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Social Ultracycling – Pannonia 400

Social Ultracyling

In the books. Erledigt. Geschafft. Abgehakt. Überlebt. Mission accomplished. Die Bucket List ist um eine Schnapsidee Ă€rmer. Ich habe es getan, wir haben es getan. Meine Idee, den lĂ€ngsten Tag im Jahr mit der (bisher) lĂ€ngsten Ausfahrt des Jahres zu zelebrieren, wurde umgesetzt. Eine Tradition wiederbelebt. 200 Kilometer sind schnell einmal gefahren. 300 Kilometer am StĂŒck mittlerweile auch. 400 Kilometer hingegen sind eine magische Zahl, die bisher nur Randoneurs und verrĂŒckte #festive500 FahrerInnen in der Nonstop-Version sowie Ultracycling-Freaks regelmĂ€ĂŸig ĂŒbertreffen. 400 Kilometer en suite sind eine Ansage. Ein TĂŒröffner in eine andere Welt. Die Welt des Ultracycling. Mit #pannonia400 wurde diese TĂŒr geöffnet und das erste Social Ultracycling Event ins Leben gerufen.

Ein langer Tag schreit nach einer langen Ausfahrt.

Der 21. Juni ist bei uns der lĂ€ngste Tag im Jahr. Es ist dann rund um Wien mehr als 16 Stunden hell. Die perfekte Gelegenheit, diesen Umstand zu nutzen, sehr lange am Rad zu sitzen, ohne im Dunkeln herumgurken zu mĂŒssen. Wie schon vor Corona (!). Damals ging es von Wien nach Linz und wieder retour. Flach und schnell. Diesmal musst das Burgenland als Kulisse dienen. Die Streckenplanung war nicht schwer. Ich brauchte nur „Rund ums Burgenland“ kĂŒrzen. Fertig. Von Eisenstadt nach Eisenstadt. Über die AuslĂ€ufer der Buckeligen Welt, dem höchsten „Pass“ Burgenlands, einem kleinen Abstecher nach Ungarn (und Niederösterreich) und durch die Tiefen des Seewinkels (pannonische Tiefebene).

Vorbei an den burgenlĂ€ndischen Weinbaugebieten wie dem typischen Uhudler im SĂŒdburgeland, dem BlaufrĂ€nkisch im Mittelburgenland und den Neusiedler DAC, Ruster Ausbruch DAC oder Leithaberg DAC im Nordburgenland. FĂŒr Wein hatten wir aber keine Zeit. So wie wir keine Zeit hatten fĂŒr andere SehenswĂŒrdigkeiten. Unser Blick galt der Uhr und dem Himmel. Dann das beste Wetter hatte ich mir fĂŒr dieses Social Ultracycling Abenteuer leider nicht ausgesucht.

Social Ultracycling rund ums Brugenland

Teamarbeit ist Dreamarbeit.

Fahren. Die Strategie hieß einfach nur fahren. Dauere, was es wolle. Aus der MorgendĂ€mmerung heraus in die AbenddĂ€mmerung hinein. Keine besondere Strategie, aber alles andere hĂ€tte nur Stress bedeutet. NatĂŒrlich war ich mit Licht ausgestattet und mein Rennrad teilweise noch RACA-tauglich beklebt. Sicherheit geht immer vor. Was auch fĂŒr die Mitfahrenden gelten musste. Mitfahrende, die bunt zusammengewĂŒrfelt waren und dem Aufruf via Social Media sowie durch persönliches Zurufen zusammengekommen sind. Insgesamt acht haben die 400er-Marke geknackt. Davon 2 Damen. Conny, eine Rookie (lĂ€ngste Ausfahrt bisher 200 Kilometer und seit erst einem Jahr am Rennrad) und Pia, eine Veteranin – zigfach Brevet-erfahren und Finisherin bei Paris-Brest-Paris. Bei den MĂ€nnern „on stage“ Patrick, RAN-Finisher, Stefan (WiederholungstĂ€ter) sowie Wolfgang, Heinz und Roman bei ihrer Premiere ĂŒber diese Distanz. UnterstĂŒtzt wurden wir von weiteren fĂŒnf Fahrern, die mitgefahren, spĂ€ter eingestiegen und frĂŒher ausgestiegen sind. Ihnen gilt auch der Dank fĂŒr den einen und anderen Windschatten-Kilometer.

Insgesamt waren vier Pausen eingeplant – am Ende waren es sechs. Eine unfreiwillige wegen es Defektes (Platten) und eine notwendige wegen FlĂŒssigkeitsmangel gesellten sich dazu. Supermarkt nach Kilometer 113 in Stegersbach und nach Kilometer 196 in Lockenhaus, eine dringend benötigte ungarische BĂ€ckerei nach Kilometer 260 in Fertöd, eine kurz vor Ladenschluss ĂŒberfallsartig geplĂŒnderte BĂ€ckerei in Nickelsdorf und die lebensrettende AGIP Tankstelle in Bruck an der Leitha. Gegessen haben wir durch und durch ungesundes Glumpert mit viel Zucker. Getrunken haben wir nicht viel Besseres und GesĂŒnderes. Am Ende standen wir alle mit einem Wasserbauch da. Seitliche Aufnahmen wurden kurzerhand verboten. Social Ultracycling dient auch dazu, sich anderen anzupassen und ĂŒber die eigenen Gewohnheiten und Besonderheiten in der ErnĂ€hrung hinwegzusehen. Kleiner Tipp: Salametti mit einem Salzstangerl wirken Kraft-Wunder. BiFis auch.

Beobachten, plaudern, zuhören. Das ist auch Radfahren.

Über 14 Stunden am Rad sitzen und ĂŒber 17 Stunden zusammen sein. Da lernt man sich und seine Grenzen kennen. Aber auch die Mitfahrenden. Man beobachtet, man plaudert, man hört zu und man stellt Fragen. Gruppenfahren ist Gruppendynamik. Das macht es schwierig und interessant gleichzeitig. Wer, was, wie, wann und wo? DarĂŒber habe ich schon einmal ein paar Zeilen geschrieben. Interessant, dass sich einiges wiedergefunden und bewahrheitet hat. Damit wĂ€re dieses Thema erledigt. Es gibt Rennradfahrende, die gerne in der Gruppe fahren (und den Schutz sowie die Motivation der Gruppe brauchen) und es gibt Rennradfahrende, die in der Gruppe auch gerne allein fahren.

Die moderne Technik spielt dabei auch seine Rolle. Sie hilft und schadet manchmal gleichzeitig. Ohne Track fĂ€hrt heutzutage kaum jemand los. Auch in Gruppenausfahrten „will“ der Track als UnterstĂŒtzung geladen sein. Das ist als Guide gut, denn man kann sich dann hinterm Feld mit anderen Dingen beschĂ€ftigen. Fotografieren, ausruhen oder pinkeln. Ohne dass dabei die Gruppe von der Strecke abweicht. Wenn da nicht jene wĂ€ren, die ohne Track ausreißen oder sich mit Track verfahren. Solange alle wieder auf die richtige Spur kommen, soll das alles kein Problem sein (und vor allem keine Polemik erzeugen). Auch finden Ausreißer ohne Track die angepeilte Nahrungsaufnahmestelle, weil Hunger und Durst beste Navigationshilfen sind.

Ultracycling Learnings.

Akkustand-Check: Es ist wenig hilfreich, wenn man (ich) den Garmin Edge vorsichtshalber die ganze Nacht an die Stromversorgung anschließt, um kurz vor der Abfahrt um 4 Uhr feststellt, dass der Akkustand bei 27 % liegt. Not macht erfinderisch. Ich wollte immer schon die Powerbank testen. Also, Lenkertasche rauf, 900 Gramm schwere Powerbank rein, oldschool Garminhalterung auf den Vorbau und GerĂ€t anschließen. Nach drei Stunden Fahrzeit hatte ich 100 % Akkustand, das Garmin-GerĂ€t wieder aerodynamisch vor dem Vorbau platziert und die ganze weitere Tour kein Stromproblem mehr. 25 % waren im 5 Jahre alten Edge 1030 am Ende noch vorhanden. Ich hĂ€tte noch weiterfahren sollen. Ohne Powerbank wĂ€re sich das also nicht ausgegangen.

GummibĂ€rchen: Neben BiFi sind GummibĂ€rchen „Best of Junkfood“. Ich hatte die vegane Version von Katjes mit dabei. Traumhaft.

SchulmĂ€use: Auf meiner Bestenliste auch SchulmĂ€sue. Flaumig zartes HefeteiggebĂ€ck gefĂŒllt mit cremiger Nuss-Nougat-FĂŒllung. Dazu ein Cappuccino. Weckt den Pogačar in dir.

FlĂŒssigwachs: Diesmal habe ich wieder FlĂŒssigwachs verwendet. Das hat sich ausgezahlt. Die Kette lief nach 400 Kilometern, reichlich Wasser von oben und von unten, Staub und Dreck immer noch lautlos und geschmeidig.

Radhose: Das Beste ist mir gut genug. Aber was ist das Beste? Ich behaupte einmal, meine Radhose war es. Keine Probleme, kein Rutschen, kein Scheuern, kein Schaum (Achtung Insider). Den ganzen Tag lang ein schmerzfreier Übergang zwischen trocken, nass und verschwitzt. Übrigens trage ich bei den Hosen GrĂ¶ĂŸe S. Vielleicht sitzt sie deswegen so gut.

