Most Wildcat (verwende ich am Dogma im Winter und im Regen). Optisch sehr schön mit der Alu Innenseite und den flachen Speichen, rollen und rollen und rollen sie. Hatte ich auch schon. Schade, dass ich diese hergegeben habe.

Fazit: Für € 2.199,- neu und für € 200 für 11 Tage bekommt man mit dem Ultegra Ultimate CF SL ganz schön viel Carbonrad. Wüsste kein vergleichbares Rad in dieser Ausstattung zu diesem Preis. Für mich wäre es ein gutes Zweit- oder Winterrad. Denn Canyon hat schon ganz andere Kaliber im Stall. Aber kein Pinarello. Somit bleibe ich bei meiner Princess of Pain.

Sollte ich aber keine € 9.000,- für ein Pinarello Top Modell haben, könnte ich bei Canyon möglicherweise schwach werden. Selbstverständlich nur mit Campagnolo Super Record.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

Vienna City Marathon – Wir Läufer als Melkkühe?

Diesmal blogge ich noch bevor der Marathon für mich zu Ende geht – wie auch immer dieses Ende aussehen wird. Grund ist ein Trend, den ich gestern bestätigt bekommen habe. Läufer sind mittlerweile die Melkkühe der gesamten Sport- und Veranstaltungsmaschinerie (eigentlich wollte ich Mafia schreiben – aber das würde viel zu weit gehen und nicht ganz stimmen. Maximal in Metaphern gesprochen. Nein. Auch das wäre zu weit gegriffen. Bleiben wir bei den Fakten.)

Als ich gestern Freitag im Expo Gelände des Vienna City Marathon meine Startnummer abholen wollte, wurde ich von Security Agenten daran gehindert die Expo zu betreten! Ich solle mich anstellen, wie viele andere auch. Ich denke es waren an die 100+. Blockabfertigung. Wie im Sommer vor dem Tauerntunnel am Weg in den Süden. Oder in einem belegten Parkhaus. Zwei Leute raus, zwei Leute rein. Natürlich habe ich mich nicht angestellt. Ich stelle mich grundsätzlich nirgends an. Vor allem dort, wo ich dafür bereits für eine Leistung bezahlt habe. In Zeiten der Online Registrierung müsste zudem eine persönliche Abholung der Startnummern nicht mehr notwendig sein. Auch wenn das für die Expo den Todesstoß bedeuten könnte. Egal. Das ist nicht das Thema.

Später (ich bin ein zweite Mal zur Expo gegangen – in der Zwischenzeit war ich laufen und Bahnfahren; mir wäre sonst langweilig gewesen) habe ich mit ein paar Ausstellern auf der Expo gesprochen. Diese waren auf die Organisation angefressen, weil man die Leute daran gehindert hat, die Expo zu betreten. Man hätte die Blockabfertigung im letzten Teil der Halle – dort wo die Starnummern ausgegeben werden – durchführen können. Denn dieser Bereich war sowieso abgeriegelt wie Fort Knox in seinen besten Zeiten. Nur mit ausgedruckter Anmeldebestätigung durfte dieser Bereich betreten werden. Genauestens kontrolliert von den Security Menschen. Dafür war es dort gespenstisch still und leer. 300 m2 für nichts. Zwei gekennzeichnete Eingänge. Zwei gekennzeichnete Ausgänge.

Ich holte mir meine Startunterlagen. Fühlte mich dort allein. Aber sehr wohl. Die Startunterlagen bestanden aus einem Erste Bank Sparkassen Running Sackerl. Einem Hervis Prospekt, einem Spakasse Running Prospekt, 4 Sicherheitsnadeln, einer frisch ausgedruckte Startnummer (habe ich nur gegen Vorlage meines Ausweises bekommen) und einem Gutscheinheft für mehr oder weniger nutzlose Dinge. Egal. Der Ordnung halber erwähne ich, dass ich dafür € 98 bezahlt habe. Goodies? Fehlanzeige. Samples? Fehlanzeige. Sonst noch was? Fehlanzeige.

Und dann ist noch zu erwähnen, dass für die Kaiserschmarrn Party (gab es vor Jahren direkt am Messegelände) extra € 9 für das Essen und € 3,50 für ein Getränk zu zahlen sind. Im Voraus. Angemeldet. Im Rathaus. Super Location. Toll. Festlich. Mehrere UBahn Stationen von der Expo. Gut für die Wiener Linien. Denn Gratis Ticket für Marathonis gibt es nicht. Nicht einmal am Wettkampftag. War früher anders. Das weiß ich. Auf Anfrage eines Kollegen ob das gehen würde (wieder), meinten die Wiener Linien „Ja, wenn du (!!!) uns einen Sponsor bringst.“ Einen Sponsor für eine Stadt, die den Marathon sponsert bzw. unterstützt. Ein geniales Geschäftsmodell. Eigentlich sehr gescheit. An die 20.000 Läufer mal € 2,10 für eine Fahrt sind € 42.000,- an möglichem Umsatz. Wer will schon darauf verzichen. Und sollten ein paar Schwarzfahren, dann füllt sich die Kasse noch mehr. Vorausgesetzt, man ist so dreist und verstärkt die Kontrollen.