Kopfsache: Es war nicht mein erster 400er. Aber fĂŒr einige war es eine Premiere. Ich konnte mir schon ausrechnen, was auf mich zukommen hĂ€tte können. Wie das die anderen gemacht haben? Ich wĂŒrde es gerne wissen. Die Gruppendynamik allein kann es nicht gewesen sein.

Packen: Probieren geht ĂŒber Studieren und Fluchen. Patrick und Conny waren bestens ausgestattet und hĂ€tten wohl mehrere Tage unterwegs sein können. Weil sie die Gelegenheit beim Schopf gepackt haben und sich auf GrĂ¶ĂŸeres einstimmen wollten. 2 x Licht vorne, 1 x Arschrakete hinten, 2 x Flasche hinten (an der Arschrakete stylisch und aerodynamisch befestigt), 1 x Warnweste … 13,5 kg schwer war Patricks Tarmac S-Works mit Felgenbremsen!

Pannonia 400 ein Klassiker?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Ultracycling Events. Self-supported oder supported. Man kann es sich aussuchen. Was es noch nicht gibt, sind Social Ultracycling Events, bei denen man „schnuppern“ kann. Pannonia400 wĂ€re in Zukunft eine ideale Gelegenheit dazu. 400 Kilometer im Schutz und im Windschatten einer Gruppe. JĂ€hrlich um die Sommersonnenwende. Am lĂ€ngsten Tag im Jahr, die lĂ€ngste Ausfahrt im Jahr. Außer man ist ein Freak, ein Randoneur, ein „male“ oder „female“ Ultracyclist.

Termin 2025: 14. Juni – Start ist um 4 Uhr vor dem Schloss Esterhazy in Eisenstadt (Burgenland). Informationen ĂŒber Übernachtungsmöglichkeiten blog@dieketterechts.com. Ansonsten einfach hinkommen.

Mehr Rennradabenteuer gibt es hier.

#ktrchts
Cristian

PS: Ich brauche mehr MitgefĂŒhl: Ich muss mich besser abgrenzen. Und lernen, die GerĂ€usche der anderer FahrrĂ€der auszublenden. Speziell dann, wenn im Wiegetritt ein spanisches Kastagnetten-Konzert die Ruhe und Idylle störte. Es war nicht mein Rennesel. Es hat aber trotzdem wehgetan.

Race Across Austria.

Race Across Austria

In genau 3 Wochen werde ich seit drei Stunden unterwegs und voll im Abenteuer Race Across Austria eingetaucht sein. Ob ich nervös bin. Nein. Weil ich wie immer total unvorbereitet bin. Ich weiß nur, dass es ein langer Weg sein wird. Von Nickelsdorf nach Feldkirch. 1.000 Kilometer und 15.000 Höhenmeter. Ich weiß noch nicht, mit welchem Rad ich fahren werde, wie lange ich fahren werde, wo ich stoppen werde, was ich mitnehmen werde, welches Licht ich fahren werde, ob ich ĂŒberhaupt in der Nacht fahren werde. Beste Voraussetzungen, oder? Ich lasse es auf mich zukommen. Ob das eine gute Idee ist und war, wird sich am Samstag, 1. Juni 2024 erweisen. Ich habe nĂ€mlich mein Zugticket zurĂŒck nach Wien schon gebucht. Denn am 2. Juni geht es fĂŒr eine Woche zum Urlaub machen und Rennrad fahren in die Dolomiten.

Race Across Austria - die Strecke

Ultracycling Halbwissenerfahrung.

Ein bisschen Ultracycling-Erfahrung habe ich ja bisher gesammelt. Race Around Austria im 4er Team oder die unsupported Umrundungen der 9 BundeslĂ€nder (Burgenland, Wien, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Niederösterreich, KĂ€rnten, Steiermark und Oberösterreich) in Österreich. Alles wohl nicht vergleichbar mit dem, was das Race Across Austria zu bieten hat. Die Zahlen sollten mich vielleicht doch etwas nervös machen. 1.000 Kilometer, 15.000 Höhenmeter (12 PĂ€sse) in 112 Stunden. Zwischen Start und Ziel liegen 4 NĂ€chte. Ja. NĂ€chte. Das sind diese dunklen, kalten und einsamen Tageszeiten. WĂ€re eventuell gut zu wissen, wo ich zu diesen unmöglichen Zeiten sein werde. Am liebsten wĂ€re mir, ich wĂ€re in der Nacht im Bett. Gut zugedeckt mit einer WĂ€rme schenkenden Daunendecke. Tief schlafend und trĂ€umend. Da ich aber keine Ahnung (und keinen Plan) habe, kann ich mir gegenwĂ€rtig auch nichts ausrechnen. Und eines ist sicher: Mit spekulativem Halbwissen komme ich nicht weit.

Bikepacking Across Austria

Ich weiß, dass ich eigentlich nichts ĂŒber Ultracycling weiß.

Eines ist fix. Ich werde sicher nicht durchfahren. DafĂŒr bin ich zu alt und zu sozialisiert. Außerdem wĂŒsste ich nicht, wie ich das mit dem Equipment, welches ich aktuell habe, bewerkstelligen sollte. Ich habe ein Vorderlicht, welches mir 4 Stunden Helligkeit schenken kann. Die NĂ€chte dauern Ende Mai laut Reglement aber 10 Stunden. Ich brĂ€uchte also viele „PowerbĂ€nke“. Diese sind unter 500 Gramm schwer zu finden (falls wer einen Tipp haben sollte, her damit. Nehme ich dankend an). Unterwegs laden? Wo, wie lange? Auch mein veraltetes Garmin 1030 GerĂ€t hĂ€lt nicht mehr lĂ€nger als 16 Stunden. Strom! Ich brauche unerwegs viel Strom. Und Ultra-Fast-Charging-Know-how. Gibt es das?

Man sieht schon, dass ich eigentlich nichts ĂŒber Ultracycling weiß. Obwohl ich einiges da und dort schon gelesen oder angehört haben könnte. NĂ€her beschĂ€ftigt habe ich mich damit leider nicht.

Von Basecamp zu Basecamp.

Ich muss und werde improvisieren. Altbekanntes (und fĂŒr mich AltbewĂ€hrtes) mit Neumen kombinieren. Also doch ein Plan? Es ist mehr eine Idee, das Abenteuer Race Across Austria zu ĂŒberleben. Und rechtzeitig beim Zug zu sein. Von Basecamp zu Basecamp wird der Titel meiner Reise durch Österreich sein. Denn die von der Organisation bereitgestellten Basecamps wollen meine Rettung sein. Insgesamt stehen drei Basecamps bereit. Irding, Kötschach und Mutters. Dazwischen viel Tag, hoffentlich wenig Nacht, viele Kilometer und je nĂ€her ich dem Ziel sein werde bedauerlicherweise auch viele Höhenmeter. Von Nickelsdorf nach Irding sind es laut Roadbook 294 Kilometer und 2.170 Höhenmeter. Von Irding nach Kötschach 224 Kilometer und 3.780 Höhenmeter. Von Kötschach nach Mutters 327 Kilometer und 5.480 Höhenmeter (!!!!) und von Mutters nach Feldkirch 207 Kilometer und 4890 Höhenmeter. Grund, nervös zu werden? Definitiv ja.

Und in den Basecamps selbst? Umziehen, Duschen, Power-Nappen und GerĂ€te laden. Ja, wenn ich rechtzeitig dort ankommen werde. Gut, dass man drei 20L DropBags hinterlegen kann und diese in den Basecamps zur VerfĂŒgung haben wird. Man mĂŒsste jetzt nur noch wissen, was in so ein DropBag hineinkommen soll. Nicht nur. Welche DropBag wird letztendlich wo hingeschickt? Ich glaube, ich brauche neben dem Überlebensplan auch einen ordentlich ausgeklĂŒgelten Packplan.

Race Across the Limit

Race Across the Limits.

In genau 3 Wochen werde ich jetzt schon ein paar Stunden mehr im Sattel gesessen sein. Und ich werde schnell gemerkt haben, dass „Unplanung“ die schlechteste Option gewesen ist. Theoretisch fĂŒhlt sich alles irgendwie machbar an. Praktisch sind noch viel zu viele Fragen offen. Wie wird eigentlich das Wetter? Darf ich nĂ€chtens ĂŒber den Großglockner? Warum plötzlich das Hahntennjoch, der Hochtannbergpass und Fontanella Faschina statt Silvretta Hochalpenstraße? Welches Fahrrad soll ich nehmen? Rennrad, Gravel, Carbon oder Holz? Wo bekomme ich noch auf die schnell ein ultrastarkes und ultraleichtes Licht her? Wie kann ich noch ein paar Kilos abnehmen, ohne Substanz zu verlieren?

Und warum tue ich mir das ĂŒberhaupt an?

#ktrchts

PS. Eine Frage hĂ€tte ich noch. Warum sind die DropBags erst am Samstag, 1. Juni 2024 ab 12 Uhr zum Abholen bereit? Was, wenn ich wider Willen frĂŒher finishen sollte?

Austria Giro 2024

Austria Giro 2024

Mit dem Rennrad Österreich durchqueren. FĂŒnf atemberaubende Etappen zwischen Vorarlberg, dem höchsten Berg Österreichs und dem SĂŒden des Landes. In etwa 650 Kilometer und ungefĂ€hr 11.500 Höhenmeter. Das ist der Austria Giro 2024. Ein gemeinsamer Rennradurlaub quer durch Österreich mit sportlichem Charakter. Vom 3. bis 9. August 2024. Ein Begleitbus unterstĂŒtzt die Teilnehmer*innen bequem von Tag zu Tag und kĂŒmmert sich um den GepĂ€cktransport oder um die mĂŒden Beine bis zum Etappenzielort. Am nĂ€chsten Tag geht’s dann wieder los. Auf dem Weg warten das Furkajoch, der Hochtannbergpass, der Flexenpass, die Silvretta Hochalpenstraße, das KĂŒhtai, der Kerschbaumer Sattel und ihre MajestĂ€t der Großglockner. Ein episches Abenteuer im Land der Berge, im Land am Strome, im Land der Äcker, im Land der Dome.

Urlaub machen und Rennrad fahren.

Ein traumhafter Rennradurlaub braucht einen wĂŒrdigen Rahmen. Beim Austria Giro 2024 bietet Österreich diesen Rahmen. Vom Bregenzerwald bis fast an die Adria (!). Alles dabei, was Österreich an Monumenten und PĂ€sse zu bieten hat. 650 kurzweilige Kilometer so aufgeteilt, dass diese in der Gruppe gut machbar sind und die mĂŒden Beine dazwischen in ausgesuchten Explorer-Hotels bis zum nĂ€chsten Tag wieder ruhen können.

Gestartet wird am 4. August 2024 von Feldkirch aus. Hier treffen sich alle TeilnehmerInnen bereits einen Tag zuvor. Der erste Tag hat es gleich in sich und bietet mit Furkajoch, Hochtannbergpass und Flexenpass drei feine Anstiege. Der Tag schließt mit einer rasanten Abfahret durch das Klostertal ab, bevor es leicht ansteigend das Montafon taleinwĂ€rts geht. Mit 138 Kilometern ist diese Etappe relativ kurz, dafĂŒr werden die 3.000 Höhenmeter gekratzt. Mit frischen Beinen, sicher kein Problem. Das 4-Gang Abend-MenĂŒ wird die Energiespeicher wieder fĂŒllen.

FĂŒnf Tage, fĂŒnf Touren, fĂŒnf Abenteuer.

Auch Tag zwei bietet wenig Zeit, sich aufzuwĂ€rmen. Die Bieler Höhe (Silvretta Hochalpenstraße) ruft gleich zu Beginn und ist man einmal oben, hat man das Gros der Höhenmeter hinter sich. Zumindest fĂŒr den heutigen Tag. Über GaltĂŒr, Ischgl und Kappl geht es auf der Originalstrecke des Arlberg Giro rasant Richtung Landeck. Von hier aus nur mehr „Rollen“ bis Haiming und bis zum Etappenzielort in Umhausen. Wer am Eingang ins Ötztale nicht genug haben sollte, der kann ĂŒber den Haiminger Berg, das Sattele und den Ochsengarten einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und die Sauna, die Infrarotkabine oder das Dampfbad im Hotel etwas spĂ€ter genießen. „Nur“ 100 Kilometer und 1.800 Höhenmeter fĂŒr den Plan A. Plan B hat gute 1.000 Höhenmeter mehr zu bieten.

Tag drei folgt dem Ötztaler Radmarathon und nimmt gleich zu Beginn das KĂŒhtai mit. Die Abfahrt nach Sellrain bietet dann die Möglichkeit, sich etwas auszuruhen. In Innsbruck wartet ein Gruppenfoto unter dem Goldenen Dachl. Das Inntal und das Zillertal sind dann keine großen Hindernisse mehr und nach 115 Kilometern mit 1.200 Höhemeter können die Beine wieder hochgelagert werden. Wer noch will, kann sich im Fitnessraum auspowern.

Am vierten Tag ist ein „Underdog“ das Highlight des Tages. Der kaum bekannte Kerschbaumer Sattel (1.111 m.ĂŒ.A) ist die einzige HĂŒrde am Weg nach St. Johann in Tirol. 561 Höhenmeter auf gut 6 Kilometern sind zu bewĂ€ltigen. Danach geht’s ĂŒber Wörgl, dem Brixental nach KitzbĂŒhel. Je nach Wetter kann hier gemĂŒtlich Kaffee und Kuchen genossen werden oder das KitzbĂŒheler Horn erklommen werden. Der kĂŒrzeste Tag der Tour ist mit 82 Kilometern und 1.210 Höhenmeter eher ein Ruhetag vor dem großen Showdown.

Wie Profil fĂŒhlen, wie UrlauberInnen Rennrad fahren.

Das Beste kommt zum Schluss. Auch das Höchste. Mit dem Fuschertörl und dem Hochtor auf 2.504 m.ĂŒ.A erreicht der Austria Giro 2024 hier seinen Höhepunkt. Die 5. Etappe beginnen wir mit einem Zug- oder Bustransfer nach Zell am See. Um die Tageskilometer etwas zu reduzieren. Am letzten Tag mĂŒssen wir frĂŒh aus dem Bett, um auf der Großglockner Hochalpenstraße den Hauptverkehr zu vermeiden. Insgesamt warten auf 162 Kilometern noch einmal 3.000 Höhenmeter ĂŒber das Dach der Tour, durch das Mölltal, entlang des MillstĂ€tter Sees hinauf nach Bad Kleinkirchheim. Hier Ende die Tour mit einem letzten gemeinsamen Essen. Und wer weiß, mit einer lauten Explorer Hotel Party.

Der Abreisetag tags darauf besteht dann noch aus einem Bustransfer entweder nach Villach (Hauptbahnhof) oder zurĂŒck nach Feldkirch.

Der Austria Giro 2024 ist die Gelegenheit, sich wie ein Profi bei einer Grand Tour zu fĂŒhlen. Ganz ohne Zeitstress. Gemeinsam wegfahren und gemeinsam ankommen. Ich freue mich, euch persönlich auf der Tour zu begleiten.

Zur Anmeldung gehts hier. Wir sehen uns.

Cristian fĂŒr #ktrchts

Der My Esel E-Gravel im Test.

My Esel E-Graval im Test

Es gibt wohl viele Kriterien, nach denen beurteilt werden kann, ob die Ergebnisse eines Biketests ehrlich zustande gekommen sind und wie effektiv dabei getestet worden ist. Eines dieser Kriterien ist der Zustand des Fahrrads selbst. Erkennt man nach dem Test die Farbe des Rades nicht mehr und wiegt es mehr als vor dem Test, dann wurde ganze (Offroad) Arbeit geleistet. Braucht man dann auch noch einen ganzen Nachmittag, um die Spuren zu beseitigen, dann kann der Test nur ein voller Erfolg gewesen sein. So gesehen darf ich mir in aller Bescheidenheit auf die Schulter klopfen. Ich habe den My Esel E-Gravel im Test ausgiebig durch den Dreck gezogen, ĂŒber den Schotter und den Asphalt gejagt, habe ihn schonungslos an sein Reichweiten-Limit gebracht und ich habe den Motor aus seiner Kraftreserve gelockt. Test gelungen, Patient wohlauf und nach mehreren Tagen Schlammtherapie wieder sauber.

Der erste Eindruck zÀhlt. Und bleibt hÀngen.

Das My Esel E-Gravelbike ist kaum zu ĂŒbersehen. Egal, wo es auftaucht. Es bleibt nicht lange unbemerkbar. Stoisch steht es da. Die Walnuss-Optik verleiht dem Bike besondere Eleganz und Einzigartigkeit, die Shimano-Komponenten (GRX Di2) gliedern sich gekonnt in den Gesamteindruck ein und die CarbonlaufrĂ€der machen das Fahrrad mit dem Holzrahmen bereits im Stand schnittig und schnell. AuffĂ€llig ist die versteckte PrĂ€senz von Motor und Akku. Das My Esel E-Gravelbike entpuppt sich erst beim genauen Hinschauen als E-Bike (Pedelec, wenn wir es genau nehmen). Dank Hinterradnabenantrieb und dem im Holzrahmen verbauten Akku. Ein frisiertes Bio-Bike. Besonderes Detail am My Esel E-Gravelbike ist der neue, alt bewĂ€hrte Hollow-Tech Holzrahmen. Im Vergleich zu den frĂŒheren Modellen wurden hier die „Ecken“ abgerundet. Damit wirkt der Rahmen zĂ€rtlicher und weicher. Die Maserung wird perfekt akzentuiert. Befestigungsmöglichkeiten fĂŒr KotflĂŒgel, Licht und GepĂ€ck sind auch schon serienmĂ€ĂŸig mit dabei.

Der erste Eindruck ist gut. Er prÀgt sich ein und schraubt die Erwartungen nach oben. Entscheidend ist aber der Praxistest. Was können 42 NM Kraft und 250 Wh Ausdauer mit 15,8 kg Schönheit anfangen? Viel, ziemlich viel und das Ganze auch noch halbwegs lange.

Intelligent und behutsam die UnterstĂŒtzung ausnutzen.

Schon beim ersten Tritt offenbart sich die StĂ€rke des My Esel E-Gravelbikes. Quasi im Stand. Die UnterstĂŒtzung ist im Bruchteil einer Sekunde dank Anfahrtshilfe sofort da und begleitet einen bis weit ĂŒber die 25 km/h Schwelle hinaus. Das Ganze schon mit Stufe 1 von 3, wenn man es kann. Und will. Der My Esel E-Gravel im Test hat mich diesbezĂŒglich wieder gelehrt, dass E-Bikes (Pedelecs) keine MotorrĂ€der sind. Man muss das System verstehen, um es zu nutzen. Hat man dieses „GrundverstĂ€ndnis“ intus, dann steht dem E-Bike-Spass nichts im Wege. Also nicht einfach darauf lostreten, sondern intelligent und behutsam die UnterstĂŒtzung ausnutzen. Speziell bergauf. Das E-Gravel will zuerst mit Kopf gefahren werden, erst dann mit den Beinen.