Ich will jetzt nicht unfair sein. Nachfrage bestimmt das Angebot. Und niemand verpflichtet mich in Wien zu laufen. Außer ich mich selber. Solange es Läufer geben wird, die sich melken lassen, wird es Veranstalter geben, die Teilnehmer melken werden. Und die Gruppendynamik trägt ihren Rest dazu bei. Das fällt mir auf der Expo immer auf. Da wird geshopped auf Teufel komm raus. Als ob jeder Läufer keine Schuhe zu Hause hätte. Oder Bekleidung. Oder Riegel. Oder Gels. Am besten fand ich gestern den Stand von PowerBalance. Da gab es Ketten und Armbänder statt um € 49,90 um sagenhafte € 10,-. Ein Schnäppchen. Und ein Andrang. Aufgefallen ist mir auch, dass es außer Bananen und Äpfel von SanLucar sonst im Vergleich zu den letzten Jahren, sehr wenig zu schnorren gegeben hat. Kellogg’s Gratis Müsli habe ich vergebens gesucht.

Bleibt nur zu hoffen, dass morgen alles gut läuft. Dass das Wetter passt. Die Beine schnell sind. Und ich meine gesteckten Ziele erreiche. Dann kann ich mich freuen und anfangen zu sparen. Für eine Anmeldung 2015. Denn wie heißt es so schon: Mitgegangen. Mitgefangen. Mitgegangen.

Stay tuned
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

PS: Wenn morgen jeder, der Kompressionssocken auf der Expo gekauft hat diese beim Marathon auch tragen wird, dann wird das ein Kompressionssockenlaufspektakel der Sonderklasse. Ach hätte ich diese Sockenidee gehabt.

Mallorca 2014. Mein Trainingslager.

Basecamp. Bucht von Pollentia.

Eigentlich hätte ich heuer keines gebraucht. Ein Trainingslager. Die Bahnsaison war so was von genug (Kilometerangaben spare ich euch hier und jetzt) und der frühe Frühling hat mir sogar genug Freiluftausfahrten erlaubt. Aber gebucht ist gebucht. Und so flog ich mit dem Targettrainer Wolfgang Ermeling und einer elitären Auswahl an Mädels und Jungs von Trirun Linz & Friends zehn Tage auf die Insel. Unser Basecamp war der Resort Club Pollentia zwischen Alcudia und Port de Pollenca. Diesen Club kann ich mit reinem Wissen und Gewissen empfehlen. Auch wenn er mir etwas zu viel Massenabfertigung war. Ich schätze mal an die 800 – 1000 Betten (wenn nicht mehr). Alle belegt. Mit Triathleten. Unter anderem waren auch Raelert-Brothers Andreas und Michael vor Ort um ein Ironman Camp zu betreuen. Dass beide zusammen dünner sind als ich im Ganzen habe ich ja schon auf auf meiner Facebook Seite gepostet. Ein Trend im Triathlon?

Der Club Pollentia besticht mit vielen kleinen Villen und großzügigem Areal. Die Räder dürfen mit auf die Zimmer genommen werden. Alle Zimmer mit Balkon und mächtig HD TV 44 Zoll aufwärts. Ein Tipp: schaut, dass ihr ein Zimmer mit Sonneneinstrahlung bekommt. Wenn es auf Mallorca regnet, dann trocknet hier nichts, weil es keine Heizungen gibt. Nur Klimaanlagen. Diese müssen dann auf 30 Grad geschalten werden und die Wäsche hängt am Ventilator. Bewährt und wenn die Wäsche gewaschen ist, auch hygienisch. Sehr hygienisch.

Das Essen im Club Pollentia ist ausreichend. Mehr als ausreichend. Frühstück wie Abendessen lassen keine Wünsche übrig. Fisch, Fleisch, Beilagen, Gemüse, Salate, Käse, Nachspeisen. Der Milchreis ein Genuss. Eigentlich kann man nicht so viel Sport machen, wie hier Essen geboten wird. Einzig der Kaffee war für mich ein Fiasko. Nicht nur im Club. Auf der gesamten Insel. Nicht trinkbar. Zumindest der Cappuccino nicht. Das war schwarzer Kaffee mit einem kleinen Milchhäubchen. Ich habe Italien vermisst. Frühstück war mehr als ausgiebig und reichlich. Das Personal freundlich. Besonders hervorzuheben ist Manuela Gonzalez. Hola Manuela.

In der Anlage gibt es zwei Radvermietungen. Den Platzhirschen Hürzeler und Balear Reisen. Beim Hürzeler gibt es Cube. Bei Balear Reisen Canyon. Wahlweiße in Aluminium oder Carbon. Ich habe mich für das Canyon UltimateCF SL entschieden. Ketterechts auf Alu ist undenkbar und unwürdig. Mit Shimano Ultegra Kompakt und Mavic Ksyrium Elite. Über das Rad werde ich extra bloggen.