42 NM sind jetzt nicht die Welt (und kein Motorrad). Sie reichen aber vollkommen aus, immer genug UnterstĂŒtzung zu haben, um sich den Gegebenheiten anzupassen und ein stetiges Vorankommen zu garantieren. Stufe 1 reicht aus, um Bergpassagen mit bis zu 25 km/h+ hinauf zu cruisen. NatĂŒrlich mit entsprechender Bio-UnterstĂŒtzung. Motor und Muskelkraft lassen die 15,8 kg schnell vergessen. Solange der E-Gravel rollt, rollt er. Und steht er einmal, bringt ihn zuerst die Anfahrtshilfe und dann die UnterstĂŒtzung schnell ins Rollen. Das ist sein Geheimnis. Erst wenn man das E-Gravel wieder einmal heben muss, fĂ€llt das Gewicht auf.

42 NM reichen auch aus, im tiefen Boden oder bei Unebenheiten stĂ€ndig Traktion zu haben (und zu finden). Ein gutes TaktgefĂŒhl vorausgesetzt. Der integrierte Drehmomentsensor weiß ganz genau, wann er mehr und wann er weniger Kraft mitsteuern darf und soll. Dieses Wissen gilt es gekonnt zu nutzen. Der My Esel E-Gravel im Test entpuppte sich als kraftvolles Spielzeug mit sanften CharakterzĂŒgen.

Schottern ohne Ende. Und dann weiter am Asphalt.

Stufe 1, 2 oder 3? Eins reicht, zwei habe ich ein paar Mal ausprobiert und drei habe ich einfach ignoriert. E-Bikes sind keine MotorrĂ€der. Außerdem lĂ€uft der Akku bei Stufe 1 lang genug, um das Ende der UnterstĂŒtzung so lange wie möglich hinauszuzögern. Das lĂ€ngste der GefĂŒhle waren 95 Kilometer gut dosierte und schlau verwaltete Reichweite. Immerhin mit 600 Höhenmetern bei einem Schnitt von 26 km/h. Ganz schön sportlich wĂŒrde ich jetzt behaupten. Und auch so nieder- und unterschreiben. Ich wĂŒrde gerne wissen, wie das Ganze mit dem optional erhĂ€ltlichen 350 Wh Akku ausgegangen wĂ€re.

Alles in allem fĂ€hrt sich der My Esel E-Gravel sensationell gut. Das Rad wirkt kompakt und wendig, sportlich und komfortabel. Die von mir gefahrene GrĂ¶ĂŸe M hat Wind und Wetter ĂŒberstanden, rasante Abfahrten ĂŒberlebt und auch kĂŒnstlich herbeigefĂŒhrte Gefahrensituationen bravourös gemeistert. Die 45 mm Reifen sorgen immer fĂŒr Halt, StabilitĂ€t und Spurtreue. Sogar ein fiktiver Elch-Test hat dem Rad nicht geschadet. Mir auch nicht. Und das, obwohl Vorder- und Hinterreifen mit reichlich Druck rolltauglich gemacht worden sind. Mit Hilfe der Traktion lĂ€sst sich das E-Gravel vom My Esel prĂ€zise steuern. Ein einfacher physikalischer Trick.

Und am Ende die Gretchenfrage.

Wer braucht denn eigentlich ein My Esel E-Gravel? Niemand. Vor dem Test wĂ€re das meine voreilige und unĂŒberlegte, teils egozentrische Antwort gewesen. Nachdem ich aber den My Esel E-Gravel testen, fahren und kennenlernen durfte, muss ich mir eingestehen, dass diese Frage weit komplexer ist. Dabei geht es wohl nicht um das Brauchen oder nicht. Wohl eher um das Wollen. Wer will denn eigentlich einen My Esel E-Gravel? Ich wĂŒrde ihn wollen. Zum Beispiel als Alltagsfahrrad. Die Blicke, die das Rad auf sich zieht, sind Balsam fĂŒr das Seelenego. Oder als spezielles Trainingsfahrrad. Kraftausdauer lĂ€sst sich damit sehr gut und effizient trainieren. Mit oder ohne UnterstĂŒtzung. Und die Fahrt zum BĂ€cker wĂ€re keine gewöhnliche Fahrt, sondern mehr ein Triumphzug. Eines ist sicher. Im Keller oder in der Garage wĂŒrde der My Esel E-Gravel bei mir nicht verstauben. Es macht Spass und lĂ€sst den sportlichen Charakter nicht vermissen.

GewĂŒnscht hĂ€tte ich mir unendliche Power fĂŒr lĂ€ngere Ausfahrten (100k +). Weil man sich schnell an die UnterstĂŒtzung gewöhnt und den Kopf lieber fĂŒr andere Gedanken freihĂ€tte. So fĂ€hrt ein Verbrauchsrechner stĂ€ndig mit. Auch eine Bedienung des ĂŒbersichtlichen und perfekt integrierten Displays vom Lenker aus, wĂŒrde auf meiner Wunschliste stehen. Theoretisch sollte das die Di2 zulassen. Wenn dann obendrauf auch noch die Daten fĂŒr Strava (zumindest Geschwindigkeit, Dauer und Entfernung) mit aufgezeichnet und gespeichert wĂŒrden, wĂ€re alles perfekt. Fast hĂ€tte ich es vergessen: Die Leistung hĂ€tte ich noch gerne gemessen gehabt.

Einen weiteren Aspekt möchte ich an dieser Stelle noch einbringen. Und zwar jenen der Leistungsnivellierung. Der E-Gravel gleicht aus, was manchmal an Kondition, Kraft und Motivation fehlt. So lÀsst sich eine Ausfahrt zu Zweit harmonischer gestalten. Aber das wÀre jetzt ein ganz anderes (romantisches) Thema. Ein Thema, mit dem man sich auch die Finger verbrennen kann. Oder wie seht ihr das?

Cristian
#ktrchts

My Esel E-Gravel Facts:

Gefahren wurde das My Esel E-Gravel Performance Modell. UVP € 6.650,- inkl. Ust. Aufpreis fĂŒr Maßfertigung € 800,-.

MotorUPEA

Der UPEA Antrieb ist eine Entwicklung der My Esel GmbH. Der leichte und dynamische Nabenantrieb bietet ordentlich Kraft und eignet sich perfekt fĂŒr hĂŒgeliges Gebiete. Das ganze gerĂ€uschlos und unsichtbar im Fahrrad integriert.

– Viel Power dank des dynamischen Nabenmotors mit 250 W I 42 Nm
– 100 % Freilauf fĂŒr optimale Nutzung ohne Antrieb
– Sanfte und kontrollierte Steuerung durch Drehmomentsensor
– Reduziertes und ĂŒbersichtliches Display
– Schiebehilfe mit 5 km/h
– GerĂ€uschĂ€rmste Antrieb am Markt
– USB Ladebuchse fĂŒr Smartphones
AkkuHochwertiger 250 Wh Akku (optional 350 WH) I Serviceöffnung und Ladebuchse am Rahmen
Reichweite80 km
* Bei den Reichweitenangaben handelt es sich um durchschnittliche Erfahrungswerte von My Ese. Aufgrund von Topografie, UnterstĂŒtzungsstufe und Eigenleistung sind aber auch deutlich höhere oder geringere Reichweite im Vergleich zur Angabe möglich.
Ladezeit100 % in 3 Stunden I 60 % ca. 1 Stunde
RahmenMy Esel HollowTech Rahmen aus Walnuss
hohe Steifigkeit, robust und alltagstauglich, dĂ€mpft Vibrationen perfekt, bietet hohe Laufruhe, Befestigung fĂŒr Flaschenhalter, StĂ€nder, KotflĂŒgel. Licht und GepĂ€ck
TypologieGravel
GabelMy Esel Carbongabel mit Aluschaft
SattelSattel Selle SLR BOOST SF
SattelstĂŒtzePRO Discover Seatpost Carb 27,2/20
BremseShimano BR-RX810
SchaltungShimano GRX Di2 1 x 11
KurbelMy Esel Kurbel mit Drehmomenttretlager
LaufradsatzPancho Wheels Carbon-Hochflanschfelge
BereifungSchwalbe G-ONE Allround 45×622
Gewicht15,8 kg

Gleichberechtigung von Frauen im Radsport.

Gleichberechtigung von Frauen im Radsport

Eines vorweg. Dieser Beitrag soll neutral wie möglich sein. Weder möchte ich hier irgendjemanden anschwĂ€rzen, noch in Schutz nehmen. Ich habe meine persönliche Meinung und die steht fĂŒr absolute Gleichberechtigung von Frauen im Radsport. Gleichberechtigung, nicht nur im Radsport. Auch in Bezug auf den King of the Lake. Hier habe ich schon seit Jahren das GefĂŒhl, dass da die Zeichen der Zeit nicht erkannt worden sind. Beim Schreiben diverser BeitrĂ€ge ist mir das dominante „King“ immer wieder im Weg gestanden. Deshalb habe ich, wo es möglich war, versucht, King und Queen gleichzustellen. War nicht immer einfach (SEO lĂ€sst grĂŒĂŸen – zu meiner Schande). Auch die Idee, heuer mit drei Damen an den Start zu gehen, sehe ich fĂŒr mich als eigener Beitrag zur Gleichberechtigung.

Genderprofi aus Überzeugung.

Richtig Gendern ist nicht das, was man einfach mit M/W/D ergĂ€nzt oder mit */I kennzeichnet (es gibt auch noch andere Möglichkeiten). Gendern darf (muss) eine Einstellung sein. Eine innere Überzeugung. Wie auch immer man diese dann zum Ausdruck bringt. Und wenn jemand anderer Meinung ist, dann ist das auch zu akzeptieren. Es hat auch jede*r das Recht dazu, dies zu kommunizieren. Wie immer macht aber der Ton die Musik. Jede Form der Kommunikation muss mit gegenseitigem Respekt erfolgen. Respekt, der zwischen dem Veranstalter (King and Queen of the Lake) und einer Starterin (Name bekannt) einseitig gefehlt hat.

Was ist passiert? Magdalena hatte in einem Instagram Post die Veranstalter gefragt, ob es beim King of the Lake (Queen of the Lake) nicht auch eine Damen-Elite Wertung mit Preisgeld geben kann. In der Klasse King of the Lake Herren Elite, werden immerhin € 1.000,- an den Sieger ausbezahlt. An und fĂŒr sich eine einfache und auch nicht falsch zu verstehende Frage. Die Antwort des Veranstalters kam dann prompt und sagen wir einmal salopp ausgedrĂŒckt, etwas „angepisst“ (siehe Screenshot).

King and Queen of the Lake fail

Ich weiß nicht, welcher Teufel da den Veranstalter (oder die Social Media Abteilung) geritten hat. Respekt und WertschĂ€tzung sehen anders aus. Dass hier eine Lawine losgetreten worden ist, versteht sich von selbst. Erschreckend dabei, dass es sogar SolidaritĂ€t mit dem Veranstalter gegeben hat. Mit Sicherheit wurden, wie so oft, Themen gemischt und durcheinander gebracht. Man liest, was man lesen will (selektive Wahrnehmung) und vergisst ganz gerne die Reflexion.

Zuerst denken, dann schreiben.

Man kann in einer Diskussion nicht mehrere Fliegen mit einer Klatsche fangen. Zuerst denken, dann schreiben ist in Zeiten der schnellen Kommunikation das Zauberwort. Auch, wenn man nachher zurĂŒckrudert. Obwohl #nopology die nĂ€chste Gefahrenstufe darstellt. Wenn dies wieder ohne zuerst denken, passiert.

Ich selbst fahre nicht nur Rad (!). Mein Hauptberuf ist in der Kommunikation. Und ich weiß, dass man diese Situation viel besser hĂ€tte lösen können. So, dass der Köder dem Fisch schmeckt (Zuhören, Konsens, Empathie, VerstĂ€ndnis …). Wir leben in einer Zeit des Wandels. Mit vielen alten und neuen gesellschaftsrelevanten Diskussionen, die zu wichtig sind, um sie unter den Tisch zu kehren oder mit der Holzhammermethode im Keim zu ersticken. Auch im Radsport. Ich begrĂŒĂŸe es, dass es sehr gute und sehr wichtig AnsĂ€tze gibt. Die diesjĂ€hrige Tour de France fĂŒr Frauen war ein Spektakel. Andere Veranstalter forcieren eigene Damenkategorien (Istria 300 Ladies zum Beispiel). Freuen wir uns ĂŒber diese immer mehr werdenden Möglichkeiten und dann reden wir noch ĂŒber die Namen der Veranstaltungen. Denn Diskriminierung steckt oft auch hier dahinter. Aber das wĂŒrde jetzt zu viel. Ganz spontan ist mir „Qeeing of the Lake“ eingefallen. Blöde Idee. Zu progressiv.

Ganz egal. Was liegt, das pickt. Und in Sachen „King an Queen of the Lake“ ist jetzt ein Jahr Zeit, eine Equality-Richtung einzuschlagen. Diese hat der Veranstalter auch in seinem Statement versprochen.

Hoffentlich schlĂ€ft die Diskussion jetzt nicht ein und wird sachlich und fair weitergefĂŒhrt. Mit einem richtig guten Statement von der VICCRD gehe ich wieder zurĂŒck in die Beobachterkabine. In diesem Sinne: Der König ist tot, es lebe die Königin und der König.

#ktrchts

King of the Lake RĂŒckblick.

King of the Lake RĂŒckblick

Premiere gelungen. Eigentlich wĂ€re damit schon alles gesagt. Ein knackiger King of the Lake RĂŒckblick. Der Plan, dieses Jahr mit drei Damen ins Rennen zu gehen, ist voll aufgegangen. Mittendrin, statt nur daheim. Wie jedes Jahr, wenn sich am Attersee das Who is Who unter den Laktatjunkies mit Vorliebe fĂŒr den Unterlenker treffen, um sich auf der 47 Kilometer langen Uferstraße im Uhrzeigersinn so schnell wie möglich einmal um den See zu drehen. Wenn der Radsportverein Atterbiker rund um Ok-Leiter und Obmann Erwin Mayer samt Team ruft, ist Widerstand zwecklos. Und das bereits zum 13. Mal. Die Krönung am Attersee zum King und zur Queen of the Lake ist und bleibt der absolute Ritterschlag.

Die Geschichte dreier Damen und eines Herren.

Es war kurz vor 10 Uhr. Martina schrieb in die Gruppe, dass das CafĂ© Klimt noch geschlossen sei. Wir haben es aber trotzdem beim Treffpunkt belassen. Das geplante Blind Date (dank Social Media nicht ganz so blind) fand am Parkplatz statt. Martina, Stefanie und Vanessa sahen sich zum ersten Mal. Vor ihnen ungewisse Stunden. Alle drei wurden auserwĂ€hlt, mit mir eine flotte Runde um den Attersee zu drehen. Mixed Heros by ktrchts der Titel des ausgeschriebenen Abenteuers unter der Sonne des Salzkammerguts. Die Damen waren gespannt, vielleicht nervös. Ich verteilte noch schnell feinsten Zwirn. Wir wollten nicht nur schnell sein, sondern auch gut aussehen. Die Startnummern, das Startergeschenk, den Zeitnehmchip und je zwei Kabelbinder gab es obendrauf. „Bitte beim Befestigen darauf achten, dass die Speichen nicht mit befestigt werden.“ Ein Wink, ein Rat, ein SchmĂ€h. Nicht umsonst. Abgang. FĂŒr das Team gab es noch einen letzten Freigang. Wir sollten uns um 12 zum Einfahren wieder zusammenfinden.

Dann wurde es langsam immer ernster. Neben einem allerersten Miteinander-Fahren gab es auch taktische Besprechungen. Ich habe zuerst vorgeschlagen, dass wir uns abwechseln. Ganz nach Protokoll. Dann aber vorsichtig und leise auch die Idee ins Spiel gebracht, auf der ganzen Runde im Wind zu fahren. Als Windschattenspender. Eigentlich hĂ€tte ich mir fĂŒr diesen Plan Gegenwehr erwartet. Diese blieb aber aus. Unsere Renntaktik war also beschlossen. Auf einen Schwur haben wir verzichtet. Dass wir alle gemeinsam ins Ziel kommen wollten, stand fĂŒr mich nie außer Frage. Nur nach Vorweisen eines Ă€rztlichen Attests, hĂ€tte ich eine Dame widerwillig zurĂŒckgelassen.

Start beim King of the Lake

Mit Teamgeist das Laktat verstoffwechseln.

Die Sache mit den Kabelbindern hatten wir dann auch gelöst. Der Hinweis war nicht umsonst. Gut, dass ich schon 8 Mal beim King of the Lake gewesen bin. Erfahrung ist alles. Dann war noch das Thema Startrampe. FĂŒr jene, die da noch nie losgelassen worden sind, fĂŒhlt sich das Halten irgendwie schief an. „Du musst dich zu 100 % in die HĂ€nde eines Mannes fallen lassen“. Ja, die Funktion des Starthelfers ist beim King of the Lake noch fest in mĂ€nnlicher Hand. „Es ist aber keine Schande, einen Fuß am Boden zu lassen und dann spĂ€ter einzuklicken. Die ersten paar hundert Meter hat man noch Zeit. Da passiert nicht viel“ Drei, zwei, eins … wir wurden losgelassen und unserem Schicksal, unserer Renntaktik, ĂŒbergeben.

Schnell ging es den ersten HĂŒgel hinauf. Zeit, sich zu formieren. Anschnallen, Zug fĂ€hrt ab. Die ersten Kilometer, wie aus dem Lehrbuch. Dann erste kleine Systemstörungen, die uns gezwungen haben, das Tempo leicht anzupassen. Um uns bergauf nicht ganz aufzulösen. Erste Teams begannen zu diesem Zeitpunkt schon an uns vorbeizufahren. Schöne GrĂŒĂŸe an dieser Stelle an Stefanie (@la_pedalera) und Mario (@el_pedalero) vom Team Radl-Eck Racing. Es war ein kurzes VergnĂŒgen. Vom Team BOA Ladies hingegen habe ich mir einen entscheidenden Move abgeschaut. Learning by pedaling. Man lernt nie aus.

Ein Rennraddrama in mehreren Akten.

Der King of the Lake ist ein Rennraddrama in mehreren Akten. Ohne Pause dazwischen. Die GefĂŒhlswelt, eine Achterbahn. Das Drehbuch, kaum einzuhalten. Improvisation ist gefragt. Und wenn’s nicht mehr lĂ€uft, muss es trotzdem laufen. Mit fremder Hilfe. Gemeinsam wegfahren und gemeinsam ankommen. So gab es ab den ersten nennenswerten Anstiegen nach Weißenbach am Attersee Schubkraft und eine helfende Hand. Dazu ein Erfolgserlebnis. Wir konnten nach 21 Kilometern ein Team ĂŒberholen. Und das bergauf. Die HĂ€lfte war geschafft. Jetzt nur noch Gegenwind und ein paar HĂŒgel.