Die Anlage besticht auch durch eine großzügige Badelandschaft und einem Outdoor Pool. Offiziell 25m Becken mit 6 Bahnen. Salzwasser mit Düsenströmung. Interessante Erfahrung. Das Wasser offiziell mit 28 Grad recht warm. Inoffiziell empfehle ich den Neo. Eine Reservierung der Bahnen ist Pflicht. Denn vor dem Frühstück und nach 1500/1600 ist die Hölle los. Das Becken ist nicht recht tief. Knapp 40 cm auf der einen Seite. Wendenfreaks habe hier ihr Highlight.

Der Resort Club Pollentia befindet sich direkt am Meer. Nur die Straße und ein kleiner Felsen/Sandstrand trennen das Festland vom Wasser. Direkt an der Anlage auch eine 11,5 km Laufrunde. Markiert. Und sehr beliebt. Auch wenn teilweise sehr fad. Weil man ins landesinnere rennt. Und außer Steinmauern, Kakteen und Häuser nicht viel zu sehen bekommt. Ca. 2,5 km dieser 11,6 km läuft man am Radweg entlang der Straße. In der Rush-Hour eine Harakiri Aktion. Speziell dann, wenn dir Gruppen von 10 Rennern und mehr entgegenkommen. Da ist oft nicht viel Platz für Spekulationen oder Mißverständnissen.

Ein Fitnessraum (2 Laufbänder, 2 Spinningräder und ein paar moderne Geräte), eine Sauna, ein Indoor Pool und Massagemöglichkeiten runden das Sportangebot im ****Club ab. Darüber, was ich im Trainingslager nicht sehen wollte, habe ich ja schon geschrieben.

Das Wetter? Naja. Schade, dass wir nicht verlängern konnten. Und zum Glück waren wir nicht eine Woche früher auf der Insel. Alles in allem also ganz passabel. Der erste Tag frisch. Der zweite Tag verregnet. Dann ein paar kurz-kurz Tage. Dann wieder Laufwetter. Ein nächtlicher Wolkenbruch und dann von Tag zu Tag schöner und sommerlicher. Es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur … In meinem Koffer hatte ich exakt 23,5 kg dieser Kleidung mit.

Insgesamt konnte ich 1.073 Rennradkilometer mit 10.560 Höhenmeter abspulen. Dazu noch 3 x Koppeltraiing (!!!!!). Für mich unfassbar. Als Anti-Koppler. Ein langer Lauf über 20 km und etwas plantschen waren auch dabei. Macht in Summe 3,8/1.074/44. Nicht übel, oder? Ich hatte die meisten Radkilometer und die wenigsten Schwimm- und Laufkilometer. Rennradfahrer sind halt so.

Triathleten sind da ganz anders. Das hat mich ja auch bereits veranlasst, Triathlon als Gemeinschaftssport in Frage zu stellen. Nachzulesen hier. Triathleten Schwimmen vor dem Frühstück. Triathleten fahren Rennrad nach dem Frühstück. Und Triathleten laufen nach dem Rennrad fahren. Das fast täglich. Und wenn das Wetter schlecht war, dann wurde gesponnen. Nicht wo wie ich. Sondern am Spinning Rad. Ich bin auch bei Regen ausgefahren. Mit Sasha und Gerald. Apropos Gerald: So wie er sich mit uns am Berg gespielt hat! Ganz schlecht für das eigene Ego. Chapeau. Hut ab.

Von den Touren her konnte ich mit Ausnahme von San Salvador, Cap de Formentor und den Coll de Söller alles fahren. Highlight war sicher der Küstenklassiker von Port d’Antratx bis nach Pollenca über den Puig Major. Neu war für mich dieses Jahr die Laktatschlacht rauf auf Randa und die Tour nach Porto Cristo sowie der Ausflug ins Landesinnere über Fellantx, Campos zürück zum Hotspot Petra. Alle Touren habe ich mit meinem GarminEDGE 500 aufgezeichnet. Gerne kann ich die Tracks weiterleiten. Einfach Kontakt zu mir aufnehmen. Mit dabei: Orient über Bunyola, die Ironman 70.3 Strecke über Pollenca zum Coll de Sa Bataia (Lluc) und die Auffahrt von Selva zum Coll de Sa Bataia (Lluc).

Es ist immer wieder ein Erlebnis. Die Insel präsentierte sich so grün wie schon lange nicht mehr. Die Vegetation voll im Saft. Und in der Serra de Tramuntana viel Wasser. Leider musssten wir auch die negative Seite der Rennrad-Masseninvasion miterleben. Ein toter Rennradfahrer. Unter einer Aludecke. Kein schöner Anblick. Helm und Radschuhe haben herausgeschaut. Sein Fahrrad in mehreren Stücken hinter der Leitplanke. Und zwei fette Bremsspuren genau dorthin, wo der Rennradfahrer gelegen ist. Dieser Anblick hat wieder mal alles relativiert. Es ist scheiß egal, wie viele Kilometer man fährt oder wie weit man laufen und schwimmen kann. Es ist schieß egal wie schnell man einen Berg hochklettern kann oder wie viel Speed man auf den Abfahrten hat. Das Wichtigste ist, am Abend heil nach Hause zu kommen.

Denkt daran.

Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts

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