Wie immer wird es am westlichen Ufer des Attersees eng. Teilweise vermischen sich die Teams untereinander. Formationen lösen sich auf. Es herrscht leichtes Chaos. Wer fĂ€hrt jetzt mit wem und wo sind die anderen? Fragen ĂŒber Fragen. Auch begegnet man hier „ZurĂŒckgelassene“ anderer Teams. Wir hingegen setzten auf maximalen Schub. Auch in der Ebene. Mit verĂ€nderter Formation gings ĂŒber den Buchberg, den Litzlberg und auch ĂŒber den letzten Schubser vor dem Tiefflug ins Ziel. Gute Teamarbeit hilft, Laktat besser zu verstoffwechseln und Grenzen zu verschieben.

Teamarbeit beim King of the Lake

Alles schreit nach Wiederholung.

Es darf ein bisschen Spass machen und es wird ein bisschen weh tun. Oder habe ich es anders formuliert? Es darf ein bisschen weh tun und es wird ein bisschen Spass machen. Egal. Ende gut und alle im Ziel. Die Geschichte dreier Damen und einem Herren hatte das Happy End. Mit knapp 35 km/h Schnitt auch ziemlich flott. Eine Premiere im King of the Lake RĂŒckblick. Zuerst zusammengewĂŒrfelt und am Ende zusammengeschweißt. Der King of the Lake hat neue Fans gewonnen.

Dieses Event zieht dich in seinen Bann. Es reißt dich mit. Fordert dich heraus. Nimmst du die Herausforderung an, lĂ€sst es dich fliegen. Der King of the Lake macht dich stark, wenn du dich seiner physikalischen Kraft stellst. Vanessa hĂ€tte es nicht besser zusammenfassen können. „Feet in the pedals – head in the clouds.“

Alles schreit nach Wiederholung. Schauen wir einmal. 2024 wird es hoffentlich einen weiteren King of the Lake geben. Irgendwann im September. Davor wird es heiß hergehen, wenn es wieder heißt, Anmeldungen geöffnet.

#ktrchts

PS: Danke an dieser Stelle an Martina, Stefanie und Vanessa fĂŒrs Dabeisein und fĂŒrs Mitfahren.

Ötztaler Radmarathon 2023

Ötztaler Radmarathon 2023

Es war eine heiße Premiere. Der Ötztaler Radmarathon 2023 hat in seiner ersten (und wohl letzten) Juli-Edition vielen TeilnehmerInnen einen großen Traum erfĂŒllt, gleichzeitig aber auch einigen alle Hoffnungen auf das begehrteste Finisher-Trikot der Geschichte genommen. Der „Ötzi“ ist und bleibt gnadenlos. Er kennt Jahr fĂŒr Jahr kein Erbarmen. Schwitzen oder frieren. Dazwischen gibt es selten Spielraum. Wer die letzten Jahre sein Königreich fĂŒr einen wĂ€rmenden Sonnenstrahl am Timmelsjoch verschenkt hĂ€tte, wĂ€re dieses Jahr an gleicher Stelle mit einem kĂŒhlen Schauer richtig glĂŒcklich geworden. Vielleicht haben einige sogar vom Schnee vergangener Jahre getrĂ€umt. Der Hitze zum Trotz haben von 4.337 StarterInnen (4.014 MĂ€nner und 322 Frauen) 3.869 den Weg ins Ziel nach Sölden gefunden. Sie alle dĂŒrfen sich ĂŒber ein Ă€ußerst prestigetrĂ€chtiges StĂŒck Lycra freuen. Chapeau. NatĂŒrlich auch den SiegerInnen Manuel Senni und Janine Meyer.

Plötzlich Juli und plötzlich Hochsommer.

Es war schon eine ganz große Überraschung, als der Termin 2023 fĂŒr den 9. Juli angekĂŒndigt wurde. Ein Ötztaler Radmarathon im Hochsommer? Feine Sache. Ganz ohne Ballast. Keine Überschuhe, keine Merino-Socken, keine MĂŒtze, keine Handschuhe, keine Beinlinge und vor allem kein nerviges An- und Ausziehen. Das war zumindest die Hoffnung. Hoffnung, aus der, je nĂ€her der Termin rĂŒckte, Gewissheit wurde. Der Celsius-Dreier war fix. Und wer St. Leonhard kennt, weiß, dass ein Vierer hier unten keine Utopie sein muss. Plötzlich Juli und plötzlich Hochsommer in Sölden. Es war also alles angerichtet. FĂŒr ein chilliges Rennwochenende. Ohne den gefĂŒrchteten Ötzi-Wetter-Schreck. Ein kĂŒhler Donnerstag, ein sonniger und frischer Freitag (samt Gewitter-Eintagsfliege), ein trockener Samstag und der heiße Rennsonntag, von dem viele noch ihren Enkeln erzĂ€hlen werden.

Tipps vom Profi Anton Palzer.

Eine gute Vorbereitung ist das eine, der Renntag selber das andere. Und die Hitze? Die große Unbekannte. Zum GlĂŒck gab es Tipps von Anton „Toni“ Palzer (#goschnpoliern) beim Medienempfang im Bergzauber hoch ĂŒber Sölden. „Viel trinken und vor allem essen. Bis zu 120 bis 140 g Kohlehydrate pro Stunde. Und eine Flasche mit Wasser. Zum KĂŒhlen“. Na bumm. Aerobee haben 18-19 g Kohlenhydrate und 180 mg Salz pro Gel. Das wĂ€ren dann 7,3 Packungen pro Stunde. Die Tipps vom Profi Anton Palzer waren gut gemeint, haben jedoch ein schier unlösbares Logistikproblem geweckt. Wohin mit den Gels? Das Wasser? Die Salztabletten? Das Pulver fĂŒr die Flasche? GlĂŒcklich all jene, die eine Betreuung entlang der Strecke „buchen“ konnten. Trotz Vollpension entlang der 227 Kilometer mit insgesamt 5 + 1 Labestationen auf 5.300 Höhenmeter. Ein Hobbyrennen ist der Ötztaler Radmarathon schon lange nicht mehr.

Dead Valley auf 1500 Metern Höhe.

Alle haben sich es warm gewĂŒnscht. Alle haben es heiß bekommen. Der Höhepunkt der Hitze lag eindeutig zwischen St. Leonhard und Moos. Einen Wimpernschlag nach dem Blick auf das kĂŒhle Blau des Schwimmbades von St. Leonhard, welches auf der Abfahrt vom Jaufenpass prominent ins Auge gestochen ist. Hier wĂ€ren einige liebend gerne stehen geblieben und abgetaucht. Ab hier jedoch erwischte es wohl alle. Die 29 Kilometer mit knapp 1.800 Höhenmetern hinauf auf das Timmelsjoch waren ein frontaler Angriff auf den Kreislauf aller noch im Rennen Verbliebenen. Der tiefste Punkt erreicht. Das Vorspiel abrupt beendet. Jetzt ging es nur noch ums Überleben.

Die Kunst bestand von nun an darin, zwischen Schwarzsehen, Umfallen und Kotzen trotzdem einfach weiter zu kurbeln. Rhythmus hatten da nicht mehr viele. KĂŒhlung Mangelware. Die Dame im Bikini in Moos hatte alle HĂ€nde und Becher voll zu tun, die Temperatur aufgeheizter TeilnehmerInnen zu regulieren. „Mogsch a wosso?“ Mehr war nicht zu vernehmen. Gleichzeitig ergoss sich ein Wasserschwall vom Helm bis tief unter den RĂŒcken. Zehn Sekunden Power. Dann war der Spuk vorbei. Auch die Motorradfahrer konnten nicht mehr wirklich helfen. Ihr GetrĂ€nkevorrat entweder aufgebraucht oder brodelnd. Fast kochend. Dead Valley auf ĂŒber 1500 Metern Höhe. Was fĂŒr ein Traum.

Wem der Kreislauf zu kippen drohte oder wem dadurch langsam die KrĂ€fte schwanden, war am Höhepunkt des Ötztaler Radmarathons 2023 angekommen. Auch die Qual, sich mit Energie versorgen zu mĂŒssen und die Unmöglichkeit, den Körper zu kĂŒhlen, war Teil des vorprogrammierten Untergangs. Die Gesetze des Ötztaler Radmarathon kann man nicht brechen. Weder im Juli, noch Ende August. Und was hatte Anton Palzer noch am Vortag gesagt?

Ötztaler Leiden

Zwischen Hitzewelle und Wattschwelle.

Der Mensch ist zu vielem fĂ€hig. Dazu braucht er den Kopf. Beim Rennrad fahren auch die Beine. Wenn diese nicht mehr wollen, hilft nur mehr der Kopf. Fehlt aber die Verbindung, ist es aus. Hitze und Watt sind schwer in Einklang zu bringen. Das haben die meisten gespĂŒrt. Der Ötztaler Radmarathon verwandelt dich. Vor, wĂ€hrend und nach dem Rennen. Egal ob kalt oder heiß. Du bist im Ziel ein anderer Rennradfahrer. Eine andere Rennradfahrerin. Die Verwandlung dauert je nach Kondition und Willenskraft 7 bis 14 Stunden. Ganz egal wie oft du bereits am Start gestanden bist. Nirgendwo anders wird das Finisher-Trikot mit derartigem Stolz getragen und vorgefĂŒhrt. Der Mythos lebt. Eine Erfahrung, die man als RennradfahrerIn gemacht haben will. Warum das so ist, können nur jene beschreiben, die dabei waren und dabei sein werden.

Der Ötztaler Radmarathon ist nicht nur ein Rennen. Es ist ein Urlaub bei Freunden und mit Freunden. Auch wenn nicht mehr ganz so erschwinglich. Wie alles im Leben. Ein Teller Nudeln fĂŒr € 14,- ist fast wie von einem anderen Stern. Der Stern der Reichen und Schönen. Vonseiten der TeilnehmerInnen wird nicht nur auf der Strecke vieles abverlangt. Es ist auch der Verzicht auf dem Weg nach Sölden. Um in Sölden anzukommen, bleibt einiges auf der Strecke. Familie, Beruf, Vermögen. Das Ötztal hat vieles richtig gemacht. Die Frage ist, wohin es noch gehen wird. Der Hobby-Radsport darf kein elitĂ€res Eventspielzeug werden. Ein Wochenende fĂŒr 2 Personen in Sölden ist samt Startplatz unter € 1.000 fast nicht mehr zu kriegen. Aber so ist die freie Marktwirtschaft. Angebotsknappheit und ganz viel Nachfrage.

Es geht um die eigenen Grenzen.

Das mit dem schönen Wetter ĂŒber den vier PĂ€ssen hat dieses Mal perfekt funktioniert. Der Juli hat seinen Vorteil voll ausgespielt. Ein Segen fĂŒr die TeilnehmerInnen und den Veranstalter. Sogar der letzte Teilnehmer konnte bei Tageslicht knapp unter 14 Stunden sein Ziel erreichen. Stress war ihm dabei nicht anzusehen. Er brauchte weder eine wĂ€rmende Decke oder Folie noch fremde Hilfe. Der Allerletzte zitterte nicht. Nein, er strahlte und mit ihm die vielen noch im Zielraum verbliebenen ZuschauerInnen. Einzig die Lichter der vielen Begleitfahrzeuge von Rettung, Polizei, Rennleiter und TraumfĂ€nger kamen nicht so zur Geltung wie ĂŒblich, wenn ĂŒber Sölden die Nacht hereinbricht. Der Party im Ziel hat das aber nicht geschadet. Hier weiß man, wie man den Tag zur Nacht macht und den Morgen danach gut verschleiert.

Beim Ötztaler Radmarathon geht es um die eigenen Grenzen. Grenzen, die man hier verschieben muss. Beim Schreiben dieser Zeilen sind die Anstrengungen nach wie vor zu spĂŒren. Aber auch die erlebten Hochs und Tiefs. Das 15. Finisher Trikot ist gut verstaut. Die 18. Teilnahme (plus der virtuelle Ötzi 2020) ist „in the books“. Sofern die Rechnung stimmt. Aufzeichnungen aus einer Zeit, als noch ArmbĂ€ndchen die Durchfahrt am Jaufenpass bestĂ€tigt haben, gibt es keine. Klopfen wir auf Holz, dass es weitere Teilnahmen geben wird. Warum man sich das antut? Einmal mitfahren und man bekommt die Antwort. Nein, man spĂŒrt sie. Sie geht durch den ganzen Körper. SchĂŒttelt dich durch und rĂŒhrt dich zu TrĂ€nen. Der Ötztaler Radmarathon nimmt viel und schenkt dir am Ende mehr als du dir je erhofft hast.

2024 wird alles wieder gleich anders.

TĂŒr auf und gleich TĂŒr wieder zu. Danke Juli. Es war eine schweißtreibende Freude. Wir werden dich vermissen. Kehren zurĂŒck zur alten Tradition. Die Frage, wie das Wetter werden wird, beschĂ€ftigt uns jetzt schon. Wir werden uns alle wieder anstellen und hoffen, dass wir dabei sein dĂŒrfen. Denn nach dem Ötztaler Radmarathon ist wie immer vor dem Ötztaler Radmarathon. Nie mehr wieder, bis zum nĂ€chsten Mal.

Der Ötztaler Radmarathon 2023 in Zahlen: 3.869 FinisherInnen und 4.337 Heldinnen. Dazu noch Hunderte von freiwilligen HelferInnen und Tausende Begleitpersonen, ohne die der Ötztaler Radmarathon nicht das wĂ€re, was er ist. Ein ganzes Tal steht kopf. FĂŒr all jene, die sich diesen Traum erfĂŒllen wollen. Die nĂ€chste Gelegenheit ist am 1. September 2024. Bei vielleicht kĂŒhleren Temperaturen oder wie eh und je. Gnadenlos und ohne Erbarmen. Zwischen frieren und schwitzen. Mehr zum Event gibt es hier.

#ktrchts

Gruppenfahren – warum das so schwierig ist.

Gruppenfahren

Was gibt es schöneres, als mit dem Rennrad in einer großen und homogenen Gruppe dahinzurollen. LeichtfĂŒĂŸig dahinzugleiten und die Vorteile des Windschattens zu nutzen. Kilometer zu sammeln, die man sich sonst schwer erarbeiten mĂŒsste. Gruppenfahren ist und bleibt die höchste und schnellste Form des Weiterkommens. Kollektives KrĂ€fteschonen. Einer fĂŒr alle, alle fĂŒr einen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Individualismus die Gruppendynamik wieder einmal sprengt.

Gruppendynamik ist der Teufel.

Über das sichere Gruppenfahren habe ich mich schon einmal gestĂŒrzt. Das Thema ist durch und es gibt nicht mehr viel zu ergĂ€nzen. Diesmal sind es andere Gedanken, die mich beschĂ€ftigen. Vielleicht, weil ich Ă€lter werde und mich deshalb nicht mehr beweisen kann. Möglicherweise bin ich aber fĂŒr das Gruppenfahren nicht geschaffen. Wer weiß. FĂŒr mich ist das Rennradfahren in der Gruppe ein gemeinsames Erlebnis und kein KrĂ€ftemessen. Aber genau das erlebe ich immer wieder. Gruppendynamik ist der Teufel und das sich ZĂŒgeln eine Tugend, die man braucht, um eine Rennradgruppe zusammenzuhalten.

Rennradgruppen sind wie Organisationen, in der unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten zusammentreffen. Das kann nie friktionsfrei sein. Da geht es um Positionen und AnsprĂŒche. Und um Rollen, die dann jede*r in der Gruppe selbst einnimmt. Spannend, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschĂ€ftigt. Beispielsweise das Ganze durch das rangdynamische Positionsmodell (Gruppendynamik) von Raoul Schindler betrachtet und analysiert.

Soziale Interaktion innerhalb von Rennradgruppen.

Auch in einer Rennradgruppe geht es um Positionen. Diese werden eingenommen und können auch immer wieder verlassen werden. Es gilt auch, dass Positionen mehr verliehen als genommen werden (Raoul Schindler). Erst durch die Akzeptanz der Anderen gelangt ein Gruppenmitlied in eine bestimmte Position (niemand wird zum AnfĂŒhrer, ohne dass die anderen Gruppenmitglieder ihm folgen).

Gruppendynamik Rennradfahren
© Roberto M.

Rangdynamischse Postionen* im „Peloton“.

„G“ (Gruppenaufgabe bzw. GegenĂŒber bzw. Gegner): Auf dieses Außenkonstrukt ist die Wirkung der Gruppe gerichtet. Das kann das Ziel der Gruppenausfahrt sein. Zum Beispiel die Kilometer, die Geschwindigkeit, der Berg … Wichtig ist, dass die Gruppe „G“ (das Ziel) durch Alpha erreichbar sieht.

Alpha (AnfĂŒhrer): Alpha fĂŒhrt dem Ziel entgegen und leitet die Auseinandersetzung mit dem GegenĂŒber („G“). In einer Rennradgruppe ist Alpha, jene*r, mit dem Ziel vor Augen und sagt, wo es langgehen wird (soll). Alpha ist stark außen gewandt und in seinem Handeln nur davon beschrĂ€nkt, ob die Gruppe ihm/ihr folgt. Folgt die Gruppe Alpha nicht, so ist Alpha auch nicht lĂ€nger Alpha. Zum Beispiel, wenn die Gruppe sich nicht in der Lage sieht, das Ziel zu erreichen. Oder der Weg zum Ziel zu beschwerlicher wird (zu schnell, zu anstrengend …). Alpha schaut nach vorne und verliert so gerne den Blick nach hinten.

Beta (ExpertIn): Die klassischen „Zweiten“ sind die typischen BeraterInnen. Das VerhĂ€ltnis zu Alpha ist ambivalent: Einerseits braucht Alpha Beta, um zu fĂŒhren, und Beta braucht Alpha, um an der Macht teilzuhaben. Andererseits haben Betas am ehesten das Potenzial, Alpha zu stĂŒrzen und selbst die FĂŒhrung zu ĂŒbernehmen. Betas sind in der Rennradgruppe jene, die mit Alpha die FĂŒhrungsarbeit leisten und auf ihre Chance lauern.

Gamma (einfaches Gruppenmitglied): identifiziert sich mit Alpha (genauer: mit seiner Außensicht auf „G“ und unterstĂŒtzt seinen/ihren Weg durch Zuarbeiten ohne eigenen FĂŒhrungsanspruch. Gammas sind jene, die die „Knochenarbeit“ verrichten, ohne die keine Gruppe arbeitsfĂ€hig ist. Gammas findet man in Rennradgruppen zuhauf. Sie sind die HelferInnen, WassertrĂ€gerInnen und die Domestiques. Sie schließen LĂŒcken, schauen nach hinten, informieren nach vorne …

Omega (Gegenposition zu Alpha – nicht zu verwechseln mit dem in der Biologie als Omega bezeichneten rangniedrigsten Individuum): ist der Gegenpol des dominanten Gruppengeschehens. Sein/ihr Verhalten Ă€ußert sich in offenem oder verdecktem Widerstand gegen die von Alpha kommunizierte Zielerreichung. Zentrales Element ist eine un- oder gegenabhĂ€ngige Außensicht auf „G“, und genau das zieht in dieser Position den Widerstand auf sich: von Gamma(s), weil er/sie die Identifikation mit Alpha gefĂ€hrdet (Alpha definiert den Blick auf „G“), und von Alpha, weil er/sie die FĂŒhrungsposition gefĂ€hrdet. Omega ist eine konstitutive (= bestimmende) Position in der Gruppe und ein wichtiger QualitĂ€tsindikator fĂŒr die Gruppenfunktionen – bei Omega drĂŒcken sich als Erstes Gruppendefizite (Zielerreichung, Zusammenhalt etc.) aus. Oft wird Omega jedoch nicht als QualitĂ€tsindikator, sondern als Störfaktor angesehen, angegriffen und ausgeschlossen. Nicht selten rutscht nach kurzen kathartischen Episoden ein anderes Gruppenmitglied in diese Position, und das Spiel beginnt von Neuem.

Gruppenfahren ist deshalb so schwierig.

Und jetzt wird es spannend. Wenn die Konflikte um die Omega-Position steigen, besteht die grundsĂ€tzliche Möglichkeit, dass aus der Perspektive der Gammas die Verbindung Omega zu „G“ (dem Ziel) stĂ€rker erlebt wird, als die von Alpha zu „G“ (dem Ziel). Also, dann die Gruppe Omega eher zutraut, das Ziel zu erreichen. Dazu kommt noch, dass in Rennradgruppen die Betas auch immer wieder auf Ihre Chance lauern und bei einer SchwĂ€che von Alpha gnadenlos zuschlagen.

Genau diese in Gruppe immer wieder auftretenden Spannungen – auch in Rennradgruppen, sind der Grund, warum Gruppenfahren teils schwierig ist oder wird.

Funktion, Position und Rolle in Rennradgruppen.

Funktion und Postion in einer Rennradgruppe geben Auskunft ĂŒber die Aufgabe und die Macht, die man in einer Gruppe hat. Wie diese ausgeĂŒbt wird, bleibt dann von Fall zu Fall offen. Spezifische Merkmale wie Handlungen, Aussehen, Sprache, Körpersprache … sind die Rolle. Rollen sind daher stĂ€rker selbstgewĂ€hlt und haben stĂ€rker mit den Persönlichkeitseigenschaften der RollentrĂ€ger zu tun

Kompliziert? Nein. Nicht wirklich und von Rennradgruppe zu Rennradgruppe verschieden. Überlegt euch selbst einmal, wo ihr eure Position bei einer Gruppenausfahrt seht. Oder welche Postion ihr beim Gruppenfahren anderen streitig macht oder machen wollt. Dieses Modell ist uns allen nĂ€her als wir glauben.

Viel Spass beim Gruppenfahren.
#ktchts

*Quelle: rangdynamisches Positionsmodell von Raoul Schindler (Wikipedia)

Welcher Festive500 Typ bist du?

Festive500 Typ

Alle Jahre nicht schon wieder. Die Festive500 stehen vor der TĂŒr. Und jeder weiß ganz genau, was das bedeutet. 500 Kilometer radeln. Zwischen Weihnachten und Neujahr, Vanillekipferln und Karpfen, Schweinsbraten und Tiramisu, Familie und Verwandte. Dazu kommt noch das Radeln gegen den Wind und gegen das Wetter, bei Schnee und Eis, bei Tag und bei Nacht. 500 Kilometer in 8 Tagen sind nur 62,5 Kilometer pro Tag. Nicht viel, aber zu viel fĂŒr die Zeit, die eigentlich die stillste im Jahr sein sollte. Diese Challenge hat‘s in sich und ist auch fĂŒr dich die Möglichkeit, dir selbst am Ende des Jahres eine besondere EGO-Krone aufzusetzen. Bist du dabei? Wenn ja, hast du dir schon einmal Gedanken darĂŒber gemacht, welcher Festive500 Typ du eigentlich bist? Vielleicht findest du dich irgendwo wieder.

Draußen oder drinnen?

Der Streber. Die Streberin.

Dieser Typ RadfahrerIn hat sich in den letzten Jahren stark evolviert und ist auch dank der Challenge ĂŒber sich hinausgewachsen. Diese Typen fackeln nicht lange herum und setzen der Festive500 ihren eigenen Stempel auf. Ihr Credo lautet – nonstop oder gar nicht. Der Streber und die Streberin brauchen also nur einen Tag, die Challenge erfolgreich abzuschließen. Krank, aber geil.

Der Mimimi. Die Mimimi.

Ich weiß nicht. Zu kalt. Zu wenig Zeit. Viel zu gefĂ€hrlich. Die Familie ist wichtiger. Ich brauche das nicht. Es gibt keine Ausrede, die dem Minimis zu blöd ist. Sie sind zwar dabei, scheitern aber meistens an sich selbst. Am Ende stehen vielleicht 100, 200, 250 oder auch 300 Kilometer zu Buche. Kilometer, mit denen sie dann versuchen, doch und dank der Ausreden ein bisschen vom magischen Festive500 Helden- und Heldinnenstatus abzubekommen.

Mimimi by sweets.ch

Der Noch-Denker. Die Noch-Denkerin.

Diese Typen denken von Anfang an, dass sie noch so und so viele Kilometer zu strampeln haben und dass noch so und so viele Tage zur VerfĂŒgung stehen. Noch 500 Kilometer und noch 8 Tage sind der Anfang und jeder Kilometer und Tag bringt sie nĂ€her an das Ziel heran. Was sich mit noch 500 und wenig spĂ€ter mit noch 499 Kilometern frustrierend anfĂŒhlt, wird von Kilometer zu Kilometer besser. Was sich mit noch 8 Tage freudig anhört, lĂ€sst hingegen mit noch 7, 6 … hingegen immer mehr Stress aufkommen. Noch-Denker und Noch-Denkerinnen sind gefangen im Zwiespalt zwischen Erreichtem und Verbleibenden. Ihr Problem? Noch wenig erreicht und noch weniger Tage Zeit.

Die Schon-Denker. Die Schon-Denkerinnen.

Schon-Denker und Schon-Denkerinnen sind das Gegenteil der Noch-Denkenden. Ihr Dilemma und die Zwiespalt liegt genau andersrum. Sie zĂ€hlen, was sie schon erreicht haben und wie viele Tage schon vergangen sind. Das ist praktisch, wenn man fleißig und konsequent war. Ihr Problem? Schon zu wenig erreicht und schon zu viele Tage vergangen.

Der Buchhalter. Die Buchalterin.

Die Buchhalter haben einen genauen Plan. FĂŒr sie sind die 8 Tage penibelst verplant. Das Zeitkontingent ist straff reglementiert. Die einzelnen Tages-Einheiten zwischen Elternbesuch, Kinderdienst, Verwandtentratsch und beruflicher Karriereleiter hineingequetscht. WiederholungstĂ€terinnen planen dabei genug Puffer ein. Mann und Frau weiß ja nie.

Hilfsmittel der BuchhalterInnen

Der Indorianer. Die Indorianerin.

IndorianerInnen gehen auf Nummer sicher und stellen sich der Festive500-Challenge selbstbewusst und unerschrocken einfach nur Indoor. Sicher ist sicher. FlexibilitĂ€t und WetterunabhĂ€ngigkeit sowie ein gewisses Maß an situationselastischem Zeitmanagement sind die stichhaltigen Werte dieses Festive500 Typ. IndorianerInnen sind nicht selten auch NetflixianerInnen. Am Ende der Festive500 haben sie nicht nur 500 Kilometer am Konto, sondern auch die neuesten Serien intus.

Der Polarisierende. Die Polarisierende.

Im Gegensatz zu den IndorianerInnen gehen die Polarisierenden nach draußen. FĂŒr sie ist das Hier und Jetzt in freien Natur. Ausschließlich in freier Natur. Je kĂ€lter und winterlicher, desto besser. Ihr Ziel ist die Glorifizierung (und die Eismumifizierung) ihrer OutdooraktivitĂ€t. Besonders im alpinen Raum und in der nördlichen HemisphĂ€re sind die Polarisierenden gegenwĂ€rtig. Denn jeder kann bei Plusgraden und Sonne Rad fahren gehen. An dieser Stelle schöne GrĂŒĂŸe an alle, die sich auf der sĂŒdlichen Halbkugel oder in wĂ€rmeren Gefilde befinden.

Der SpĂ€tzĂŒnder. Die SpĂ€tzĂŒnderin.

Die SpĂ€tzĂŒnder und die SpĂ€tzĂŒnderin tun alles, probieren alles und versuchen alles. In letzter Instanz. Ihr Weg ist das Ziel. Sie verkörpern eine situationsbedingte Mischung aus allen Typologien. Sie beißen und verbeißen sich am Ende der Challenge, um doch noch zu reĂŒssieren. Aus Ihnen hat sich möglicherweise der Typus Streber entwickelt. Aus einer Not heraus. Ihre Motivation? Erst. Erst eine geringe Anzahl an Kilometer und schon viele Tage vergangen. Mit der logischen Konsequenz einer kilometerweiten Glanzleistung.

Welcher Festive500 Typ bist du jetzt? Schreibe es gerne in die Kommentare. Auf alle FĂ€lle gutes Gelingen, frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

ktrchts
#machurlaubfahrrennrad